Thea.
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noch
ln den andern Thee liefernden Ländern angewendet. Vergl. über die Sorten noch weiter«nten. Die so gewonnenen Blätter und ganz jungen Achsen werden nun, je nachdem mangrünen oder schwarzen Thee machen will, einer verschiedenen Behandlung unterworfen,die im Princip überall dieselbe ist, aber in China und Japan mit seit alters gebräuchlichenprimitiven Apparaten und Vorrichtungen, in Indien mit modernen Einrichtungen vorgenommenw ird. Wichtig ist es, dass die Blätter möglichst bald nach dem Pflücken verarbeitetw eiden, es sollen nicht mehr wie 24 Stunden darüber vergehen.
Für die Herstellung des schwarzen Thees l'ässt man zuerst die Blätter aufhatten oder Drahtnetzen bei einer 42° C. nicht übersteigenden Temperatur welken, wodurch^as ursprünglich ziemlich lederige Blatt weich und biegsam wird und etwa 25 Proc. anGewicht verliert, darauf werden die Blätter gerollt und nehmen dabei die uns geläufige'"estalt kleiner, häufig verbogener Cylinder an. Die Operation geschieht in China undJa pan mit den Händen, in Indien mit Maschinen. Nun folgt der wichtige Fermentations-Process, durch den das Aroma des Thees im wesentlichen entwickelt wird. Zu diesemZweck breitet man den Thee auf Cementböden oder Holztischen in mehr oder wenigerdicker (bis 15 cm) Schicht aus und bedeckt ihn häufig, um ihn abzukühlen, da die Tem-peratur 40 °C. nicht überschreiten soll, mit nassen Tüchern. Die Operation dauert 2—8 Stunden,lü; r Ende erkennt man daran, dass die ursprünglich grünen Blätter nun eine kupferrotheFarbe angenommen haben infolge der Bildung von Phlobaphen aus dem Gerbstoff, anw elch letzterem der Gehalt durch diese Operation erheblich abnimmt. Dann wird der Thee•getrocknet, entweder über einem Holzkohlenfeuer oder in komplicirter gebauten Apparaten,111 denen die feuchte Luft abgesogen und erwärmte, getrocknete Luft eingeblasen wird,endlich wird er durch Siebe von verschiedener Maschenweite sortirt.
Für Herstellung grünen Thees werden die Blätter in derselben Weise gewelkt«nd gerollt und dann auf eisernen Pfannen unter beständigem Umrühren erhitzt undgetrocknet. Bei dieser schnelleren Verarbeitung findet eine Zersetzung des Gerbstoffesni ebt statt. Oder man erhitzt (bratet) die Blätter direkt nach dem Welken und rollt sieer st später.
In China ist es gebräuchlich, den Thee zu parfümiren, indem man ihn mit wohlriechen-den Blüthen zusammenlegt. Dieses Verfahren wird auch hier und da auf Java angewendet.
Heschreibung des Theeblattes.
i-M Blatt von Thea sinensis ist lanzett-törmig, k urz gestielt, vorn spitz oder stumpf,y®. 'Rande gesägt mit knorplig zugespitztenJahnen. Im frischen Zustande ist es ziem-
ich derb, lederartig, glänzend grün. DasVerhältniss der Breite zur Länge beträgt, ■ <»,5—4,0. Junge Blätter sind dicht be-Jjäart, ältere wenig behaart oder ganz kahl.Vom Primärnerven gehen jederseits bis 7keitennerven unter einem Winkel von 50bis 60° C. ab, die in der Nähe des Bandes
ehlingen bilden, aus denen weiter zarte Ner-ven höherer Ordnung entspringen (Fig. 170).„ In Java und auch in Vorderindien und
1* rn 11 kultiert man meist eine abweichende,*« Thea assamica bezeichnete Form der«lanze, deren Blätter nicht im Bau, wohlaber '
im äusseren Aussehen deutlich abwei-
sen. Sie sind verhältnissmässig breit, fast
v <", das Verhältniss der Breite zur LängeDeträgt durchschnittlich 1:2,5, die Spitze
8 t deutlich vorgezogen. Die Seitennervengehen unter einem Winkel von durchschnitt-lich 70° C. ab (Fig. 169). Diese Unter-schiede sind immer zu bedenken, da eingrosser Theil des in Europa konsumirten Fig. 169.
-••hees aus den genannten Gebieten stammt. Blatt toh Thea assamica.
Fig. 170.Blatt von Thea sinensis.