INatrium bromatum.
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torium kann man alle die für das Kaliumjodid angegebenen Methoden benutzen unterErsatz des Jods durch äquivalente Mengen Brom und des Kaliums durch äquivalenteMengen Natrium.
Eigenschaften. Ein farbloses, neutrales Salz von alkalisch-salzigem, kaum bitteremGeschmack. Es krystallisirt bei gewöhnlicher Temperatur mit 2 Mol. Wasser als NaBr-f2 H a O in schiefen, rhombischen Säulen, über 30° C. schiesst es in wasserfreien Würfeln an.Das wasserfreie Natriumbromid bedarf zur Auflösung bei 0° C. = 1,29, bei 20° C. = 1,13,bei 40° C. == 0,96, bei 60° C. = 0,9, bei 100° C. = 0,87 Th. Wasser; die gesättigteLösung siedet bei 120—121° C. In Weingeist ist das Salz ziemlich leicht löslich.
Die Pharmakopoen haben durchweg das wasserfreie Salz aufgenommen, in welchemBie jedoch einige Procente (Genn. = 5 Proc.) Wasser zulassen, das entweder als hygro-skopische Feuchtigkeit oder als Krystallwasser zugegen sein kann. Das krystallisirte SalzNaBr + 2H,0 enthält 25,9 Proc. Krystallwasser. Chlorwasser scheidet aus der wässerigenLösung des Natriumbromids Brom aus, welches von Chloroform mit gelbbrauner Färbunggelöst wird. Die Anwesenheit des Natriums wird durch die gelbe Flammenfärbung er-kannt, welche auftritt, wenn man ein Körnchen des Salzes auf dünnem Platindrahte ineine nicht leuchtende Flamme bringt.
Prüfung. 1) Bringt man ein Körnchen auf dünnem Platindrahte in die nichtleuchtende Flamme und betrachtet die gelb gefärbte Flamme durch ein Kobaltglas, so darfeine rothe Flammenfärbung entweder gar nicht oder nur ganz vorübergehend beobachtetwerden (Kaliumbromid). 2) Befeuchtet man eine kleine Menge zerriebenes Kaliumbromidauf einer weissen Porcellanplatte mit etwas verdünnter Schwefelsäure, so darf nicht sogleichGelbfärbung zu beobachten sein (Natriumbromat NaBrO,). 3) Fügt man zu der wässerigenLösung (1 = 20) 1—2 Tropfen Phenolphthalcinlösung, so darf keine deutlich rothe Färbungauftreten (Natriumkarbonat). 4) Die wässerige Lösung (1 = 20) darf durch Schwefelwasser-stoffwasser nicht verändert werden. Dunkle Färbung würde wahrscheinlich von Kupferoder Blei herrühren. Entsteht in der durch einige Tropfen Salzsäure angesäuerten wässe-rigen Lösung (1=20) durch Baryumchlorid eine Trübung, so ist Natriumsulfat zu-gegen. 5) Versetzt man lOccm der 5procentigen Lösung mit 1 Tropfen Ferrichloridlösungund alsdann mit etwas Stärkelösung, so darf keine blaue FäTbung von Jodstärke auftreten,anderenfalls istNatriumjodid zugegen. 6) Ein Eisengehalt wird nachgewiesen, indem manzu 20 cem der wässerigen Lösung (1 = 20) 0,5 cem Ferrocyankaliumlösung zufügt; es darfalsbald keine blaue Färbung auftreten. Da das Eisen auch als Bromür zugegen seinkann, so müssen andere 20 cem durch Erhitzen mit einigen Tropfen konc. Salpetersäurezunächst oxydirt und nach dem Erkalten gleichfalls mit Kaliumferrocyanid geprüft werden-7) Da das Brom des Handels stets etwas chlorhaltig ist, so muss ein geringer Gehalt anNatriumchlorid zugelassen werden, doch soll derselbe 1 Proc. nicht übersteigen. Die Prü-fung auf Natriumchlorid wird maassanalytisch ausgeführt: Man macht etwa 5 g zerriebenesNatriumbromid durch mehrstündiges Austrocknen bei 105° C. zunächst völlig wasserfreiund stellt eine wässerige Lösung dar, welche genau (!) 3,0 g Natriumbromid in 100 cementhält. Von dieser Lösung bringt man 10 cem in ein Erlenmeyer-Kölbchen, verdünnt mitetwa 30 cem Wasser, setzt 3—4 Tropfen Kaliumchiomatlösung zu und lässt unter Bewegenso viel '/„(-Normal-Silbernitratlösung zulaufen, bis eine bleibende Böthung vorhanden ist.Hierzu sollen nicht mehr als 29,3 cem 1 / 10 -Normal-Silbernitratlösung verbraucht werden.Hierdurch wird ein Gehalt von rund 0,8 Proc. Natriumchlorid zugelassen. Würden mehrals 29,3 cem '/„j-Normal-Silbernitratlösung verbraucht werden, so würde dies durch einenhöheren Gehalt an Natriumchlorid verursacht sein.
Aufbewahrung. Das Bromnatrium zieht aus der Luft Feuchtigkeit an und mussdeshalb in mit Glasstopfen gut verschlossenen Flaschen aufbewahrt werden.
Anwendung. Das Natriumbromid hat die gleichen physiologischen Wirkungen wiedas Kaliumbromid. Während jedoch letzteres bei längerem Gebrauch infolge der Kaliwir-kung Herzschwäche erzeugt, ruft das Natriumbromid bei gleicher Wirksamkeit diese Er-