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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Molkereimaschinen — Molybdän und Molybdänverbindungen.

Molkereimaschinen siehe unter „M i 1 c h".

Molkose. Nährmittelpräparat, das hauptsächlich aus Nährsalzenbesteht; ausserdem enthält es 22,7 % Eiweiss, welches aus Milch gewonnenwird. Molkose-Gebäck wird zur Kräftigung empfohlen und soll sich nachärztlichen Erfahrungen bei Rekonvaleszenten, schwachen Kindern u. s. w. gutbewährt haben.

Molligen und Mollose. Glyzerinersatz für die Textilindustrie(Appretur und Druckerei) und für die Papierindustrie.

Molligen und Mollose:

Chemische Fabrik Reisholz, G. m. b. H., Reisholz bei Düsseldorf.

Molybdän und Molybdänverbinduugen.

1. Mo 1 y b d ä n Mo. A. G. — 96,03. Es wird aus den Oxyden oderChloriden durch Glühen im Wasserstoffstrom, meistens aber im elektrischenOfen aus Molybdänoxyd mit Kohle oder neuerdings (kohlefrei) durch Elek-trolyse von Molybdändichlorid und Na im elektrischen Ofen erhalten. Fernerhat man versucht, es durch Einwirkung des Molybdänsilizids Mo 2 Si 3 aufMolybdänoxyd M0O2 unter Zusatz von CaO im elektrischen Ofen zu ge-winnen, nachdem man ebendann das Mo»Sia durch Erhitzen von M0O2 inGegenwart eines Überschusses von SiO» und einer entsprechenden Menge Cerzeugt hatte. Über die Metallurgie des Molybdäns vgl. die Abhandlung vonDr. Mennicke in der Elektrdchem. Zeitschr. XX. [ahrg. (1913), S. 181,215, 250 und 271.

Molybdän bildet ein stahlgraues Pulver, das nur bei sehr hohen Tempe-raturen zu einem harten silberglänzenden Regulus zusammenschmilzt; sp.G. 9,1. Hämmerbar und schmiedbar; oxydiert sich bei Rotglut zuerst zu Oxydund dann zu Trioxyd. Löst sich leicht in HNOs und konz. H2SO4. Beim Er-hitzen im elektrischen Ofen mit überschüssiger Kohle bildet es Molybdän-karbid M02C

Molybdänmetall, rein (ca. 95—97%)..........1 kg. Mk. 17,00

„ (98-99»............1 „ „ 22,00

„ ehem. rein..............1 „ „ 70,00

2. Molybdänsäure (Acidum rnolybdaenicum). Von allen Molyb-dänverbindungen sind am wichtigsten das Molybdäntrioxyd (Molyb-dänsäureanhydrid) Mo0 3 und die eigentjiche MolybdänsäureH2M0O4. Ersteres, das durch Rösten von Molybdänglanz oder Behandeln des-selben mit Salpetersäure und Glühen des umkristallisierten Salzes gewonnenwird, ist ein lockeres, weisses, sich bei stärkerem Erhitzen gelb färbendes unddann zu einer rotgelben Flüssigkeit schmelzendes Pulver, das sich kaum inH 3 0, leicht dagegen unter Salzbildung in Alkalien löst. Diese Salze sieheunter „Ammoniumverbindunge n", „Kaliumverbindungen"und „Natriumverbindunge n".

Die eigentliche Molybdänsäure (Molybdänsäurehydrat) scheidet sich ausden löslichen Molybdaten bei vorsichtigem Hinzufügen von HCl in weissen,kaum in H 2 0 löslichen Kristallenen aus.

Molybdänsäure, ehem. rein..............1 kg Mk. 9,00

„ frei von NH 3 und HNO3 ...... 1 „ „ 18,00

3. Molybdäneisen (Ferro molybdän) und Molybdän-stahl. Siehe unter „Eisenlegierungen" No. 11.

Molybdänmetall:

Königswarter & Ebell, Linden vor Hannover.

Molybdänsäure:

Königswarter & Ebell, Linden vor Hannover. | E. Herek, Darmstadt.