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Rhaninus.
f Dijodthioresorcin. CeHaOsJgSg. Mol. Gew. = 424. Wird dargestellt durchBehandeln von Dijodresorcin mit Chlorschwefel. Braunes, in "Wasser unlösliches, amorphesPulver. Zersetzt sich beim Erhitzen unter Entwicklung von Schwefelwasserstoff, ohne zuschmelzen. Vorsichtig aufzubewahren. Als Trockenantisepticum angewendet etwawie Aristol.
Pikrol. Unter dem Namen ,.Pikrol" wurde von Dabqens und Dübois das Dijod-resoreinmonosulfosaure Kalium C 6 HJ 2 (OH) 2 S0 3 K als ungiftiges Antiseptioum em-pfohlen. Der Name „Pikrol" wurde wegen des bitteren Geschmackes der Verbindunggewählt. Das Präparat ist übrigens ein Analogon des Sozojodols.
Anusol. Ist Jodresorcinsulfosaures Wismut. Darstellung und Formel un-bekannt, die freie Säure dürfte jedoch ein Analogon des Sozojodols sein. Wird nament-lich auf die hyperämisch'j Mastdarmschleimhaut bei Hämorrhoiden, bei Schrunden desAfters und anderen Erkrankungen der Mastdarmschleimhaut angewendet.
Suppositoria Anusoli. Kp. Anusoli 7,5, Zinci oxydati 6,0, Baisami Peru-viaui 1,5, Olei Cacao 19,0, Chguenti cerei 2,5. Fiant suppositoria No. 12.
Bismuüin. Isutan. Als Antidiarrhoicum namentlich bei Kindern empfohlen.Kanariengelbes, geruchloses, leicht süsslich schmeckendes, in Wasser unlösliches Pulver ausWisrnuttannat und Resorcin bestehend. Nähere Zusammensetzung unbekannt.
Liquor Anthracis compositum FlSCHEL. Ist eine Lösung von Steinkohlenthoerunter Zusatz von Schwefel, Resorcin und Salicylsäure.
f Itesorcinol. Eine Mischung aus gleichen Theileu Resorcin und Jodoform wirdbei gelinder Wärme (104—110° 0.) zum Schmelzen gebracht und dann erstarren ge-lassen. Man beachte, dass die U-St. die Namen „Resorcinol" als Synonym des Resorcinsauffährt.
Seebald's Haartinktur. 5 Proc. Resorcin und 3 Proc. Perubalsam werden ineinem wässerig-alkoholischen Auszuge frischer Orangenschalen gelöst (Wblleb).
Rhamnus.
Gattung der ßhaimiaceae-Rhanineae.
i. RhamnuS Cathartica L. Heimisch in der gemässigten Zone der alten Weltbis nach Nordafrika. Strauch mit eiförmigen, kerbiggesägten, gegenständigen Blättern,ans deren Achseln die mit ihrem Ende in einen geraden Dorn sich umwandelnden Zweigeentspringen. Bliithen polygam-dioecisch, vierzählig. — Liefert in den Früchten:
Fructus Rhainni catharticae (Germ.). Baccae Spinae cervlnae. Baccae do-mestlcae. — Kreuzdornbeeren. Kreuzbeeren. Gelbbeeren. Aniselbeeren. — Fruitde nerprun purgatif (Gall.). Baies de nerprnn. — Buckthorn-berries. Rheln-berry. Frenchberries. Tellow berries.
Beschreibung. Die Frucht ist eine anfänglich grüne, später dunkle, glatte Stein-frucht, deren Fruchtfleisch beim Trocknen stark runzelig zusammenschrumpft. Sie istkugelig, mit einem Durchmesser von höchstens lern, am Grunde von dem achtstrahligenKelch gestützt. Die in den vier pergamentartigen Steinkernen sitzenden Samen sindvon einer tiefen Rückenfurche durchzogen, so dass ihr Querschnitt hufeisenförmig ist.Sie enthalten ein Endosperm und in demselben den Embryo. — Sie ist frisch von unan-genehmem Geruch und schmeckt anfangs süsslich, dann ekelhaft bitter, etwas scharf. —In zahlreichen Zellen des Fruchtfleisches hat sie Inhaltskörper, die mit Alkalien blau,und besonders in den unreifen Früchten mit Eisenchlorid schwarz werden. (Vergl. Cera-tonia, Bd. I, S. 700.)
liestandtheile. Der abführend wirkende Bestandtheil ist Rhamno-emodin C 16 H 10 O 5 . Ferner verschiedene Farbstoffe: Rhamnocitrin C 13 H 10 0 5 , bildetgelbe Krystalle, die bei 221—222° C. schmelzen; Rhamnolutin C 16 H 10 0,, krystallisirt inhellen Nadeln, die bei 240° C. sich zusammenziehen und über 260° C. schmelzen;Rhamnochrysin C I3 H 12 0 7 , von orange Farbe, schmilzt bei 225—226° C; ^-Rhamno-citrin, dem Rhamnocitirin isomer, schmilzt über 260° O. Ferner hat man amorphenZucker, Pektin, Gummi, Bitterstoffe, Chlorophyll und Fett nachgewiesen.Asche bei reifen Früchten 2,80 Proc. bei unreifen Früchten 3,67 Proc.
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