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Zingiber.
Fig. 211. Stärke aus Ehizoma Zlugi-
beris. ♦ Körner von der Seite.
430 mal vergrössert.
abgefallenen oder abgeschnittenen Stengel erkennen. Das Rhizom ist von den Seiten zu-sammengedruckt. Die Eandelswaare besteht ans bis 10 cm langen Stücken, die aus einer
Anzahl durch Abschniirungen von einander getrennterGlieder bestehen, die die genannten Narben der Oberseiteund die Zweige der Unterseite deutlich erkennen lassen.Aussen ist es grau, runzelig, innen weiss oder gelblich.Bruch uneben, aus demselben ragen die Gefassbündel alszähe Fasern hervor. Der Querschnitt zeigt eine 1 mmbreite, braune Rinde, die durch die Endodermis vomKern getrennt ist. Geruch angenehm aromatisch, Ge-schmack brennend gewürzhaft. — Aussen ist das Rhizonimit Kork bedeckt, der aus einer äusseren, lockeren undeiner inneren, dichteren Lage besteht. Ausserhalb desKorkes ist häufig noch die Epidermis vorhanden. Im Pa-renchym reichlich Stärke, deren Körnchen bis 25 n langsind und den Zingiberaceentypus zeigen wie Zedoaria(Fig. 211). Zahlreiche Zellen sind zu Sekretzellen mitverkorkten Wänden umgewandelt. In der Nähe der Gefassbündel Gerbstoffzellen. DieGefassbündel sind ganz oder theilweise mit Fasern umscheidet, die meist durch einigeQuerwände in zwei bis drei Fächer getheilt sind.
Bestandtheile des bengalischen Ingwer nach König: Wasser 10,92 Proc,stickstoffhaltige Substanz 8,34 Proc, ätherisches Oel 2,24 Proc, Fett 3,53 Proc,Stärke 45,70 Proc, stickstofffreie Extraktstoffe 13,65 Proc, Eohfaser 8,88 Proc,Asche 6,74 Proc.
Man hat in der Droge ein farbloses, krystallinisches Fett, ein rothes Weichharz,zwei Harzsäuren und Gingeroi (C ä H 8 0) x zu 0,6—1,82 Proc. aufgefunden. Letzteresbedingt den scharfen Geschmack der Droge, das ätherische Oel den Geruch.
Oleum ZingiberiS. IngwerÖl. Bei der Destillation der trocknen Droge werden2—3 Proc. ätherisches Oel erhalten. Es ist grüngelb, ziemlich dickflüssig, hat dasspecifische Gewicht 0,875—0,885 und dreht den polarisirten Lichtstrahl 25—45° nach links.Es besitzt den Geruch des Ingwers, jedoch nicht seinen scharfen Geschmack. Bestand-theile des Ingwerbles sind Rechts-Camphen, Phellandren und ein noch nicht näheruntersuchtes Sesquiterpen.
Handelssorten. Der Ingwer kommt in zahlreichen Sorten, die eich durch Grossoder Stücke und besonders durch theilweise oder völlige Entfernung des Korkes charak-terisiren, in den Handel. Die wichtigsten Sorten sind die folgenden:
1) Bengalischer Ingwer, beste Sorte. Nur auf den Seiten geschalt. Stückebis 5 cm lang. Bestandtheile vergl. oben.
2) Cochinchina-Ingwer, ganz geschält, oft gekalkt, daher völlig weiss, meistkleinere, bis 5 cm lange Stücke, doch kommen auch Sorten vor, die aus ausnahmsweisegrossen Stücken mit reichlicher Zweigbildung bestehen. Vom Kalk durch Abbürsten befreitist er gelblich oder fleischröthlich. Aetherisches Oel 1,35 Proc, Fett 1,2 Proc, Harz1,82 Proc, Gingeroi 0,6 Proc, Feuchtigkeit 13,53 Proc, Asche 4,8 Proc. Dahinauch der Malabar-Ingwer.
3) Jamaika-Ingwer. Stücke bis 12 cm lang, ganz geschält, oft gekalkt oder ge-bleicht. Im Bruch stark faserig. Aetherisches Oel 0,64 Proc, Fett 0,92 Proc, Harz1,76 Proc, Gingeroi 0,84 Proc, Feuchtigkeit 13,66 Proc, Asche 4,53 Proc.
4) Afrikanischer Ingwer (Sierra Leone). Halb geschält wie 1. AetherischesOel 1,615 Proc, Fett 1,225 Proc, Harz 3,775 Proc, Gingeroi 1,45 Proc, Feuchtig-keit 14,515 Proc, Asche 4,27 Proc. Das Kalken geschieht mit Kalkmilch, dasBleichen mit Kalium- oder Natriumsulfit. In solchen Sorten kann der Aschegehaltauf 9,18 Proc steigen.
Verfälschungen. Als solche kommt extrahirter und dann von neuem gekalkteroder gebleichter Ingwer in Betracht. In normalem Ingwer beträgt die Menge des Wasser-