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2 (1920)
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427
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Naphtholum.

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klare Filtrat mit 1 ccm Chloroform. Bei Gegenwart von Abastroi nimmt letzteres gelbeFärbung an. Wird der Chloroformauszug verdunstet und der gelbe .Rückstand mit einigenTropfen koncentrirter Schwefelsäure befeuchtet, so tritt Grünfärbung ein.

/J-Naphtholdisulfosaurcs Aluminium. Alumnol. (Ergänzb.) [C, 0 II s (0I0S0 a l 9 . AI,= 1392. Die Darstellung erfolgt, indem man /J-Naphtholdisulfosaures Baryum mit Alu-miniumsulfat umsetzt und das Filtrat zur Trockne verdampft.

Farbloses oder schwach-röthliches, nicht hygroskopisches Pulver, in Wasser leicht,in Alkohol schwerer löslich, auch löslich in Glycerin, unlöslich in Aether. Die Lösungenin Wasser und in Alkohol zeigen blaue Fluorescenz, die durch Zusatz von Alkalien ver-stärkt wird. Die wässerige Lösung reagirt sauer und wird durch Ferrichlorid blau gefärbt.

Wirkt antiseptisch und adstringirend und wird in 0,52proc. Lösung zum Ausspülenvon Körperhöhlen, auch bei Gonorrhoe und die 4proc. zu Spülungen des Auges an-gewendet.

/?-Naphlliolkarbonnt. 0-Naphtholnm carbonicum. Kohlensäure-/?-Naplitliylester.C0 3 (C 10 Il7)s = 314. Wird durch Einwirkung von Kohlenoxychlorid (Phosgen CO Cl 2 ) auf/S-Naphtholnatrium erhalten.

Atlasglänzende, farblose, in Wasser unlösliche, in Alkohol schwer lösliche Blätt-chen, Schmelzp. 176°. Wird an Stelle des /?-Naphthols als Darmantisepticum empfohlen,da es nicht kratzend schmeckt und nicht reizend wirkt.

Bcnzonaphtliolum. Benzoesäure-/?-Naphtliolester. /S-Naphthylbenzoat. Ben-zoate de naplithol ß (Gall.) C 6 1I 6 C0 2 . C, 0 1I, ==248. Wird dargestellt durch ErhitzenTon 25 Th. /f-Naphthol mit 27 Th. Benzoylchlorid (C 6 H 5 COCl) während »/» Stunde auf170° C. im Sandbade. Das Reaktionsprodukt wird zunächst dreimal mit 2proc. Natronlaugegewaschen, dann aus siedendem Alkohol umkrystallisirt.

Farblose, bei 107°C. schmelzende Nadeln, in Wasser schwer (1:10000) löslich,leicht löslich in Alkohol und in Chloroform, schwer löslich in Aether. Wird im Darmein Benzoesäure und /S-Naphthol gespalten und deshalb als Darmantiseptikum empfohlen.Tagesgaben für Erwachsene bis zu 5,0 g, für Kinder bis zu 2 g.

Bydroiiaphtliol, ein von Amerika aus inscenirtes Präparat, angeblich ein Reduk-tionsprodukt des Naphthols, hat sich als ein plumper Schwindel, nämlich" als unreines/2-Naphthol erwiesen.

^-Naphlholmnclisäureester. Lactonaphthol. Lactol. CII 3 CH . (0II)C0 2 C 10 H,= 210. Zur Darstellung lässt man auf ein Gemisch molekularer Mengen von /J-Naph-tholnatrium und Natriumlactat Phosphoroxychlorid bei 120130° C. einwirken, wäscht dasReaktionsprodukt mit Wasser und krystallisirt es aus heissem Alkohol um.

Farblose, in Wasser unlösliche, in Alkohol lösliche Krystalle. Wird in Gaben vontäglich 1 g als Darmantisepticum, besonders bei Kindern angewendet.

tl)ijod-/?-Naphthol. C 10 H 8 J s 0, = 412. Eine dem Aristol (s. Bd. I, S. 382) analogeVerbindung. Zur Darstellung lässt man auf eine alkalische Lösung von /}-Naphtholeine wässerige Lösung von Kaliumjodid bei Gegenwart von Natriumhypochlorit einwirken.

Grünlichgelbes, schwach' nach Jod riechendes Pulver, unlöslich in Wasser, leichtlöslich in Alkohol und in Aether. Erhitzt, zersetzt es sich unter Ausstossung von Jod-dämpfen. Wird an Stelle des Jodoforms als Antisepticum verwendet und zwar in Sub-stanz als Pulver oder in 1020proc. Salbe.

U. AIpha-Naphtholum. a-Naphthol. Naphthol a (Gall.). Naphthylol. a. C 10 1I, .011.Mol. Gew. = 144.

Darstellung. Lässt man auf Naphthalin rauchende Schwefelsäure bei 8090° C.einwirken, so wird vorzugsweise a-Naphthalinsulfosäure gebildet. Man stellt durch Sättigenmit Calciumkarbonat das Calciumsalz dieser Säure dar, führt es durch Umsetzung mitNatriumkarbonat in das Natriumsalz über und erhält aus diesem durch Schmelzen mitNatronhydrat das a-Naphthol-Natrium.

Eigenschaften. Farblose, glänzende, phenolartig riechende Nadeln; Schmelzpunkt96° C, Siedepunkt. 278280° C. Das spec. Gew. ist bei 4° C. = 1,224. In kaltemWasser ist a-Naphthol wenig löslich, reichlicher in siedendem Wasser, leicht löslich inAlkohol, Aether, Chloroform und Benzol. Es sublimirt schon in massiger Wärme leichtund ist mit Wasserdämpfen reichlich flüchtig. In der wässerigen Lösung erzeugt Ferri-chloridlösung einen zunächst weissen, aber bald violett werdenden Niederschlag von a-Di-naphthol. Chlorwasser erzengt in der wässerigen Lösung einen weissen Niederschlag, dersich in Ammoniak mit bläulicher Farbe löst. Mischt man 1 ccm einer 1 procentigenZuckerlösung mit 2 Tropfen einer 20 procentigen alkoholischen Lösung von a-Naphthol, soerhält man eine trübe Flüssigkeit Giebt man zu dieser Flüssigkeit 12 ccm koncentrirte