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2 (1920)
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391
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Microscopii adjuinenta.

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form schöner Sphärokrystalle. Es ist in Wasser löslich. Wenn man einen Schnitt, derInulin enthält, mit lOproc. alkoholischer a-Naphthol-Lösung betupft, dann einen Tropfenkoncentrirter Schwefelsäure zugiebt und nach Bedecken mit dem Deckglase gelinde er-wärmt, so entsteht Violettfärbung (Zuckerreaktion).

5. Zucker: Man verwendet die soeben genannte Reaktion, die Rohrzucker, Milch-zucker, Glukose, Lävulose und Maltose anzeigt, aber auch aus Glukosiden abgespaltenenZucker, sowie manche Proteinstoffe, Kreatin und Vanillin.

Zum Nachweis von Glukose (aber auch Lävulose und Laktose) bringt man nichtzu dünne Schnitte zuerst in koncentrirte Lösung von Kupfersulfat, spült dann mit Wasserab und bringt in eine siedende Lösung von 10 Seignettesalz und 10 Aetzkali in 10 Wasser.In den zuckerhaltigen Zellen scheidet sich Kupferoxydul aus.

Rohrzucker reducirt die Kupferlösung selbst bei gelindem Kochen nicht, erst beilängerem Kochen tritt infolge deT Bildung von Invertzucker Reduktion ein. — Zumdirekten Nachweis von Rohrzucker bringt man die Schnitte kurze Zeit in koncentrirteLösung von Kupfersulfat, schwenkt in Wasser ab und überträgt in eine zum Sieden er-hitzte Lösung von gleichen Theilen Aetzkali und WasseT. Innerhalb der zuckerhaltigenZellen tritt , eine himmelblaue Färbung ein. (Junge Zellmembranen werden häufig eben-falls blau.)

6. Aleuronkörner: Es ist in den meisten Fällen nothwendig, das Fett aus den Samendurch Extraktion der Schnitte mit Aether oder Benzol zu entfernen. — Da die Körner vielfachtheilweise in Wasser löslich sind, beobachtet man sie zunächst in Glycerin, Alkohol oderfettem Oel (in welchem die Globoide dann wie Vakuolen im Korn erscheinen). — Um siegegen Lösungsmittel (Wasser) zu fixiren, legt man die Schnitte einige Zeit in alkoholischeSublimat- oder Pikrinsäurelösung.

Für die Sichtbarmachung der einzelnen Theile der Körner (Membran, Grundmasse,Globoide aus dem Calcium- und Magnesiumsalz einer gepaarten Phosphorsäure mit orga-nischem Paarung, Krystalloide, Krystalle von Calcium Oxalat) ist Folgendes zu beachten:Die Grundmasse löst sich in Wasser oder lOproc. Kochsalzlösung oder 10proc. Natrium-karbonatlösung, stets in verdünnter Kalilauge, verdünntei Ammoniakflüssigkeit und phos-phorsaurem Natron (besonders zu empfehlen). Die Hüllmembran bleibt für längere Zeitungelöst, sie sichtbar zu machen, ist Behandeln mit Kalkwasser empfohlen. Die Kry-stalloide sind in Wasser unlöslich, ebenso in phosphorsaurem Natron, löslich in verdünnterKalilauge. Sie färben sich, wie das ganze Korn, mit Jod gelb bis braun, mit Eosin roth(nach Fixirung mit Sublimat [vergl. oben], mit Osmiumsäure (1:100) gewöhnlich schön braun.Die Globoide treten bei der Beobachtung in Oel als Vakuolen hervor, sie sind unlöslichin verdünnter Kalilauge, löslich in lproc. Essigsäure, koncentrirter Lösung von Natrium-phosphat, in Pikrinsäure (damit gehärtete Schnitte [vergl. oben] lassen also an Stelle derGloboide Löcher erkennen). Wenn man Schnitte, die entfettet, dann mit 1 proc. Kalilaugeund Wasser behandelt sind, glüht, hinterlassen die Globoide schöne weisse Aschenskelette.Die Oxalatkrystalle sind in den bisher angewendeten Flüssigkeiten unlöslich, ferner inkoncentrirter Essigsäure, löslich in Salzsäure ohne Gasentwicklung.

7. Gerbstoffe: Eisensalze (Ferrichlorid in wässriger, besser in ätherischer Lösung,Eisenacetat), geben eine blau- oder grünschwarze Färbung. Osmiumsäure (1:100) färbtbraun bis schwarz. Lebende gerbstoffhaltige Zellen speichern Methylenblau (1:500000).Kaliumbichromat erzeugt in den Zellen, die Gerbstoff führen, eine hellbraune bis schwarz-braune Fällung die in Wasser unlöslich ist. Man legt die zu untersuchenden Schnitte 1 bismehrere Tage in die koncentrirte Lösung von Kaliumbichromat, wäscht dann aus undschneidet.

8. Fette Oele: Unlöslich in kaltem und heissem Wasser, fast immer unlöslich inAlkohol, löslich in Aether, Chloroform, Petroläther, Schwefelkohlenstoff. Osmiumsäure(1 :100) färbt braun bis schwarz. Alkannin färbt roth. (Man versetzt eine Lösung vonAlkannin in absolutem Alkohol mit dem gleichen Volum Wasser und filtrirt. AetherischaOele und Harze werden auch roth, sind aber in Alkohol löslich.)