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2 (1920)
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Ricinus.

1. die Früchte: Fractus Eibis nigri. Bibia nigra. Bibesia nigra.Schwarze Johannisbeeren. Ahlbeeren. Gichtbeeren. Black -cnrrants.

Pasta Eibis nigri. Black-cnrrant pasta (Brit.). Johannisbeer-Geläe.

Die käufliche schwarze Johannisbeerpasta dient zur Darstellung derFruchtgrund-lage, Fruit basis", welche zur Bereitung einer Reihe von Pastillen der Brit. Verwen-dung findet. Die Vorschrift zu der

Preparation with Fruit basis (Brit.) lautet: Die 500fache Gewichtsmenge desfür eine Pa stille verordneten Arzneimittels wird mit 439,5 g Zuckerpulver und 19,5 g ge-pulv. Gumm i arabicum gemischt, mittels 35,5 ccm Gummischleim, 56,75 g käuflicher,schwarzer Johannisbeerpasta, die vorher mit siedendem Wasser erweicht ist, und q. s.Wasser zur Masse angestossen und daraus 500 Pastillen geformt.

Gelatina Bibis nigri: Wie Gelatina Bibis (s. oben).

Sirnpns Eibis nigri. Sirop de Cassis. Cassissaft. Aus schwarzen Johannis-beeren wie Sir. Bibis (s. oben).

Schwarzer Johannisbeerlikör. Bau de Cassis. Liquenr de Cassis. 500 g reifeFrüchte werden zerquetscht, mit 600 g Weingeist, 400 g Wasser, 4 g Ceylonzimmt, je2 g Nelken und Koriander fünf Tage macerirt; in der Pressflüssigkeit löst man 375 gZucker. In Frankreich als geschmackverbeasernder Zusatz zu flüssigen Arzneimischungenbeliebt. (China Cassis nach Vigieb: Extr. Chinae 1,0, Cassis 12,0, Vini rubri 7,0.)

2. Die Blätter: Folia Bibis nigri. Johannisbeerblätter. Cassistbee.Feuille de Cassis (Gall.) werden in Frankreich als schweisstreibendes Mittel gebraucht.Auch gehören sie zu den Heilmitteln des Pfarrers Kneipp.

Ricinus.

Plalylobeae Crotonoideae Acalypheae

Gattung der EnphorbiaceaeBicinineae.

Ricinus Communis L. Ursprünglich wohl in Afrika heimisch, durch die Kulturweit in wärmeren Gegenden verbreitet. In den Tropen strauchig und über 10 m hoch,in Mitteleuropa einjährig, bis 2 m hoch. Blätter gross, abwechselnd, schildförmig, hand-förmig, viellappig, die Abschnitte gesägt. Blüthenstand rispig, die oberen Blüthen ge-drängt, männlich, die unteren gestielt, weiblich. Staubfäden wiederholt gabelig getheilt,Thecae getrennt, fast kugelig. Fruchtknoten dreifächerig. Griffel kurz oder verlängert,Narbe 2spaltig, seltener ungetheilt, abstehend, federförmig. Frucht eine glatte oder stache-lige Kapsel, in 2klappige Coccen sich lösend. Verwendung finden:

1. die Samen: Semen Bicini. Semen Catapntiae majorig. Bicinussamen.Pnrgirkörner. Semence des Ricin (Gall.).

Beschreibung. Sio sind 817 mm lang, 410 mm breit, oval, auf der einenSeite gewölbt, auf der anderen flach, in der Mitte mit einer etwas erhabenen Leiste, ameinen, spitzeren Ende mit einer hellen, nach dem Ablösen eine grubige Vertiefung zurück-lassenden, als fleischige Warze vorragenden Carun-eula, dicht unter derselben der wenig auffallendeNabel, von dem aus die Baphe gegen das andereEnde verläuft. Samenschale hart, zerbrechlich, glän-zend hellgrau, meist mit rothen, braunen oderschwarzen Strichen und Punkten. Sie umschliesstdas mächtige Endosperm mit den Embryo, dessenbeide grosse Keimblätter flach, oval, am Grunde fastherzförmig sind. Im Endosperm und Embryo Aleuronkörner, die ein (seltner 2) wohl aus-gebildete Krystalloide und ein oder wenige Globoide haben.

Bestandtheile der nicht geschälten Samen nach Koenig: 6,46Proc. Wasser,18,78 Proc. Stiokstoffsubstanz, 51,37 Proc. Fett, 1,5 Proc. stickstofffreie Ex-traktstoffe, 18,10 Proc. Holzfaser, 3,10 Proc. Asche.

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Fig. 103. Semen Kicini.fl Ton der Röcken-, b von der Bauchseite.