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2 (1920)
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370
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Melissa.

Emplastrnm Meliloti compositum.I.

Ep. Emplastri Meliloti

Emplastri Ammoniaei ää.

II. Nach E. Dietekich.Ep. Emplastri Meliloti 68,0

Sebi benzoünati 10,0

Terebinthinae 5,0

Llquatig adde:

Florum Chamomill. pulv.Radicis Altbaeae pulv.

Rhizom. Iridis puiv. ää 5,0

Croci pulverati 2,0.

Man rollt in Stangen aus und umhüllt mit Stanniol.

Oleum Meliloti E. Dieterich.

Oleum Meliloti coctum b. infusum.

Melilotenöl.

Ep. Herbae Meliloti pulv. 100,0

Spiritus (90proe.) 75,0

Liquor. Ammonii caust 2,0

Olei OliTarum 1000,0.

Bereitung wie bei Oleum Belladonnae Dieterich

Band I, S. 472, I.

Beruhigungsmittel für zahnende Kinder von M. v. Schack in Berlin sind Säckchen,die 2,0 Pflanzenpulver, hauptsächlich Steinklee, enthalten. 2 Säckchen = 1M. (Karlsruh.Ortsg.-Rath.)

Melissa.

Gattung der Labiatae — StachyoMeae — Melissinae.

I. Melissa Officinalis L. In Europa, Nordafrika und im Orient, vielfach zumArzneigebrauch und als Bienenfutter kultivirt. Aufrechtes, ästiges Kraut vom Habitus derLabiaten, Blüthen in blattwinkelständigen armblüthigen Scheinwirteln mit eiförmigenDeckblättern. Blumenkrone zweimal länger als der Kelch, zuerst gelblich, dann weiss.Liefert:

Folia Melissae (Austr. Germ.). Poliuin Melissae (Helv.). Melissa (U-St). HerbaMelissae citratae. Herba Citronellac. — Melissenblätter. Citronen-Melisse. Honig-blume. — Feuille de m^lisse. Plante fleurie de melisse officinalc ou de citronellefGall.). 1 ) Blüm. Bahn Leaves.

Beschreibung. Die Blätter sind langstielig, breit eiförmig,gekerbt, an der Basis abgestutzt oder herzförmig, in der Blüthen-region in den Blattstiel verschmälert (Fig. 33). Epidermiszellen derBlattoberseite buchtig, ohne Spaltöffnungen, die der Unterseite tiefwellig mit Spaltöffnungen. Unter der Oberseite eine Schicht vonPalissaden. Das Blatt trägt folgende Trichome: 1) Auf der Unter-seite 4—6 zellige Gliederhaare mit schlanker Spitze, die unterstenZellen oft warzig. 2) Ebenfalls auf der Unterseite kleine Driisen-haare mit einer Stielzelle und zweizeiligem Köpfchen, dessen Zellenüber einander stehen. 3) Ebenfalls kleine Driisenhaare mit einerscheibenförmigen Stielzelle und 1- oder 2zellägem Kopf, dessenZellen im letzteren Fall neben einander stehen. 4) EbensolcheDriisenhaare mit 4—8zelligem Kopf. 5) Auf beiden Blattseitenkurze, gebogene 1—2zeliige Haare mit stark warziger Oberfläche.Sie sind für die Melisse charakteristisch.

Bestandtheile. 0,1—0,25 Proc. ätherisches Oel (vergl.unten), Gerbstoff, Harz etc.Verwechslungen. Nepeta Cataria L. var. citriodora hat beiderseits weich-haarige, theilweise Bogar filzige Blätter. Dracocephalum moldavica L. Blätter läng-lich-lanzettlich, tief und stumpf gesägt. Melissa officinalis L. var. hirsuta Benth. haigrössere, herzförmige, zottig behaarte Blätter von schwächerem Geruch.

Einsammlung und Aufbewahrung. Die Melissenblätter werden zur Zeit derBlüthe, nach Germ, von der angebauten Pflanze, gesammelt, im Schatten getrocknet, undgeschnitten in gut verschlossenen Blech- oder Glasgefässen aufbewahrt. Austr. lässt denVorrath jährlich erneuern. 4 Theile frische geben fast einen Theil trockne.

Flg. 33. Melissenblatt.

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l ) Citronelle ist auch die französische Bezeichnung für Herba Abrotani.

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