Sabina.
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Die Samenschale besteht aus der grosszelligen Epidermis und darunter einer Schichtzusammengefallener Zellen. Die Zellen des Endosperm sind dickwandig, sie enthalten fettesOel. Aleuron, Stärke.
Bestandtheile. Alkaloide: krystallisirtes Veratrin (Cevadin) C 32 H 49 N0 9 ,amorphes Veratrin (Veratridin) C 37 H 63 NO n , Sabadillin (Cevadillin) C a4 H 63 N0 8 .Sie bilden zusammen das „Veratrin des Handels" (vergl. Vcratrinum). Ferner Sab ad inC 26 H 61 N0 6 , Sabadinin C„H w N0 8 . Sie sind in der Droge an Cevadinsäure (Methyl-crotonsäure) C 6 HjO a und Veratrumsäure C 9 H 10 0 4 gebunden. — Ferner enthalten dieSamen 13,7 Fett, in dem sich Cholesterin findet, ätherisches Oel, 2,06 Proc. Asche.Die Alkaloide finden sich im Endosperm und Embryo, ihre Gesammtmenge in der Drogebeträgt bis 4,35 Proc.
Zur Bestimmung der Alkaloide macerirt man nach Keller 15 g der gepulvertenkamen eine Stunde mit 150 g Aether, giebt dann 10 g Ammoniak und nach einerweiterenStunde 30 g Wasser zu, schüttelt kräftig um, lässt zwei Stunden stehen, giesst 100 g derätherischen Lösung (= 10 g Droge) klar ab, schüttelt mit verdünnter Säure aus, macht diewässerige Lösung alkalisch, schüttelt sie mit Aether aus, entfernt den Aether durch De-stillation und Verdunstenlassen, trocknet und wägt.
Aufbewahrung, Anwendung. Die Samen werden unter den stark wirkendenMitteln aufbewahrt. Man hüte sich, den giftigen, zu heftigstem Niesen reizenden Staubeinzuathmen und lasse beim Pulvern die hier ganz besonders nöthigen Vorrichtungen zumSchutze von Gesicht und Händen nicht ausser Acht! Sie dienen nur noch als Bestandtheiläu6serücher Mittel zur Vertilgung von Ungeziefer, werden aber durch das unschädlicheInsektenpulver vollkommen ersetzt.
Sabadillsamen sind in Deutschland dem freien Verkehr entzogen. In Oesterreich"dürfen sie nur gegen ärztliche Verschreibung abgegeben werden.
f Acetum Sabadillae (Ergänzb.). Sabadillessig. Läuseessig. 10 Th. gequetschteSabadillsamen zieht man 8 Tage mit 10 Th. Weingeist, 18 Th. verdünnter Essigsäure und72 Th. Wasser aus, presst und filtrirt. Zu Waschungen gegen Ungeziefer; bei wunderHaut zu vermeiden !
t Extractum Sabadillae. Durch Digcriren der Samen mit verdünntem Weingeistund Eindampfen zum dicken Extrakt. Ausbeute etwa 30 Proc. Ehemals zu 0,02—0,03gegen Nervenschmerzen.
t Tinctura Sabadillae (Helv.). Sabadilltinktur. Teinture de cövadille. Aus
1 Th. grob gepulverten Samen und 10 Th. Weingeist (94 proc.). Vorsichtig aufzubewahrenwie die vorigen. Linerlich zu 0,3 — 1,0; grösste Einzelgabe 2,0. 2 Tropfen mit 4 ccmSchwofelsäure grün fluorescirend, erwärmt schön roth.
t Tinctura Sabadillae acida. Aus 10 Th. Samen, 100 Th. verdünntem Weingeist,0,5 Th. Schwefelsäure. Wie vorige zu gebrauchen.
t Pulvl« contra l'edlculos (Ergänzb.).Läusepulver. Kapuzinerpulver.Rp. Seruin. Sabadillae 2,0Semin. Staphisagriae 2,0Ehizom. Veratri 1,0
Folior. Nicotianae 3,0.Grobes Pulver. Vorsichtig aufzubewahren und mitGiftsignatur abzugeben. Auch als Viehwasch-pulver in Form der Abkochung (100 g auf 51Wasser und 200 g Essig).
t Diignentnm Sabadillae (Austr).
Unguentum contra Pediculoa.Unguentum ad phthiriaain. Sabadill-,„ salbe. Läusesalbe.Rp. Unguenti cerei 80,0
Liqualis adde
Semin. Sabadill. pulv. 20,0Olei Lavandulae 0,8.
Sabina.
Jetzt zu Juniperus. Gattung der Coniferae — Pinoideae — Cupressineae —Cupressinae.
■uniperus Sabina L (gyn.: Sabina officinalis Garcke). Heimisch auf denGebirgen von Mittel- und Südeuropa, Kaukasus und Nordasien, nicht selten in Anlagen