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2 (1920)
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764
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Sabina.

angepflanzt.') Strauchig, in der Kultur auch baumartig, mit dichten, buschigen Zweigen.Beerenzapfen etwas überhängend, eiförmig-kuglig, 68 mm im Durchmesser, schwarz mitbläulichem Reif. Blätter entweder klein, schuppenförmig und dekussirt, bis 5 mm lang,sehr dicht gestellt, mit dem grössten Theile der Spreite angewachsen, also nur an derSpitze frei, oder länger, lockerer gestellt, spitzig-nadelförmig, zu dreien im Quirl gestellt,abstehend. Jedes Blättchen lässt in der Mitte des Rückens eine grosse ovale Oeldrüseerkennen, die am frischen Blatt gewöhnlieh hervorgewölbt, am trocknen oft eingesunkenist. Sie entsteht schizogen.

UnteT der kleinzelligen Epidermis mit grossen Spaltöffnungen liegt ein aus Fasernbestehendes Hypoderm, das auf den Bücken des Blattes beschränkt ist. Im Mesophyll Querbalkenzeilen" mit zahlreichen nach innen vorspringenden Zapfen und Balken derZellwand.

Geruch und Geschmack stark aromatisch.

Man verwendet die beblätterten Zweigspitzen:

f Summitates Sabinae (Ergänzb.). Herta Sabinae (Austr. Helv.). Sabina (Ü-St.).Frondes s. Turiones Sabinae. Sadebauinspitzen. Sabina. Sevenkraut. Som-mite - de Sabine (Gall.). Sayine. Savine-tops.

Sestandtheile. Bis 4 Proc. ätherisches Oel (vergl. unten), Gerbstoff, Zuckerund ein nicht sichergestelltes giftiges Säureanhydrid.

Einsammlung und Aufbewahrung. Man gammelt die Spitzen der Zweigeim April und Mai, trocknet im Schatten und bewahrt sie geschnitten, einen kleinen Vor-rats auch gepulvert, in dicht schliessenden Gefässen vorsichtig, vor Licht geschütztund (nach Austr.) nicht über ein Jahr auf. 4 Th. frische geben 1 Tb., trockne. NachHelv. gind die Früchte in der Droge zulässig.

Wirkung und Anwendung. Träger der Wirkung ist das ätherische Oel. Be-schleunigt in kleinen Dosen die Pulsfrequenz und wirkt diuretiseh. Grössere Dosen er-zeugen Erbrechen und oft blutige Durchfälle, Blutharnen, Konvulsionen und können denTod herbeiführen. Bewirkt bei Schwangeren Abortus. Wegen dieser letzterenWirkung, die im Volke meist wohlbekannt ist, sucht man die Droge nicht selten in ver-brecherischer Absicht zum Abtreiben der Leibesfrucht zu benutzen. Solche Versuche habennicht selten zum Tode geführt. Der Apotheker wird daher unter keinen Umständendie Droge ohne ärztliche Verordnung abgeben, auch nicht als angebliches Ungeziefermitteloder gegen Krankheiten des Viehes. Aeusserlieh als Streupulver und in Salben, dasInfusum (5,010,0 :150,0) zu Gurgelwässern, Einspritzungen. Innerlich zu 0,250,5 gmehrmals täglich in Pulver und Pillen.

Grösste Einzelgabe: 1,0g (Helv.), 1,0 (Lewin). Grösste Tagesgabe: 2,0 g(Helv.), 3,0 (Lewin).

In Deutschland ist Sabina und ihre Zubereitungen dem freien Verkehr entzogen.

j- Extractum Sabinae. Extractum Sabinae alcoole paratum. Sadebauiu-extrakt. Extrait de Sabine (alcoolique). Ergänzb.: 2 Th. mittelfein zerschnitteneSadebaumspitzen werden zuerst mit 10, dann mit 5 Th. eines Gemisches aus 2 Th. Wein-geist und 3 Th. Wasser je 24 Stunden ausgezogen; die Pressfliissigkeit dampft man zumdicken Extrakt ein. E. Dietehich lässt zuerst mit 6 Th. des Gemisches 5 Tage, dann mit4 Th. 3 Tage ausziehen, die Auszüge filtriren etc. Ausbeute: 1012 Proc. eines grün-brauneu, in Wasser trübe löslichen Extrakts. Vorsichtig aufzubewahren. Höchstgabe:0,3; auf den Tag 1,0 (Lewin). Gall.: Wie Extrait de digitale alcoolique Gall. (Bd. I,S. 1041. .2.;.

f Extractum Sabinae flnidum (U-St.). Fluid Extract of Savine. Aus 1000 ggepulverter Sabina (No. 40) und 5000 g oder q. s. 91 proc. Weingeist im Verdrängungs-wege. Man befeuchtet mit 250 cem, fängt die ersten 900 com Perkolat für sich auf undstellt 1. a. 1000 com Fluidextrakt her.

') Die Kultur der Pflanze ist stellenweise behördlich verboten, da sie und verwandteKoniferen der Träger der Teleutosporengeneration desGitterrostes" der Birnenbaume(Gymuoaporangium fuscum D. O.) sind.