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Myrtülus.
der Abkochung vielfach den Vorzug; derselbe bietet in den Fällen, wo es auf die Tannin-wirkung ankommt, einen vollgültigen Ersatz für die französischen Rothweine und verdientals einheimisches Erzeugniss um so mehr Beachtung, als er als reiner unverfälschter Natur-wein gelten darf. Siehe auch: Elixir Myrtilli.
Die Verwendung frischer Heidelbeeren im Haushalt ist bekannt. Der frische Saftwird vielfach dem Kothwcin zur Verbesserung der Farbe zugesetzt
Extrnctum Myrtillorum. Man lässt den frisch gepressteu Saft bis zur Zerstörungder Pektinstoffe gähren, filtrirt und dampft zu einem dicken Extrakt ein.
Extrnctum Myrtilli IYintermtz, Myrtillin. Getrocknete Heidelbeeren werden,mit Wasser Übergossen, über gelindem Feuer gekocht, bis der gesammte Farbstoff gelösterscheint und die Masse noch dünnflüssig ist. Man seiht durch ein engmaschiges Haarsieb,wäscht mit heissem Wasser nach und kocht zur Sirupdicke ein. Zur Erhöhung der Halt-barkeit soll ein Zusatz von Salieylsäure (0,2 g auf 1 1) gemacht werden. Prof. Wintermtzempfiehlt das Extrakt bei Erkrankungen der Schleimhäute, besonders aber bei Hautkrank-heiten, mykotischen Ekzemen, Brandwunden, Schuppenflechto. Man trägt es mit einemPinsel auf und legt Watte darüber oder bestreut mit ReismehL
Sirupus Myrtillorum wird aus den frischen Beeren wie Sirup. Cerasi (Band I,S. 698) bereitet.
Sncciis e fruetn Myrtilli (Gall.). Succus Myrtillorum. Suc d'airelle ebensowie Succus Cerasi (Band I, S. 699).
Succus Myrtilli inspissatus (Diet.). Heidelbeersaft. Heidelbeersalse. 1000gfrische Beeren erhitzt man in einer Porcellanschale 1 Stunde im Wasserbade, presst aus,erhitzt nochmals 1 Stunde mit 500 g Wasser, presst wiederum, kocht die vereinigten Flüssig-keiten mit 100 g Zucker auf, seiht durch und dampft zu einem dicken Extrakt ein. Aus-beute etwa 240 g.
Tinctnra Myrtilloram. Bad. Erg. Taxe. Ans 1 Th. trocknen Beeren und 5 Th.verdünntem Weingeist durch Digestion.
Viiinm Myrtilli. Heidelbeerwein. Nach E. Dieteetch: 100 kg Heidelbeerenwerden mit Wasser abgewaschen, mit 2 g Nelken, 4 g Zimmt, je 10 g Fliederblüthen undIngwer, 2 kg ungeblauter Raffinade zerquetscht und nach 2 Tagen ausgepresst (Saft I).Den Rückstand mischt man mit einer dem erhaltenen Saft gleichen Menge Wasser undpresst nach 24 Stunden wiederum (Saft H). Je 30 1 Saft I, 10 1 Saft II, 10 1 Wasser,10 kg ungeblaute Raffinade, 60 g rohen, gepulverten, rothen Weinstein lässt man in einemFasse regelrecht vergähren, füllt in ein frisches Fass, zieht im ersten Frühjahr klar ab undfüllt zum Herbst auf Flaschen. — Nach Gkaftian: 20 1 Saft lässt man mit 40 kg Honigvergähren — sonst ebenso.
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9.
Elixir Myrtilli compositum.Ileidelbeer-Elixir.
100,0
ää 3,0
300,0
10,0
8,0
50,0
8,0
1,0
10,0
100,0
0,2.
Fruct. Myrtilli sicc.
Cortic. Cascarülae conc
Cortic. Cinnamomi conc.
Radic. Colombo conc.
Aquae fervidae
Folior. Mentha© pip.
Acidi tannici
Spiritus
Pepsini
Acidi hydrochloric.
GJycerini
Vtni rubri optira.
Saccharin!
Man digenrt 1 'f, Stunde im Wasserbade, lügt 3hinzu, presst nach 24 Stunden aus, ergänzt auf300,0 und mischt mit 3. Kindern theelöffelweisemit Salepschleim.
Meyer'i Choleralikör.Rp. Fruct. Myrtilli sicc. 10,0
Cortic. Aurantii fruct. 30,0
Cortic. Cinnamomi 80,0
Rhizom. GalangaeRhizom. Zedoariae ää 6,0
Fruct. Cardamomi min. 2,5Spiritus 1200,0
Aquae 1400,0.
Man digeriit 5 Tage, presst, filtrirt und fügt hinzuSirupi Sacchari 500,0.
Sirupus Hyrtlllornm compositum.Sirupus adstringens Joubert.Kp. Fruct. Myrtilli sicc. 100,0Fiorum Rosae 20,0
Cort. Aurantii fructRadic. Caryophyllat.Rhiz. Arnieae ää 10,0
Aquae fervidae 400,0
Spiritus 50,0.
Man digerirt 24 Stunden, presst. filtrirt und bringt400,0 Filtrat mit
Sacchari 600,0
cum Sirup.Bei Durchfall kleiner Kinder theelöffelweise,
Snppositoria Myrtilli.
Rp. Extracti Myrtillor. 30,0
Kalii carbonici 3,0
Aquae destillat 7,0
Olei Cacao 60,0
Zn 30 Stuhlzäpfchen. Täglich 2 Stück einzuführen
Rp.
Man ISsst 8 Tage absetzen and filtrirt.
Weinfarbe.
Extracti Myrtillor.
100,0
Aluminis pulr.
2,0
Vini rubri
850,0
Spiritus
50,0