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2 (1920)
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Verbascum.

Mitlei unter. Beim Arbeiten mit, Nieswurzel ist jede Entwickelung von Staub zu ver-meiden, da derselbe zu heftigstem Niesen reizt. Das Pulver kauft man am besten voraDrogisten. Pulvermischungen mit Rhiz. Veratri nehme man im Freien vor, besprengees zuvor mit Weingeist und schütze Nase und Mund durch ein feuchtes Tuch.

Anwendung findet innerlieh kaum noch statt, da es durch Veratrin ersetzt wird;erzeugt leicht Erbrechen und heftigen Durchfall. Germ. I und Helv. II hatten als dosismaxima 0,3. Aeusserlich in Form der Tinktur bei Pityriasis versicolor, in Salbenformgegen Krätze, als Bestandtheil von Schnupfpulvern. Vielfach in der Thierheilkunde, z. B.als Brechmittel für Schweine, bei Staupe der Hunde. In der Homöopathie hei Choleraund Krämpfen. Höchstgaben für Thiere: bei Rindern 1020 g, Schafen und Ziegen25 g, Hunden 0,010,03 g (Feist).

In Deutschland dem freien Verkehr entzogen und nur gegen ärztliche oder thier-aratliche Verordnung zu verabfolgen, ausgenommen zum äusserlichen Gebrauch für Thiere.Auch dürfte gegen die Abgabe der in manchen Gegenden noch gebräuchlichen Niese- oderPlusterbeutelchen, Rhizoma Veratri in saeculis, nichts einzuwenden sein.

t Tinctura Veratri aeida. 10 Th. Nieswurz, 1 Th. Schwefelsäure, 100 Tb.Weingeist.

f Tinctura Veratri. Tinctura Hellebori albi. Kieswnrzeltinktur. Teintureou Alcoole" d'hell^bore blanc. Germ.: 1 Th. mittelfein geschnittene Nieswurzel, 10Th.verdünnter Weingeist (60proc). Gall.: 1 Th. grob gepulverte Wurzel, 5 Th. Wein-geist (80 proc.). Man beachte, dass die Tinktur der Gall. doppelt so stark ist, wie die derGerm.! Vorsichtig aufzubewahren. Innerlich zu 510 Tropfen als Fiebermittel-Höchstgaben für Thiere: Pferden 5,015,0; Rindern 10,020,0; Schafen und Ziegen2,05,0; Hunden 0,010,03 (Feist).

f Vinum Veratri. Aus 1 Th. Nieswurzel und 10 Th. Spanischem Wein.

f Extractum Veratri viridis fluidum (U-St.). Fluid Extract of Veratrumviride. Wie Extractum Gelsemii fluidum U-St. Bd. I, S. 1209. Höchstgabe 0,2,pro die 1,0.

+ Tinctura Veratri viridis (U-St). Aus 400 g gepulvertem Rbizom (Nr. 60) undq. s. Weingeist (91 proc.) stellt man im Verdrängungswege (zum Befeuchten 150 cem)1000 com Tinktur her. Innerlich zu 51025 Tropfen zur Herabsetzung des Fiebers.

Vet. Pulvis emeticus.

Brechpulver.

Rp.

Aqua antepkelidlca.Soramersproasenwasser.Aquae CinnamomiAquae Coloniensis ää 30,0GlyceriniTincturae Veratri fiä 20,0.

Rp.

I.

Rp.

Rhizomatis Veratri pulv. 1,0

Tartari stibiati 0,05

Sacchari albi 2,0.

Grösseren Schweinen auf einmal, kleineren die

Hälfte. Bei Bräune.

II.

Rhizomatis Veratri pulreratiSacchari albi ää 0,3.

Auf einmal. Bei Staupe der Hunde.

Sommersprossen- und Leberflecke-Mittel von Solbhio. Eine Tinktur aus Nies-wurz, Arnikawurzel, Bertramwurzel, Styrax Calam. mit Oitronen- und Bergamottöl (BedaW')-

Verbascum.

Gattung der Scrophulariaceae Pseudosolaneae Verbasceae.

I. VerbaSCUlTl ThapSUS L Heimisch in Europa und Centralasien. Stengel auf-recht, bis 2 m hoch. Blätter länglich elliptisch, gekerbt, beiderseits wollig filzig, die un-teren in einen Stiel verschmälert, die mittleren und die oberen bis zum nächsten Blattherablaufend. Blumenkrone mittelgross, vertieft, die zwei längeren Staubfäden viermal s°lang als ihre kurz herablaufenden Staubbeutel. Narbe kopfförmig, nicht herablaufend. (Gall-)-

II. VerbaSCUm thapsiforme Schrad. Heimisch in Mitteleuropa. Blätter wie I,Blumenkronen doppelt so gross wie von I, flach, die zwei längeren Staubfäden l 1 /,2 m»'so lang als ihre lang herablaufenden Staubbeutel. Narbe am Griffel herablaufend(Germ. Helv.).