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2 (1920)
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Thea.

Ferner ist aus diesen makroskopischen Merkmalen im Auge zu behalten, dass dasjunge Blatt, das gerade die feinsten Sorten liefert, stark behaart ist, dass ältere Blätterschwach behaart sind oder kahl sein können.

Das Blatt ist bifacial gebaut. Die Epidermis derOberseite besteht aus polygonal gerundeten, ziemlichdickwandigen Zellen, ohne Spaltöffnungen (Fig. 173), dieder Unterseite aus mehr buchtigen Zellen mit rund-lichen Spaltöffnungen, die bis 35 p messen und vonmeist drei Nebenzellen umgeben sind (Fig. 174). DieHaare sind einzellig, über dem Grunde umgebogen,

Fig. 171. Steinzellen aus dem Mittelnerven.

Fig. 172.Steinzellen aus der Blattfläche.

so dass sie der Blattfläche anliegen, bis 900 /i lang, bis 15 fi dick. Unter der Epidermisder Oberseite eine Lage ziemlich kurzer Palissaden, im Schwammparenchym einzelneOxalatdrusen. Der Mittelnerv enthält ein Gefässbündel mit fächerförmigem Holztheil, an derUnterseite ausserdem unter der Epidermis Kollenchym. Als charakteristisches Gewebs-element von ganz hervorragender Bedeutung sind grosse Steinzellen zu nennen, dieselbenfinden sich im Parenchym des Mittelnerven und in der Blattfläche, am ersteren Orte

von unregelmässiger, sternförmiger Gestalt(Fig. 171), am letzteren gerade gestreckt, wenigverzweigt und fast immer das ganze Blatt von

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Fig. 173. Epidermis der Oberseite o eines jungen,b eines älteren Theeblattes.

einer Epidermis zur andern durchsetzend(Fig. 172), Man sieht sie auf Querschnittendurch das Blatt leicht, wenn man einen solchenmit Phloroglucin und Salzsäure behandelt,kann sie aber auch in jedem Stück des Blattessichtbar machen, wenn man ein solches kurzeZeit in Ghloralhydrat aufhellt und dann nachdem Auswaschen ebenfalls mit Phloroglucin inSalzsäure behandelt. Sie fallen dann in beidenFällen durch ihre Eothfärbung auf. Obschonsolche oder ähnliche Steinzellen im Blatt-gewebe auch einiger anderer Pflanzen vor-kommen, sind sie doch für das Theeblatt durchaus beweisend, da sie bei denjenigen Blättern,die als Theeverfälschungen genannt werden, fehlen (mit Ausnahme des Camellienblattes). Indessenist dabei noch auf einen Punkt von grosser Wichtigkeit aufmerksam zu machen: ganz jungen

Blättern,' die gerade die bestenSorten liefern, fehlen sie oder sindso wenig entwickelt, dass ihr Auf-finden besondere Geschicklichkeitvoraussetzt. Ihr Fehlen beweistalso nicht die Abwesenheit von Thee,ja man kann sagen, dass je wenigerentwickelt und je seltener sie sind,um so werthvoller ist der Thee.Wenn sie fehlen, hat man sein Haupt-augenmerk, abgesehen von der Formdes Blattes, auf die dann geradereichlich vorhandenen Haare unddie Spaltöffnungen mit ihren Neben-zellen zu richten. Es sei nochauf ein paar weitere Unterschiedezwischen alten und jungen Blätternaufmerksam gemacht: an jungenBlättern fehlen dem Gefässbündeldes Mittelnerven Bastfasern völligoder sind wenig entwickelt, in äl-

Fig. 174.

Epidermis der Unterseite a eines jungen, 6 einesälteren Theeblattes.