Tragacantha,
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trocknetem Stärkekleister und Gummi verfälscht. Ersteres ist mikroskopisch nachzuweisen,der Kleister mit der Jodreaktion in dem kalt bereiteten und filtrirten Schleim. Gummiwt ebenfalls in kaltem Wasser löslich.
JPulverung. Traganth ist wegen seiner zähen Beschaffenheit schwierig zu pulvern.Man trocknet ihn, gröblich gestossen, bei 40 bis höchstens 60° C. und verwandelt ihn durchStossen in ein feines Pulver (VII Helv., Nr. 100 Gall.).
Aufbewahrung. Man wählt als Vorrathsgefässe mit weissem Papier ausgeklebteHolzkästen mit dicht schliessenden Deckeln, füllt den Traganth lose und in nicht zu hoherSchicht ein und vermeidet jedes unnöthige Drücken und Kutteln.
Anwendung. Als Arzneimittel wird Traganth nur selten, z. B. als Stypticum in•Form des Klystiers 1:100 Wasser, gebraucht. Er findet hauptsächlich Verwendung als■Bindemittel für Pillenmassen, für Stäbchen und Pastillen, in Emulsionen als billiger Ersatz*«s Gummi, wobei aber zu beachten ist, uass der Traganth in Wasser nur quillt, zur Auf-lahme der Feuchtigkeit also eine gewisse Zeit beansprucht. Auch darf er nur in verhält-öissmässig kleinen Mengen zugesetzt werden, da die Mischungen sonst zu harten, schwerlöslichen Massen austrocknen. (!) 1 Th. Traganth besitzt die Bindekraft von 12—15 Th.arabischem Gummi; man nimmt also zu Emulsionen 1 Th. Traganth auf 30 Th. Oel, zuPasten und Pastillen einen Schleim aus 1 Th. Traganth und 50 Th. Wasser oder 0,2—0,5Traganthpiilver auf 100,0 der Pulvermischung, (zu Tabletten dagegen, die aus Salzen ohneWasserzusatz gepresst werden, bedeutend mehr, 10—25 Proc). Zum Anstossen von Pillen-'nassen eignet sich die unten angegebene Mischung mit Glycerin am besten.
Technisch wird Traganth zur Appretur von Kattunen und in Zuckerbäckereiengebraucht.
Mncilago Tragacanthae.Tragacanthae. Traganthschleim.wlycerite of Tragacanth.
Mucago cum Gummi tragacantha. GlyceritumMucilage de gornme adragaute. Muciluge or
Ergänzb.
Brit.
U-St
Gall.
Nat. form.
Tragacanthae 1Glycerini 5Spiritus (90proc.) —Aquae destill. 94
1,4
2,097,0
6
18
76
1090
12,5 g77,5 ccm
18,5 ccm
Man reibt den fein gepulverton Traganth mit dem Glycerin oder Weingeist an,bringt in eine Elasche, fügt das Wasser (lauwarm n. Ergänzb.) auf einmal hinzu undschüttelt kräftig und wiederholt. U-St. lässt die Mischung bis zum Sieden erhitzen undßach 24stündigem Maceriren durch Musselin drücken. Nach Gall. lässt man ganzen Tra-ßanth in kaltem Wasser quellen, durch Leinen pressen und im Marmormörser zur gleich-Djassigen Masse bearbeiten. Traganthschleim reagirt frisch bereitet neutral und bildete me trübe, weissliche, dicke, nicht klebende Flüssigkeit (Ergänzb. Brit.), die in der Ruheabsetzt und deshalb vor dem Gebrauche umgeschüttelt werden muss, oder eine mehr oderweniger steife Pasta (Ü-St. Gall. Nat. form.).
Nach Ergänzb. nur auf Verordnung zu bereiten. Einem zu längerer Aufbewahrung*"* technische Zwecke bestimmten Schleim setzt man, um das Schimmeln zu verhüten,«was Schwefelkohlenstoff zu.
Bandoline.
P.p. Tragacanthae pulver. 1,0
Spiritus Coloniensis 10,0
Aquae Rosae 60,0
Glycerini 30,0.
wie Mucilago Tragacanthae zu bereiten. Man
färbt mit Karminlösung rosa.
Iiinimentum exsiccans Pick.Rp. Tragacanthae pulver. 5,0Glycerini 2,0
Aquae 100,0.
Wie Mucil. Tragac. U-St. so bereiten.Massa plastica pro pilulis.Plastische Pillenmasse.Rp. Tragacanthae pulver, 1,0Glycerini 3,0
mischt man 1. a. und bewahrt in Porcellankvukenauf,
Massa ulcera matnrang Cowen.
Farinae Tritici
120,0
Gummi arabici
30,0
Tragacanthae
15,0
Cretae laevigatae
8,0
Vitellum ovi unius
Aquae fervidao
500,0
Rp.
Plättflüssigkeit.
Glanzplättöl. Amerikanischer Wäsche-glanz E. Dietericii.Rp. 1. Boracis 50,0
2. Tragacanthae 5,0
3. Aquae 945,0
4. Talci pulv. 50,0
5. Olei Lavandul. gtts. V.
Man löst 1—3, seiht durch und reibt mit der Lö-sung 1 und 5 an. '/» 1 auf 1 1 gekochte Stärke.