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2 (1920)
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421
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'Seihteigeririrt den

Myrtillus.

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Ifägelbadefliissigkcit. Eine Mischung aus 4,0 g Myrrhentinktur, 5 Tropfen Schwefel-säure, 125 g dest. Wasser, in welche man die mit Bürste und Seife gereinigten Nägel kurzeZeit eintaucht.

Pflaster, poröses, stärkendes von Allcock, ist ein durchlöchertes Kautschuk-pflaster, dessen Ueberzug aus Burgunder Harz, Weihrauch, Myrrhe und Terpentinöl be-steht (Hager).

Wund- und Magenbalsam, Ungarischer, von Seehofer. Eine weingeistige, ver-süsste Tinktur aus Aloe, Catechu, Myrrhe, Safran, Zimmt, Zittwerwurzel.

Oleum Myrrhae, Myrrhenöl. Das bei der Destillation der officinellen Myrrhein einer Ausbeute von 2,58,5 Proc. erhaltene ätherische Oel ist dickflüssig, von gelberbis grünlicher Farbe und besitzt den charakteristischen Geruch der Myrrhe. Spec. Gew.0,9881,007. Drehungswinkel (100 min-Rohr)67 bis90°.

Das aus der Bisabol-Myrrhe erhaltene ätherische Oel ist dünnflüssig und hell-gelb. Bei einem Destillate wurde das spec. Gew. 0,8836 bei 24° und der Drehungswinkel(100 mm-Rohi) 14« 20' beobachtet

Myrtillus.

P und

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mtöl.usöl.itirt.

Vaccinium Myrtillus L. (Familie der EricaceaeTaccinioldeaeVaccinieae).

Circumpolar in den nördlichen und gemässigten Gegenden. Bis 50 cm hoher Strauch mitkrautigen, sommergrünen, eiförmigen, kerbig gezähnten Blättern. Stengel scharfkantig.Die gestielten Blüthen einzeln in den Blattwinkcln, mit kugeliger, kfugförmiger, grünlicher,röthlich überlaufener Krone. Früchte blauschwarz.Verwendung finden:

1. Die Blätter: Folia Myrtilll. Hcidelbeerbiattcr selten ihres Gerbstoff-gehaltes wegen.

Extractum Myrtilll foliorum flnidum. Aus fein gepulverten Heidelbeerblätternwie Extract. Frangulae fluidum (Band I. S. 1181).

2. Die Früchte:

Fructus Myrtilll (Ergänzb. Helv.). Baccae Myrtillorum. Myrtilla. Heidel-beeren. Blaubeeren. Bickbeeren. Besinge. Gandelbeeren. Baies d'AirelleMyrtille (Gall). Myrtille. Baies de myrtille. Bilberries. Blue-berrles.

Beschreibung. Die Beere ist erbsengross, kugelig, 45 fächerig, vielsamig, blau-schwarz, bereift, an der Spitze mit einer kleinen, vom Kelchsaum umgebenen vertieftenScheibe.

Besta ndthelle nach Koenig: WasBer 78,36 Proc., Stickstoff Substanz 0,78 Proc,freie Säure 1,66 Proc, Zucker 5,02 Proc, sonstige stickstofffreie Stoffe 0,87 Proc,Holzfaser und Kerne 12,29 Proc, Asche 1,02 Proc. In der Trockensubstanz: Stick-stoffsubstanz 3,60 Proc, Zucker 23,28 Proc. Der Farbstoff ist in Wasser löslich,die Lösung wird durch Säuren roth, durch ätzende Alkalien grün. Alaun giebt einen rothenNiederschlag.

Einsammlung. Die Heidelbeeren werden zur Zeit der Reife, im Juli und August,gesammelt, an der Sonne getrocknet und in Holzkästen auf der KräuterkammeT aufbewahrt.ßl /i Th. frische geben 1 Th. trockne. Bei geringem Verbrauch ist eine öftere Besichtigungder Vorräthe geboten, wenn man sie nicht eines Tages von Insektenlarven zerstört vor-finden will. Man beugt derartigen Verlusten vot, wenn man die Beeren vor dem Einfüllen'n die Vorrathsgefässe einen Tag in einer Aetheratmosphäre verweilen lässt.

Anwendung. Die Heidelbeeren sind ein wegen ihres Gerbstoffgehaltes seit langeTZeit allgemein gebrauchtes Volksmittel; man wendet sie bei Durchfall, Ruhr etc., gewöhnlichin der Form der Abkochung, an. Neuerdings verwendet man sie zu Mundausspülungenbei Leukoplakien im Munde (200 g Fruct. Myrtill. mit 1500 g Wasser auf 750 g eingedampft.)Sie sollen schmerzstillend wirken. Die Wirkung schreibt man dem lokal anästesierendenFarbstoff zu. Seit man aus ihnen einen haltbaren Wein darstellt, giebt man diesem vor