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2 (1920)
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772
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Saccharum.

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ans und scheiden, sich beim Kochen nicht zu viel Uneinigkeiten ab, so ist der Zuckeiauch gut.

Aufbewahrung, Man bewahre den Stückzucker, desgleichen Krystallzucker undFärin, in Kästen oder Fässern aus Holz an einem trockenen Orte auf.

Anwendung. Zucker ist ein wichtiges Nahrungs- und Genussmittel; in derArzneikunde dient er als Geschmackskorrigens und Vehikel.

Melado. Ist ein stark eingedickter Zuckerrohrsaft, welcher in Europa auf Raffinadeverarbeitet wird.

Saccharum pulveratum. Zuckerpulver.

Man trocknet Roffinade in Stücken eTst bei 6070° C. aus und verwandelt siealsdann durch Stossen im Mörser aus Bisen oder Stein und Absieben in ein feines Pulver.Dieses wird zunächst einige Zeit nachgetrocknet (1) und dann in Porcellankrausen odernoch besser in Blechbüchsen an einem trockenen Orte aufbewahrt. Der in feines Pulververwandelte Zucker hat dem nicht gepulverten Zucker gegenüber stets einen etwas ver-änderten Geschmack.

Kanarienzucker ist eine sehr fein gepulverte Raffinade.

Puderzucker ist ein sehr feines Zuckerpulver, welches von Oonditoren etc. bezogenwird. Es ist häufig nicht reiner Zucker, sondern enthalt bisweilen einige Procente Kar-toffelstärke, die ihm beigemengt werden, um ein Zusammenklumpen zu verhindern. DieserZusatz ist, falls er 5 Proc. nicht übersteigt, nicht als Verfälschung anzusehen. Für phar-maceutische Zwecke darf natürlich nur reiner, stärkefreier Zucker verwendet werden.

Elaeosacchara. Oelzucker. Elcosaccharures. Aetheroleosacchara (Austr.Germ. Helv.). 10 Th. Zuckerpulver werden mit 5 Tropfen eines ätherischen Oeles ge-mischt. Entweder jedesmal frisch zu bereiten oder nur für kurze Zeit vorräthig zu halten.

Saccharolatum. Saccharolat. Saccharure (Franz.). Mit diesem Namen be-zeichnet man ein gröbliches Pulver von Zucker, welches mit einer Arzneisubstanz getränktist. Um die Einführung dieser Arzneiform hat sich der Franzose BfiEOL bemüht, sie hatin Deutschland aber nicht Eingang gefunden. Zur Bereitung des Saccharolate mitTinkturen betropft man Zucker in Stücken, der im Wasserbade durchwärmt wird, nachund nach mit der Tinktur (auf 10 Th. Zucker = 1 Th. Tinktur)," trocknet dann beimassiger Wärme vollständig aus und zerreibt zu einem gröblichen Pulver. Die Saccha-rolate mit ätherischen Oelen werden wie die Elaeosacchara bereitet.

Saccharum rubrum. Kother Zucker. Einstreuzucker. Ist eine Mischung aus-.Sacchari pulverati 16,0, Florum Rosae pulv., Boraeis pulv. ää 1,0, Ligni Santali rubripulv. 2,0. Man benutzt diese Mischung zum Ausreiben des Mundes kleiner Kinder beisogen.Schwämmchen".

SirupUS Simplex (Germ. Helv.). Syrupus gimplex (Austr.)'. Syrupus (Brit.U-St.). Sirop de sucre (Gall.). Sirupus Sacchari. Znckersirup. Weisser Sirup.

Man übergiesst in einem blanken Kupferkessel die vorgeschriebene Menge Zucker(uugeblaute Raffinade oder besten Krystallzucker) mit der vorgeschriebenen Menge Wasser,erhitzt unter beständigem (1) Umrühren auf einem ruhigen Feuer bis zum Auf-wallen und lässt die Flüssigkeit 23 Minuten sieden. Scheiden sich an der OberflächeUnreinigkeiten ab, so entfernt man diese mit einem Schaumlöffel. Nach Ergänzung desverdampften Wassers durch destillirtes Wasser kolirt man durch ein wollenes Kolatorium.Der für die Receptur bestimmte Sirup wird häufig auch noch filtrirt und fällt alsdannbesonders blank aus.

Nach U-St. kann der Zuckersirup auch noch so bereitet werden, dass man einenPerkolator mit einem Stück gewaschenem grobem Badeschwamm abschliesst, dann 1000 gZucker als grobes Pulver in den Perkolator füllt, alsdann 500 com Wasser aufgiesst undnun tropfenweise ablaufen lässt. Man giesst das Perkolat so lange zurück, bis es völligklar abläuft und sammelt, indem man zum Schluss noch etwa 50 ccm Wasser zugiebt,1170 ccm Perkolat.

Der Zuckergehalt dieses Sirups schwankt nach den einzelnen Pharmakopoen. Esschreiben vor: