Oryza.
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verändert durch den Harn ausgeschieden und kann nach Entfärbung desselben mittelsThierkohle durch die Chromsäure-Reaktion nachgewiesen werden. Orthoform kann als einwenig giftiges Antisepticum angesehen werden.
Causticum-Badal. Rp. Acidi arsenieosi, Orthoformii ää 1,0 Alkohol absoluti. Aquae** 40,0. Zu schmerzlosen Aetzungen bei Krebs.
Orthoforiuium hydrochloricnm. Salzsaures Orthoform. C.HjCOIQIfHj(CO a CH 3 ).HCl. Mol. Gew. = 203,5. Wird durch Auflösen von Orthoform in äquivalentenMengen Salzsäure erhalten. Ein gut krystallisirendes, sauer reagirendes Salz. Es eignetsich wegen dieser sauren Reaktion weder zum innerlichen Gebrauch, noch zu subkutanenRektionen.
II. Orthoform „Neu". ni-Amido-p-oxybenzofesaureinetuylester. CH^COjCH,)(l)(NH 2 ). (3). (OH)(4). Mol. Gew. = 167. Diese der vorigen isomere Verbindung ist wegenihrer grösseren Billigkeit an die Stelle der ersteren gesetzt worden. Ist von den nämlichenEigenschaften wie das gewöhnliche Orthoform, bildet farblose, bei 142° C. schmelzendeTadeln. In den Handel gelangt es als weisses, sehr feines Pulver, welches sich wenigerZusammenballt als daß vorige.
Oryza.
Gattung der Graiuineae—Oryzeae.
Oryza Sativa L. Heimisch in Indien und dem tropischen Australien, eine Varietät111 Afrika. Durch die Kultur in alle wärmeren Gegenden der Erde verbreitet, in BrasilienVerwildert. Verwendung findet die Frucht: Dieselbe wird aus den Produktionsländem(Indien) gewöhnlich in den Spelzen (Paddy), seltener ohne dieselben ausgeführt, dannvon den Spelzen und durch geeignete Maschinen auch von dem unter den Spelzen befind-lichen Häutchen (Frucht- und Samenschale und Theile der Aleuronschicht) befreit (polirt),wobei häufig auch der etwas hervorragende Embryo entfernt wird, sodass der zumGenuas gelangende Reis im wesentlichen nur aus dem Endosperm besteht.
Die „Spelzen" finden Verwendung als Packmaterial und wegen ihres reichen Gehaltesa n Kieselsäure auch als Putz- und Polirmittel. Sie sollen im zerkleinerten Zustande demKeisfuttermehl zugesetzt werden und auch zur Verfälschung von Gewürzen dienen, wosie an den charakteristischen Epidermiszellen mit geschlängelten Wänden und den ein-zelligen, dickwandigen Haaren leicht erkannt werden. Sie enthalten nach König 10,20 Proc.Wasser, 4,46 Proc. Stickstoffsubstanz, 2,16 Proc. Fett, 35,29 Proc. stickstoff-freie Extraktstoffe, 34,95 Proc. Rohfaser, 12,94 Proc. Asche. In der Asche89,71 Proc. Kieselsäure.
Das beim , ; Poliren" des Reis gewonnene Häutchen (Frucht- und Samenschale etc.)liefert die „Reisfuttermehle oder Reiskleie" für das Vieh. Es enthält nach König:!0,70—11,20 Proc. Wasser, 9,44—13,60 Proc. Stickstoffsubstanz, 7,36—14,70 Proc.p ett, 44,00—54,10 Proc. stickstofffreie Extraktstoffe, 8,00—10,00 Proc. Rohfaser,7 -90—9,00 Proc. Asche.
Der „Kochreis" besteht, wie aus Vorstehendem hervorgeht, so gut wie ausschliesslichaus dem Endosperm des Samens. Die Körner sind 5—6 mm lang, 2,5—3,0 mm breit,anglich, an den Seiten zusammengedrückt, am oberen Ende abgerundet, am unteren Endeschief gestutzt und schief ausgeschnitten (infolge Fehlen des Embryo). Die Bauchseite iste r Länge nach von einem wsissen Streifen oder einer flachen Furche durchzogen, ebensoQ1 e Seitenflächen. In den Furchen oft Reste der Haut (Silberhaut).
Die letztere besteht aus folgenden Schichten: 1) einer Epidermis aus flachen, quer-gelagerten Zellen, deren kürzere Wände buchtig sind, 2) einer Querzellenschicht auskleineren, lückig miteinander verbundenen Zellen, 3) aus ganz locker gestellten Schlauch-sellen, die sich mit den beiden vorhergehenden kreuzen.