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Terpinom.
Darstellung. Man mischt Terpentinöl allmählich mit 5 Proc. konc. Schwefelsäurennd destillirt nach längerem Stehen das Reaktionsprodukt im Wasserdampfstrom ab. DasDestillat wird mit dünner Natriumkarbonatlösung gewaschen, abgehoben, mit Chlorcalciumentwässert und sodann sorgfältig fraktionirt. Die zwischen 156—160° C. übergehendenAntheile sind das Tereben.
Eigenschaften. Das Tereben bildet eine schwachgelbliche, nicht unangenehm(nach Thymian) riechende Flüssigkeit, welche in Wasser nur wenig, leichter in Alkohol,sehr leicht in Aether löslich ist. Es ist optisch inaktiv. Frisch dargestellt, ist es neutral,bei längerer Aufbewahrung verharzt es und nimmt unter dem Binfluss von Licht und Lufteaure Reaktion an, die auf Bildung verschiedener Säuren, z. B. Ameisensäure, Essigsäure,zurückzuführen ist. So verändertes Tereben ist zum Zweck seiner Reinigung mit Soda-lösung oder Kalkwasser zu waschen und hierauf zu rektificiren. — Es siedet bei 156 bis160° C. und gleicht in seinen sonstigen Eigenschaften dem Terpentinöl ausserordentlich.Positiv nachgewiesen im Tereben ist nur Terpinen; wahrscheinlich vorhanden sindDipenten und Cineol, vielleicht auch Cymol. Endlich dürfte auch noch unverändertesPinen zugegen sein.
Prüfung. Das Tereben röthe blaues Lackmuspapier nicht, es gehe zwischen 156bis 160° C. vollständig über, besitze keinen unangenehmen Geruch und übe auf die Ebenedes polarisirten Lichtes keinen Einfiuss aus. — Die letztere, optische Probe ist die einzige,mittels deren sich die völlige Reinheit des Präparates, bez. die Abwesenheit gewöhnlicherTerpene nachweisen lässt.
Aufbewahrung. Vor Licht geschützt, an einem kühlen Orte, wie ein ätheri-sches Oel.
Anwendung. Tereben wird als Ersatz des Terpentinöls angewendet; es wirktantiseptisch und sekretionsbeschränkend. Mit 20 Th. Wasser vermischt, dient es äusser-lich zu Verbänden bei brandigen Wunden. Innerlich wird es zu 4—6 Tropfen, allmäh-lich steigend bis zu 20 Tropfen dreimal täglich als Expektorans bei chronischer undreeidiver Bronchitis gegeben. Unter der gleichen Indikation dient es dreimal täglich zuInhalationen, so dass in einer Woche etwa 50 g Tereben verbraucht werden. Der Urinnimmt unter dem Gebrauch des Terebens eigenthümlichen Geruch an.
f Chevatol. Terpinjodhydrat. C 10 H 1(I -2HJ (?). Mol. Gew. = 392 (?). Ent-steht durch Einwirkung von Jodwasserstoffsäure auf Terpin oder Terpinhydrat. — Grün-lich-gelbe, aromatisch riechende Krystalle vom Schmelzp. 77° 0., unlöslich in Wasaer,leicht löslich in Alkohol, Aether und in Glyoerin.
Vorsichtig aufzubewahren. Aeusserlieh für die Wunddesinfektion vorgeschlagen.
Stoinatol. Mischung aus 4 Th. Terpineol, 2 Th. Seife, 45 Th. Alkohol, 2 Th.aromatischer Stoffe, 5 Th. Glycerin und 42 Th. Wasser. Als antiseptisches und konser-virendes Mittel.
Tereben-Glycerin, zum Tränken von Verbandstoffen. 1 Th. Wasser, 4 Th.Tereben und 7 Th. Glycerin werden durch Zusammenschütteln gemischt.
Pilulae expectorantes (Form. Berol.).
EinuUio Terebeni
Ep. Terpini hydrati
3,0
Ep.
Terebeni
10,0
Radicis Liquiritiae
1,0
Gummi arabici
12,0
Succi Liquiritiae depurati
2,0.
Aquae
60,0
Fiant pilulae No. 80.
Sirupi (Zingiberis)
80,0.
Fllederdii ft.
Ep. Extrait triple de Jasmin
Pastilli Terebeni.
Extrait triple de RoseExtrait triple de Tuberose
Ep.
Terebeni
15,0
Extrait triple de Jonquille
Gummi arabici
12,0
Extrait triple d'Orange ää
200,0
Aquae destillatae
60,0
Olei Unonae odoratissimae
0,1
Sacchari pulverati
180,0
Tincturae Moschi
0,5
Tragacanthae pulr.
8,0.
Tincturae Ambrae
2,5
FQr 100 rastillen.
Terpineoli
5,0
Spiritu»
60,0