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2 (1920)
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Suppositoria.

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formen. Solche metallene Gussformen werden sowohl für alle rnögliclierj Formen undGrössen von Stuhlzäpfchen als auch für Vaginslkugeln und Bougies von Ron. Liebah inChemnitz, sowie von englischen und französischen Fabriken in den Handel gebracht. Siebestehen aus je zwei vollkommen gleichartigen, durch Schrauben zusammengehaltenenPlatten, in denen sich die zur Aufnahme der geschmolzenen Masse dienenden Kanälebefinden

In Ermangelung von Gussformen für Bougies bedient mau sich enger Glasröhren, inWelche die halbflüssige dem Erstarrungspunkte nahe Masse aufgesogen wird, eine Mani-pulation, die nicht sehr empfehlonswerth ist.

Das Schmelzverfahren wird, obgleich es verschiedene, weiter unten zu besprechendeNachtheile hat, aus Bequemlichkeitsgründen noch sehr häufig angewendet, da es sich ebensogut zur Anfertigung einzelner Suppositorien, wie zum Massenbetrieb eignet. Zur Her-stellung von gelatinchaltigen Zäpfchen, Vaginalkngeln und Bougies, sowie von Suppositorien,denen Glycerin beigemischt werden soll, ist das Schmelz verfahren selbstredend das einziganwendbare, bei fetthaltigen dagegen sollte dasselbe nach und nach aus der Praxis ver-schwinden und zwar aus folgenden Gründen:

Erstens ist es bei der Schmelzmethode selbst bei vorsichtigstem Arbeiten nicht zuvermeiden, dass die Arzneisubstanz der Wärme ausgesetzt wird, was bei gewissen Stoffendie Gefahr des Zersetzcns in sich schliesst (z. B. Cocain, Jodoform etc.) oder die Ver-flüchtigung derselben zur Folge hat (z. B. Camphora etc.), Veränderungen, die dem Apo-theker nicht gleichgiltig sein dürfen. Zweitens ist das Giessen der Masse während desErkaltens schwierig, weil der Erstarrungspunkt nicht leicht getroffen wird, was zur Folgebat, dass entweder die Masse nach dem Eingiessen in die Formen noch zu flüssig ist, sodass ein Theil oder die Gesammtmenge der eniulgirten wirksamen Substanz sich aus derGrundmasse ausscheidet und sich in der Spitze ablagert, die dann beim Gebrauch leichtabbricht, oder die Masse während des Giessens erstarrt und während der Anfertigung einergrösseren Menge von Suppositorien ein oder mehrere Male von neuem geschmolzen werdeninuss, wodurch ein ungleiches Aussehen der einzelnen Exemplare bewirkt und ein wieder-holtes, die Qualität der medikamentösen Substanz beeinträchtigendes Erhitzen nothwendigwird; drittens ist die Dosirung der wirksamen Stoffe auf die einzelnen Suppositorien eineungenaue und viertens hat die Herstellung von Suppositorien auf warmem Wege denNachtheil, dass sie in den meisten Fällen mehr Zeit in Anspruch nimmt, als für die Arbeitan und für sich erforderlieh wäre, indem zuerst der Zeitpunkt des Ausgiessens und nachherder Moment des vollkommenen Erkaltens abgewartet werden muss, was namentlich inden Fällen unbequem ist, bei denen es wie z. B. Nachts auf rasche Dispensation

ankommt.

Diese Mängel werden theilweise vermieden durch Anwendung der

II. Füllmethode, welche darin besteht, dass das Medikament inkäufliche, verschliessbare, hohle Gelatinekapseln (Pohl) oder Kakaobuttersuppo-sitorien (Sauteb, Dieteeich) eingefüllt, wird.

Die medikamentöse Substanz wird entweder rein oder mit ein wenig

Fig. 169.

Siippoaito-rien-Kapsel»>i« Gelatine.

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Fi* 160. Honlforaen für Suppositorien und Vaginalkngeln »u« Kakaobutter-