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Suppositori».
Tet. Pnlris prophjlaeticn«.
Klutseuchenprophylacticum.Rp. Natrii »ulfurid pulverati 1000,0Salis culinaris 100,0
Sulfuris Sublimat! S00,0.
Hit 5—6 kg Kleie gemischt als Leckpulver in dieKrippen zu streuen (für 15 Rinder oder 90 bis100 Schafe auf einen Tag ausreichend).
Tet.Rp.
Räntinalh*.
Florum SulfurU 120,0
Rhizomati» VeraW albi puly. 30,0Terebintbinae S0,0
Olei I/ini 520,0.
Suppositoria.
Suppositorien. Suppositoires. Suppositories. Unter dieser Bezeichnung ver-steht man feste Arznei formen, welche zur Einführung in natürliche Körperöffnungen be-stimmt sind, wo äie zerfliessen und tlieils lokale, theils allgemeine Wirkungen entfalten.Je nach deren Verwendung ist die Form und Grösse der Suppositorien eine sehr ver-schiedene; man unterscheidet:
1) Suppositoria analia, Suppositoria ad intestinum rectum, Stuhl-zäpfchen. 2—5 cm (Ph. G. 2—3 cm) lange, an einem Ende 0,8—1,5 cm (Ph. G. 1 — 1,5 cm)dicke, 1—4 g wiegende, konische, spitzkugelförmige, projektilförmige oder ovale Zäpfchen,welche vorzugsweise zur Einführung in den Mastdarm dienen und von allen Suppositorien-arten weitaus am häufigsten Verwendung finden.
2) Suppositoria vaginalia, Globuli vaginales, Vaginalkugeln, Mutter-zäpfchen, Scheidenzäpfchen. 3,0—6,0 wiegende, spitzkugel-, ei- oder kugelförmige,zur Einführung in die Scheide und eventuell in den Cervicalkanal bestimmte Zäpfchen.
3) Suppositoria urethralia, Bacilli, Cereoli, Urethralstäbchen, Bou-gios. 5—30 cm lange, 3—7 mm dicke, cylinderförmige, vorn zugespitzte oder abgerundeteStäbchen, welche in die Harnröhre eingeführt werden.
- Als Grundmasse zur Herstellung der Suppositorien verwendet man Substanzen, welchebei Körpertemperatur erweichen oder schmelzen, unter denen in erster Linie Kakao-butter in Betracht kommt; Verwendung finden ferner: Kakaobutter mit Wachs,Kakaobutter mit Lanolin, Talg, Talg mit Wachs, Vaselin mit Wachs,Gelatinelösung' mit Glycerin, Agar-Agar mit Glycerin, Seife mit Glycerinund endlich reine Seife.
Diese Stoffe werden entweder als solche ohne weitere Zusätze oder in Verbindungmit medikamentösen Substanzen verwendet, je nachdem sie dazu bestimmt sind, Stuhl-cntleerung (reflektorisch durch mechanischen Beiz) anzuregen und physikalisch (Vermin-derung der Reibung) zu begünstigen, oder um Medikamente örtlich einwirken oder zurResorption gelangen zu lassen.
Handelt es sich darum, den Suppositorien Arzneistoffe beizumischen, so muss danachgetrachtet werden, dieselben in möglichst fein vertheiltem Zustande, homogen mit derGrundmasse zu vermengen, eine Veränderung oder Verflüchtigung der wirksamen Bestand-theile sorgfältig zu vermeiden und eine vollkommen gleichmässige Dosirung derselbenherbeizuführen. Zur Erreichung dieser Anforderungen kommen verschiedene Methoden zurAnwendung, die im Folgenden besprochen werden sollen.
Grundsätzlich unterscheidet man drei Methoden, deren jede wieder verschiedeneModifikationen aufweist: 1. Die Schmelzmethode, IL die Füllmethode, III. dieMethode auf kaltem Wege.
I. Die Schmelzmethode ist eines der ältesten und vor dem Erscheinen derKüMMEn'schen Presse das (z. B. in Deutschland) gebräuchlichste Verfahren.
Das Medikament wird — wenn fest, entweder in Pulverform oder in einer geeig-neten Flüssigkeit gelöst oder damit angerührt — mit der geschmolzenen Masse innig ge-mischt und diese Mischung während des Erkaltens unter fortwährendem Umrühren inpassende Formen gegossen.
Als Formen für Stuhlzäpfchen verwendet man selbst anzufertigende Dütenaus Wachspapier, Ceresinpapier oder Stanniol, die man entweder in Sand, auf kleineFläschchen oder in eigens zu diesem Zwecke hergestellte durchlöcherte Brettchen stecktoder Formen aus Zinn, vernickeltem Messing, Eisen etc., welch letztere den Vorzug haben,ein regelmässigeres, schöner aussehendes Produkt r.xx liefern, als die primitiven Papier-