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2 (1920)
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440
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440 Natrium carbonicum.

Speciflsclie Gewicht© wässeriger Lösungen Ton Natriumkarbonat bei 15° C

Nach Gerlach.

Proc. anNa,CO,

+10H,O

Spec. Gew.bei 15 »C.

Proc. anNa,CO,

+ioh,6

Spec. Gew.bei 15 »C.

Proc. anNa,CO,+1011,0

Spec. Gew.bei 15 °C.

Proc. anNa,CO,

+ 10H,O

Spec. Gew.bei 15 "C.

Proc. anNa,CO,

+ 1011,0

Spec. Gewbei. 15° C.

1

1,004

9

1,035

17

1,066

25

1,099

33

1,130

2

1,008

10

1,039

18

1,070

26

1,104

34

1,135

8

1,012

11

1,043

19

1,074

27

1,106

35

1,139

4

1,016

12

1,047

20

1,078

28

1,110

36

1,143

6

1,020

13

1,050

21

1,082

29

1,114

37

1,147

6

1,023

14

1,054

22

1.086

30

1,119

38

1,150

7

1,027

15

1,058

23

1,090

31

1,123

8

1,031

16

1,062

24

1,094

32

1,127

Prüfung. 1) Die wässerige Lösung (1 = 50) werde duTch Schwefelwasserstoff-wasser nicht verändert (dunkle Färbung = KupfeT, Blei, Eisen, weisse Trübung =Zink). 2) Nach dem Uebersättigen mit Salpetersäure werde sie weder durch Baryumchlo-rid (Schwefelsäure), noch durch Silbernitrat (Chlor) verändert. 3) Wird 1 g Natrium-karbonat mit Natronlauge erhitzt, so soll Ammoniakgeruch nicht wahrzunehmen sein. DasAmmoniak kann aus dem Ammoniak-Sodaprocess herrühren. 4) Man löst 20 g Natrium-karbonat in Wasser zu 500 ccm. Verdünnt man 50 ccm dieser Lösung mit 50 ccm Wasserand fügt 345 Tropfen Methylorangelösung hinzu, so sollen zur Neutralisation, d. h.bis zum Eintritt der Rotkfärbung, nicht weniger als 14 ccm Normalsalzsäurelösung erforder-lich sein, wodurch 2,002 g Na^COs + lOH^O angezeigt werden. Bei verwittertem Salz kannder Säureverbrauch merklich steigen. Die Titration ist in der Kälte auszuführen.

Anivendung, Natriumkarbonat stumpft, innerlich gegeben, die Säure des Magensab. Da es in das Blut übergeht, so macht es dieses alkalisch und wirkt infolge dessenschleimlösend, säuretilgend, harntreibend. Der Harn wird alkalisch. Man giebt es unterden gleichen Verhältnissen wie Natrium bicarbonkum, zieht aber das letztere vor. Sehrhäufig ist dagegen der Gebrauch zu Saturationen seit der Aufnahme der Potio Biveri indie Pharmakopoen.

Aeusserlich benutzt man es zu Waschungen, Augenwässern, Mund- und Qurgel-wässern, zu Inhalationen.

Natrium carbonicum siCClim (Germ.). Natrium carbonicum dilapsum (Austr.).Sodii Carbonas exsiccatus (Brit. U-St.). Gepulvertes Natriumkarbonat. GetrocknetesNatriumkarbonat.

Das Präparat wird dargestellt dadurch, dass man das reine krystallisirte Natrium-karbonat bei 2530°C. verwittern lässt, bis es sein Krystallwasser bis zu einem bestimmtenMaasse abgegeben hat. 100 Th. krystallisirtes Natriumkarbonat sollen dabei verlieren nachGerm, und U-St. = 50 Proc. Krystallwasser, nach Austr. mindestens 60 Proc. und nachBrit. 63 Proc.

Darstellung. In grossen reinen tarirten Papierbeuteln breite man das in einemporcellanenen Mörser grob zerstossene Salz in dünner Schicht aus, bemerke auf dem Beuteldas Gewicht des krystallisirten Salzes und lege ihn in Siebböden oder auf trockne Bretteran einen Ort von mittlerer Temperatur (1620° C.) fünfTago hindurch, und wende wäh-rend dieser Zeit den Beutel einige Male um. Dann bringe man den Beutel, wenn das Ge-wicht des Salzes noch nicht um die Hälfte geringer geworden wäre, in eine wärmere Atmo-sphäre (4050° C). Ist die Darstellung nicht eilig, so lässt man es am ersten Orte längerliegen, bis das Gewicht etwa die Hälfte des krystallisirten Salzes beträgt. In einem warmenporcellanenen Mörser zerreibt man die weisse pulvrige Masse und hebt sie in gut verstopftenFlaschen vor Feuchtigkeit geschützt auf. Bei der Darstellung dieses zerfallenen Salzesist zu beachten, dass das officinelle krystallisierte Salz schon bei 3435° C. in seinemKrystallwasser schmilzt.

Zur völligen Entwässerung kann man das Salz, wenn es die Hälfte seines Gewichtee«u Krystallwasser verloren hat, im Wasserbade austrocknen.