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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Modernitfarben — Molekulargewicht.

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und 13 4 g Ton Eine andere Mischung enthält 300 g Ölsäure, 43 g Zink-oxvd 130 2 Olivenöl, 60 g Wachs, 250 g Schwefel und 180 g Ton. Einedritte Vorschrift verwendet 13 g geschlämmten Ton, 7 g Wachs, 33 g Ölsäure,5 g Zinkoxvd 28 g Schwefelblüten und 14 g Olivenöl. Unter dem NamenPlastilina findet auch ein Modellierton Verwendung, der nicht mit Wasser,sondern mit Glyzerin angemacht wird. Er ist einfach zusammengesetzt,geruchlos bleibt plastisch und enthält keine brennbaren Stoffe. Als An-machewasser nimmt man ein Gemisch von 100 Teilen Wasser und 10 Teilen

Nach dem D. R. P. 187 754 wird die Masse aus zwei Einzelmassen zu-sammengesetzt die getrennt aufbewahrt und erst kurz vor dem Gebrauch indem gewünschten Verhältnis gemischt werden. Die eine (trockne) Massebesteht zu etwa % ihres Gewichts aus Kreide, zu etwa % aus gebranntemGips- der Rest ist Zinkweiss. Die zweite (feuchte) Masse besteht zu etwa% aus Leinsamenaufkochung, */s Mohnöl, 1 / B Lack, a /s stark wasserhaltigerLeimaufkochung Vio—Vi- Kreide und aus einem geringen Zusatz von Zink-weiss und Gips' Man mischt die trockne Masse mit der feuchten im Ver-hältnis von 2 (bis 3):1; die Mischung lässt sich auf beliebige Weisemodellieren.

Modernitfarben:

Chemische Fabrik Flörsheim Dr. H. Nocrdlinger, Flürsheim-Untermam.

Mohnöl (Oleum Papaveris). Aus dem Samen des Mohns durch Aus-Dressen gewonnenes fettes öl. Es ist blassgelb, dünnflüssig, von angenehmemGeruch und Geschmack. Sp. G. (bei 15«) 0,920-0,932; Jodzahl 130-158;Verseifungszahl 191- Es löst sich in 25 T. kalten und 6 T. heissen Alkohols,

erstarrt bei__20°; es trocknet an der Luft. Um es zu bleichen, setzt man es in

flachen, halb mit dem öl, halb mit Salzwasser gefüllten Schalen dem Sonnen-licht aus. _ , , . _,. .„„,,.

Man benutzt es als Speiseöl, zu feinem Firnis für Ölmalerei und zu

Emulsionen.

Molekular gewicht.

Formeln zur Molekulargewichtsbestimmung.

A. Nach der Dampfdichtebestimmungsmethode vonV i c t o r M e y e r. Ist G das Gewicht der Substanz, B der auf 0° reduzierteBarometerstand, w die Tension des Wassers bei t°, v das gemessene Luft-volumen, t die Zimmertemperatur und D die Dampfdichte, d. h. das Volum-gewicht des Dampfes auf Luft bezogen, so gilt die Formel:

n _ G . TCOJl + 0,0036651) _ ______ G (1 ± 0,003665)J

(B-w)V. 0,0012934 ~ 5b ' 8UU (B - w) . V

wo p das Gewicht des Volumens (V) Dampf, p± das Gewicht

des gleichen Volumens Luft bedeutet. Bezieht man das Volumgewicht aufWasserstoff so ist es 14,46 X D, und da nach dem Avogadro sehen Gesetzgleiche Volumina verschiedener Gase unter gleichem Druck und gleicher Tem-peratur die gleiche Anzahl Moleküle enthalten, da also das Gasmolekül den-selben Raum einnimmt wie 2 Atome Wasserstoff, so ist das Molekulargewichtdes Dampfes = 28,92 X D. .

B Aus der Siedepunktserhöhung. 1 Gramm-Molekül einerbeliebigen Substanz in 100 g eines und desselben Lösungsmittels gelöst, ruftstets die gleiche Erhöhung des Siedepunkts hervor. Man ermittelt die mole-kularen Erhöhungen aus Siedevefsuchen mit Verbindungen bekannten Mole-kulargewichts, kann sie aber auch berechnen nach der Formel 0,02 i —.worin

T die absolute Siedetemperatur (von —273° an gerechnet) und w die Ver*

52*

D ist nun:

,P_