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Naphtholum.
Epicarin. /^Oxynaphtliyl-o-Oxy-in-Tolnylsärirc.
Kleinere Mengen des reinen Produktes lassen sich ans dem Epiearm-vctcrinariumdurch Umkrystallisiren desselben aus Eisessig: erhalten. Da die Krystalle aber Krystall-Eisessig enthalten, müssen sie entweder auf 120°C. erhitzt oder nochmals aus Alkohol, Ben-«ol oder Wasser umkrystallisirt werden.
Die reine Verbindung stellt farblose Nadeln dar, schwerlöslich in heissem Wasser,Eisessig, Benzol, Chloroform, leicht löslich in Alkohol, Aether und Aceton. Sie ist eine£0 g starke Säure,- welche Kohlensäure und Essigsäure aus ihren Salzen
C,H S —OH austreibt. In Oclen ist es — mit Ausnahme von Olivenöl — nicht
^"CIIj — C 10 H,.OH. löslich, doch lassen sich ölige Lösungen unter Zuhilfenahme vonEpicarin wenig Aether oder Aceton darstellen, desgl. Salben mit Vaselin
oder Lanolin. Schm.-P. 199° C. Die alkoholische Lösung giebt mit Ferrichlorid intensivblaue Färbung. Mit koncentrirter Schwefelsäure entsteht eine rothbraune Lösung mitlebhaft grüner Fluorescenz. Durch Schütteln mit Kalilange und Chloroform entsteht gelb-liche Trübung, welche später in Gelbgrün übergeht. — Die Alkalisalze des Epicarins sindin Alkohol löslich, das Natriumsalz ist in Wasser wenig löslich.
Epicarin ist ein starkes Gift für Hautparasiten, dagegen für Warmblüter, soweit dieErfahrungen bis jetzt reichen, ungefährlich. Innerlich bei Warmblütern ein starkes,nicht reizend wirkendes Antisepticum, welches zum grössten Thcil unverändert durch denHarn wieder abgeschieden wird. Aeusserlich nach Kaposi ein sicher wirkendes Mittelbei Scabies, Herpes tonsurans maculosus und Prurigo, nach Fbick auch bei der Sarkoptes-Käude der Hunde.
Epicarin-Nntrinm. C 10 H e (OH). CIL, — C e H 3 (OH) C0 2 Na. Das Natriumsalz derreinen Verbindung. Ist ein starkes Antisepticum, hebt in 1 proc. Lösung die Hefegahrungauf und in alkalischor Lösung die Entwickelung des Bacterium coli.
Epicarinum veteriuarlum. Das der reinen Verbindung entsprechende, etwas un-reinere Präparat; ein etwas rötliliclies Krystallpulver, zum Gebrauche in der Veterinär-Medicin bestimmt, namentlich bei der Sarkoptes-liäude der Hunde.
Gnguentum Epicarini contra geabtan) Kaposi.
Kp. Epicarini 10,0
UnguenÜ atmplicia 100,0.
Ungnentnm Epicarini contra prnrlginem Kaposi.
Ep. Epicarini 10,0
Olei Jecoris 5,0Vaselini flavi 15,0.
Ungnentnm contra Iierpetom KaposiKp. Epicarini 15,0
Saponis kaiin) 200,0Zinci oxydati 10,0.
Bei Ilerpes tonsurans maculosus.Vet. Solutio Epicarini.
Kp. Epicarini 100,0
Olei Ricini 100,0Spiritus 1000,0.
Gegen Sarkoptes-Itäude der Hunde. Dreimal inZwischenräumen Ton je 5 Tagen mittels einerBürste einzureiben.
Beta-Naphthol-Natrium. /?-Nnphthol-Natrium. Mikrocidin. C, 0 H,.ONa = 166.
Zur Darstellung löst man in einer koneentrirten Lösung von 4 Tb. reinem, kohlensäure-freiem Natronhydrat 15 Th. Naphthol und dampft diese Lösung thunlichst rasch und unterthimlichstem Abschluss von Luft zur Trockne. Weisses, unter Einwirkung von Licht undLuft sich leicht veränderndes Pulver, löslich in 3 Th. Wasser. Aus dieser Lösung wirddurch Säuren /?-Naphtbol abgeschieden. Vor Licht geschützt aufzubewahren.
Die wässerige Lösung ist nicht ätzend, unschädlich für die Instrumente, wenig giftig,dagegen angeblich 20mal stärker antiseptisch als Karbolsäure. Aeusserlich zum Ver-bände inficirter Wunden 0,5:100,0 Wasser, zum Ausspülen von Körperhöhlen 0,3:100,0.
/?-Saphtholsulfosaurcs Calcium. Abastroi. Asaprol. [C 10 H 6 (/?)0II(a)S0 3 l 2 . Ca-j-3II. 2 0 = 540. Zur Darstellung werden 10 Th. ^-Naphthol mit 8 Th. konc. Schwefel-säure im Wasserbade erwärmt, bis sich die Masse klar im Wasser löst. Man verdünntmit Wasser, neutralisirt mit einem Ueberschuss von Calciumkarbonat und dampft dasFiltrat zur Trockne.
Ein weisses, bis schwach-rötbliches, neutrales Pulver, löslich in 1,5 Th. Wasser oderin 3 Th. Alkohol. Die wässerige Lösung wird durch Zusatz von Ferrichlorid blau gefärbt
Das Präparat wirkt antiseptisch und wird innerlich in Gaben von 1—4 g bei Rheu-matismus, Gicht, Typhus empfohlen. In Frankreich soll es dem Weine als Konservirungs-mittel zugesetzt werden.
Nachweis im Wein. Man schüttelt 50 cem Wein mit 1 com koncentrirterSchwefelsäure und 25 g Bleisuperoxyd 5 Minuten lang, filtrirt alsdann und schüttelt das