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Urethanuin.
kristallinischen Niederschlag nicht geben (Harnstoff). Bin solcher Niederschlag darf auchnicht auf Zusatz von Oxalsäure oder Mercurinitratlö'sung eintreten. 4) 1 g Urethan ver-brenne auf dem Platinblech ohne einen Rückstand zu hinterlassen.
Aufbewahrung. Vorsichtig, vor Feuchtigkeit geschützt.
Anwendung. Das Urethan wird Erwachsenen in Gaben von 1—2—4 g innerlich«der von 0,25 g subkutan als Hypnoticum gegeben, doch ist es kein narkotisch wirkendesSchlafmittel, daher von massiger Zuverlässigkeit. Da es keine störenden Nebenwirkungenzeigt, kann es in entsprechend geringeren Dosen auch in der Kinderpraxis gegeben werden. —In Gaben von 4—5 g giebt man es als Antidot gegen Krampfgifte: Strychnin, Pikrotoxin,Resorcin. Höchstgaben: pro äosi 4,0 g (Ergänzb. Helv.), pro die 6,0 g (Ergänzb.),8,0 g (Helv.).
t Urethylan. Melkylurcthau. CONH,.OCH,. Mol. Gew. = 75. Dieses wirddurch Einwirkung von Cyanchlorid auf Methylalkohol erhalten und krystallisirt in farb-losen, längliehen Tafeln, welche bei 52° C. schmelzen und bei 177° C. unzersetzt sieden.100 Th. Wasser von 11° C. lösen 217 Th., 100 Th. Alkohol lösen bei 15° C. = 70 Th.Eingang in die Therapie hat es bisher nicht gefunden.
f Aethyliden-Urethau. CH„CH(HN . CO,C 2 H ri )*. Mol. Gew. = 204. Zur Dar-stellung löst man Urethan in Aethylaldehyd, setzt ein wenig Wasser und hierauf etwasverdünnte Salzsäure hinzu. Die Bildung der Verbindung erfolgt plötzlich unter Selbst-erwärmung. Durch Zusatz von Wasser wird das Aethyliden-Urethan in Form weisser.atlasglänzender Nadeln gefällt. — Wenig löslich in kaltem Wasser, leichter löslich inheissem Wasser, in Alkohol und in Aether. Aus heissem Wasser lässt ob sich gut um-krystallisiren. Schmelzp. 126° C. Hat bisher Eingang in die Therapie nicht gefunden.
II. f Phenylurethail. Euphoriue. Phenylcarbamijisäureathylester. CO(NHC e H 6 )(OCjH 6 ). Mol. Gew. = 105.
Darstellung. Man erhält das Phenylurethan durch Einwirkung von Anilin aufChlorameisensäureäthylester:
C e H 6 NH, + C1COÄH, — HCl -f CO
-~~~OC 2 H 4
Anilin Chiorameisensäure- Phenylurethan.
Aethylester
Das Reaktionsprodukt wird aus verdünntem Weingeist umkrystallisirt.
Eigenschaften. Ein farbloses Krystallpulver von erst kaum merklichem, späterbrennendem, nelkenartigem Geschmacke. Es ist schwer löslich in kaltem Wasser, etwasleichter löslich in heissem Wasser, sehr leicht löslich in Alkohol und in Aether, ziemlichlöslich in alkoholischer Flüssigkeit, z. B. in Weisswein. Von kalter konc. Schwefelsäurewird es leicht, klar und ohne Färbung gelöst. Es schmilzt, im Kapillarrohre erhitzt, bei49-50° C.
Prüfung. Es sei farblos, werde von konc. Schwefelsäure klar und ohne Färbunggelöst. — Beim Erhitzen verbrenne es, ohne einen Rückstand zu hinterlassen.
Zerreibt man 0,5 g Phenylurethan mit 5 com Wasser, so darf das Filtrat durchSilbernitratlösung nicht verändert werden.
Aufbewahrung. Vor Licht geschützt, vorsichtig.
Anwendung. Man giebt das Phenylurethan: Als Antipyreticum bis 1,5 g täglichin Dosen von 0,1—05 g. Als Antirheumaticum zu 1,5—2,0 g täglich in Gaben von0,4—0,5 g. Als Analgeticum drei bis fünfmal täglich zu je 0,4 g. Unangenehme Neben-wirkungen sollen nicht auftreten — nur selten tritt geringe Cyanose auf — insbesonderesoll es Methämoglobinbildung nicht veranlassen. Aeusserlich hat man es bei schmerz-haften Processen wie Brandwunden, Herpes Zoster, Ulcera, Analgeschwüren, auch als pul-verförmiges Antisepticum an Stelle des Jodoform angewendet. Die Ausscheidung des Phenyl-urethans erfolgt durch den Harn, wahrscheinlich als p-Ainidophenol, da dieser die Indo-pheuolreaktiou zeigt (s. Acetanilid, Bd. I, S. 4).
III. f Neurodin. Acetylparaoxyphenylurethan. CH^COjCHJNH.C0 9 C 2 H 6 . Mol.Gew. = 223.