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Unedo. — Unguenta.
aufgerollt sind. Im Bast wechseln Fasergnippen, die von Kammerfasern uinscheidet sind,mit Weichbast ab. Im Parenchym reichlich rothbrauner Farbstoff und in einzelnen Zellengeschichteter Schleim, der sich in Wasser nicht völlig' löst. Die Rinde von III soll frischnach Foenum graecnm riechen, ihre Schleimzellen sind besonders gross und zahlreich.Markstrahlen bis 4 Zellen breit.
Bestandtheile. Schleim, Gerbstoff.
Verfälschung. Das Pulver von III wird in Amerika mit stärkemehlhaltigenSubstanzen (Mais) verfälscht. Eis ist darauf aufmerksam zu machen, dass die Binde amund für sich Stärke enthält.
Anwendung. Innerlich in Form des Schleimes oder der Abkochung (10—15 : 200),Susserlich zu Kataplasmen, des Gerbstoffgehaltes wegen als Adstringens nnd des Schleimgehaltes wegen zu Mutterzäpfchen.
Extractuin Ulmi corticls. Exüait d'orme alcoolique (Gall.) ist wie ExtraotumDigitalis alcoholicum Gall. (Bd. I, S. 1041, 2) zu bereiten.
Mncilago Ulmi (U-St.). Mucllage of Elm. Aus 6 g zerschnittener Ulmenrindeund 100 ccm Wasser durch einstündige Digestion im Wasserbade und Durchseihen. Kurbei Bedarf anzufertigen.
Unedo.
Jetzt zur Gattung Aibutus. Ericaceae — Arbutoideae — Arbuteae.
ArblitllS Unedo L Heimisch in Südeuropa. Baum oder Strauch mit länglich-lanzettlichen, gesägten Blättern, hängenden Trauben weisser oder rosenrother Bliithen mitkrugförmiger Blumenkrone und kirschengrossen, scharlachrothen, dicht warzigen, an Erd-beeren erinnernden Früchten („Erdbeerbaum").
Wurzel, Rinde und Blätter sind adstringirend und werden gegen Diarrhoe ver-wendet, die Früchte werden gegessen, man bereitet auch Alkohol daraus. Racine, Feullleet Frnit d'Arbousier. (Gall.)
ünguenta.
Unguenta (Austr. Brit. Germ. Helv. U-St.). Pommades, Onguents (Gall.).Unguina. Salben. Ointinents.
Zum äusseren Gebrauche bestimmte Arzneimittel von butterartiger Beschaffenheit.Ihre Grundlage bestand ursprünglich aus einem weichen Fette (Schweineschmalz), späteraus Gemischen von weichen Fetten oder Oelen mit härteren Fetten (Talg) oder Wachs.In der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen zu diesen historischen Salbengrundlagenhinzu: Die Glycerinsalbe, welche niemals eine grosse Verbreitung gefunden hat, die Vase-line und das Wollfett (Lanolin). — Ihrer therapeutischen Bestimmung nach dienen dieSalben dazu: 1) Arzneistoffe in den menschlichen Organismus einzuführen, wie z. B. diegraue Quecksilbersalbe. — 2) Wunden oder offene Hantstellen von der Luft abzuschliessen,wie z. B. die Borsalbe. — 3) Kühlsalben. Diese enthalten in der Regel grössere Mengenvon Wasser inkorporirt. — 4) Reizsalben, welche einen Reiz auf die unverletzte Hautauszuüben bestimmt sind. — 5) Trocknende Salben, welche auf secernirenden Flächenaustrocknend wirken sollen.
Bei der Bereitung der Salben ist in der AVeise zu verfahren, dass Fettsubstanzen,welche etwa die gleiche weiche Consistenz haben (Fett, Lanolin, Vaselin u. dergl.) ein-fach durch Mischen mit einander vereinigt weiden. Sollen harte Substanzen (Talg, Wachs,Harz u. dergl.) mit weicheren (Fett, Oel u. dergl.) verbunden werden, so sollen dieschwerer schmelzbaren Bestandtheile für sich oder unter geringem Zusätze der leichterschmelzbaren Körper geschmolzen, und die letzteren der geschmolzenen Masse nach undnach zugesetzt werden, wobei jede unnöthige Wärmeerhöhung zu vermeiden ist.