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2 (1920)
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Tamarindus.

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Esterzahl 68,4396,15, V erseifungszahl 96,83-122,90. c) Bursera BXCelsa (H. B. K.)Eigl., liefert ebenfalls Taeamahak.

Den meisten Sorten gemeinsam ist die Bezeichnung Balsaiuum Mariae, unter dersie wohl noch in der Volksmedicin vorkommen. Als wichtigste Sorte dürfte wohl 3 a

anzusehen sein.

Tamarindus.

Gattung der Legumlnosae Caesalpinioideae Amherstieae.

Einzige Art: Tamarindus indica L. Wahrscheinlich im tropischen Afrika hei-misch, durch Kultur in den Tropen beider Erdhälften verbreitet. Bis 25 m hoher Baummit 20jochig-geflederten Blättern und weissen, roth geäderten, zuletzt gelblichen BltithenVon charakteristischem Bau. Die Frucht ist eine bis 20 cm lange, bis 3 cm breite, bräunliche,nicht aufspringende Hülse mit 312 grossen, glänzend braunen Samen. Die äussere Frucht-schale ist ziemlich bröcklig, sie besteht vorwiegend aus Steinzellen, ebenso die innersteSchicht. Zwischen beiden ist das Mesocarp in ein weiches, sauer schmeckendes, schwärz-liches Mus umgewandelt, in dem die derben Gefässbündel mit ihren Verzweigungen ver-laufen. Dieses Mus findet pharmaceutische Verwendung. Man entfernt in ziemlich roherWeise die brüchigen Theile der Fruchtschale, die Samen und die Gefässbündel und knetetdas Mus, angeblich oft unter dorn Zusatz von Seewasser, zu einer zähen Masse, die, inSäcke oder Ballen verpackt, in den Handel gelangt.

Pulpa Taniariudonim cruda (Genn.). Fructus Tamarindi (Austr. Helv.). Tama-rindus (Brit. TJ-St.). Siliquae indicae. Rohes Tamarindeninus. Tamarinden.Pulpe brüte de tamarins (Gall.). Tamariud.

Es bildet eine braunschwarze, etwas zähe, weiche Masse, die in geringer MengeSamen, Reste der harten Theile des Pericarps und der Gefässbündel enthält. Von reinund stark saurem Geschmack, nicht schimmelig. Unter dem Mikroskop erkennt man zart-wandige, grosse Zellen, die kleine bräunliche Körnchen und kuglige Stärkekörnchen ent-halten, die Wand der Zellen wird durch Jod sehr schwach gebläut. Ausserdem spiessigeWeinsteinkrystalle. Pilzsporen sollen möglichst fehlen.

Bestandtheile. Im Durchschnitt aus 21 Mustern (1891): Samen 10,47 Proc.,Cellulose 15,61 Proc, Wasser 24,86 Proc, Extrakt 48,34 Proc, Schleimstoffe1,95 Proc, Zucker 18,36 Proc, Weinstein 4,87 Proc, Weinsäure 6,63 Proc, Citro-nensäure 1,76 Proc, (Aepfelsäure 0,969 Proc), Asche der löslichen Bestandtheile3,56 Proc, Asche der unlöslichen Bestandtheile 1,19 Proc. Zuweilen finden sich infolgevon Gährung auch Essigsäure, Ameisensäure etc.

Sorten. Die officinelle Sorte ist die indische, die aus Kalkutta, Madras, Bom-bay kommt. Die westindische Sorte ist hellbraun, schleimiger, weniger sauer.

Beim Einkauf achte man darauf, dass das Mus rein und stark sauer schmeckt, nichtdumpfig riecht und nicht zu viel vom Fruchtgehäuse und von den werthlosen Samen ent-hält. Zieht man 20 g unter Schütteln mit 190 g Wasser aus und filtrirt 100 g ab, so sollendiese wenigstens 5 g Trockenrückstand hinterlassen (Germ.). Das gilt indessen nur fürdas unvermischte, schwarzbraune Mus der Austr., Germ, und Helv.; Brit. und U-St. habendas mit Zucker versetzte aufgenommen, das röthlich-braun ist und einen entsprechendhöheren Procentsatz an Wasser abgiebt. Vor der Verarbeitung prüfe man auf Metalle,wie unter Extraeta (Bd. I, S. 1074) angegeben, oder auf Kupfer durch Einstellen einesblanken Eisenstäbchens.

Aufbewahrung. In Stein- oder Holzgefässen an einem kühlen, luftigen Ort;es ist rathsam, von Zeit zu Zeit nachzusehen, ob der Vorrath sich frei von Schimmel-pilzen hält.

Pulpa Tamarindorum depurata. Pulpa e fruetu Tamarindi. GereinigtesTamarindenmus. Pulpe de tamarin. Pulp of Tainarind. Austr. Germ. Helv.:

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