Druckschrift 
2 (1920)
Entstehung
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1007
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Suppositoria.

100?

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Fig. 161.KuMMKR'sche Fresse für Suppositorien undVaginalkugeln von E. A. Lbntz in Berlin.

"tublzäpfchen oder Vaginalkugeln bestimmte Pulver in einzelne Portionen =>b, füllt"lben Buocessive in den zuvor mit Talouin bestäubten, nach obon triohterartig »ich"eiternden Hohlcylindcr und stopft die Masse mit-tels einos genau in die Bohrung passenden Holzstöps ela fest; nach Beseitigung der Unlcrlago (Fuss)wird der Holzstöpsel weiter abwärts gestossen unddadurch das fertige Suppositorium aus der Pressegedrängt; nachdem schliesslich noch die Metallma-trize welche den Stuhlzäpfchen die konischeSpitze, den Globuli die Kugelform verleiht ent-fernt wurde, ist das Präparat ohne weiteres zurDispensation bereit.

Bei der nach gleichem System koustruirtenBougio-Presse wird die unter Zuhilfenahme vonetwas fettem Oel innig gemischte, geknetete Masseauf einmal in den Apparat gefüllt und mittels desStöpsels möglichst fest gepresst; sobald der "Wider-stand ein Weiterpressen verhindert, wird durchDrehen des Cylinders um seine Axe diejenige dervier vorhandenen Oeflnungon einem Durchlass imFusse gegenüber eingestellt, deren Durchmessermit der gewünschten Bougiedicke übereinstimmt;nun wird weiter gepresst, wodurch die Masse ineinem zusammenhängenden, überall gleich dickenStrang an der tiefsten Stelle der Presse seitlich ausderselben auf ein unterliegendes, mit dem Fuss ver-bundenes Laufbrettchen verdrängt wird.

Nachdem dieser Strang dann in beliebigenAbständen abgetheilt wurde, können die erhaltenenBougies durch die Handwärme mittels der Finger an einem Ende abgerundet oder zu-gespitzt werden.

Diese wenn auch etwas primitive Presse leistet in Ermangelnng der Bougie-Spritze, wie sie in grösseren Betrieben im Gebrauch ist, recht gute Dienste.

Für die Herstellung von Bougies in grösserer Zahl bedient man sich mit Vortheilder metallenen Bougie-Spritze von Ron. Liebau, welche mit der angestossenen Massegefüllt und mit einem Mundstück der gewünschten Stärke verschlossen wird. DurehDrehung der Schraubenspindel presst man Stränge, die in Bougies von gewünschter Längeabgetheilt und wie obige weiter behandelt werden können. Auch ermöglicht diese Pressedurch Verwendung einer mit einem Dorn versehenen Matrize die Anfertigung von sog.Hohlbougies, d. h. Bougies, die eine Bohre darstellen, in welche medikamentöse Flüssig-keiten aufgesogen werden können.

Eine gute Masse für elastische Bougies erhält man nach Dieterich durch Zu-sammenschmelzen von 8 Theilen Oleum Cacao, 1 Theil Adeps Lanae und 1 Theil Geraflava, oder indem man 50,0 Oleum Cacao schmilzt, 25,0 Gummi arab. pulv. (M./50)darunter rührt, und nachdem man die Mischung '/» Stunde lang in einer Temperatur von30350 q er halten und unter Abkühlen bis zum Erkalten agitirt hat, nach und nach eineMischung von 12,5 Glycerin und 12,5 Aqua darunter arbeitet.

Beide Massen können vorräthig gehalten, durch Kneten mit verschiedenen Zusatzesvermengt und mit der Bougie-Spritze gepresst werden.

Doch nicht nur für Bougies, sondern auch für Stuhlzäpfchen existiren bereits eineAnzahl neuerer Pressen, welche gestatten, entweder pulverförmige oder angestossene Massezu Suppositorien zu verarbeiten. Zu diesen gehören die LiEBAu'schen Pressen fürVollsuppositorien mit 6 konischen (Bd. I, S. 529, Fig. 128) und für Voll- und Hohlsupposi-torien mit 6 cylindrischen, am unteren Ende konischen, oben trichterförmig sich erweiternde*Bohrungen. Sie bestehen aus zwei gleichförmigen Metallplatten, welche durch Schraubeazusammengehalten werden. Durch Pressen der in die einzelnen Kanäle eingefüllten Massemittels eines Holzstöpsels wird dieselbe zu Suppositorien geformt.

Sehr gut eignet sich auch die F»EOK'sche Universalpresse, welche mit ver-miedenen Einsätzen versehen weTden kann, je nachdem Bougies, Vaginalkugeln oder