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2 (1920)
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Melilotus.

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Gehöröl von C. Chop in Hamburg: 2 g Oajeputöl, 16 g Provenoeröl (2,80 M.).

Gehöröl von S. Fischeh in Grub: Mischung aua Oajeput- und Mandelöl.

Gichtbalsam, indischer, von Reichelt, besteht aus Cajeputöl, Alkohol undHicinusöl.

Zahnsehmerztropfen, Dobberaner: Aether, Cajeputöl, Opiumtinktur ää.

Zahntinktur von L. Wündram (Tooth Ache-Drops): Cajeputöl, Rosmarinöl, Pfeffer-miniöl je 1 Th., absol. Alkohol l /, Th.

Zahntropfen von Davidson: 1 Th. Nelkenöl, 3 Th. CajeputöL

Melilotus.

Gattung der Papllionaceae — Trifolieae.

I. Melilotus OfficinaÜS DeSrOUSSeaUX. Heimisch in ganz Europa und Asienbis Sibirien, zuweilen kultivirt. Stengel bis 1 m hoch. Blätter dreizählig, langgestielt,mit verkehrt-eiförmigen oder verkehrt-lanzettlichen, stumpfen oder gestutzten, kurz stachel-spitzigen, scharf gezähnten Blättchen. Nebenblätter lanzettlich, pfriemlich, ganzrandigund 1—2zähnig. Die gelben Blüthen in blattwinkelständigen, lockeren Trauben. Flügelder Blumenkrone so lang wie die Fahne und länger als das Schiffchen. Hülse stumpf-eiförmig, querrunzlig, gelb oder hellbraun.

Die Epidermis der Blättchen beiderseits mit Spaltöffnungen und dreizelligen Haaren,deren Endzelle lang, dickwandig und knotig ist, und mit kleinen Köpfchenhaaren. Aufder Epidermis der Antheren Cuticularstacheln. In den Blättern reichlich Oxalatkrystalle.ßiecht angenehm nach Cumarin, schmeckt schleimig-bitterlich und etwas scharf.

II. MelÜOtUS alflSSimus ThlllÜer. Heimisch in Europa mit Ausnahme der nörd-lichen Theile, ebenfalls in Asien bis Sibirien und China. Blüthen ebenfalls gelb, Flügel undSchiffchen so lang als die Fahne. Hülse schwärzlich. Sonst wie die vorige.

Beide liefern:

Herba Meliloti (Austr. Germ.). Herba Meliloti citrini. Summitates Meliloti.— Steinklee. Steinkleekraut. Bärenklee. Honigklee. Minutenklee. Schotenklee.Mallotenkraut. — Sommitß fleurie de nielilot (Gall.). — Melilot.

Die Pharmakopoen führen als Stammpflanze nur I auf.

Bestandtheile. Cumarin C 9 H 6 0 2 , an Melilotsäure C,H 10 0 3 gebunden, Meli-lotol C 9 H 8 0 2 , flüchtiges Oel, Harz etc, Asche 6,15 Proc.

Verivechslungen kommen vor mit dem-Kraut von Melilotus vulgaris Willd.mit weissen Blüthen und Melilotus dentatus Willd., mit gelben, geruchlosen Blüthen,die Flügel der Blüthe kürzer als die Fahne.

Einsammlung und Aufbewahrung. Man sammelt die Blätter und blühen-den Zweige im Juli, auch im August, von den 2jährigen Pflanzen, indem man sie von denStengeln abstreift, Stengel- und Zweigstücke entfernt, dann trocknet und in dichtver-schlossenen Blechbüchsen oder in Glassgefässen vor Licht geschützt aufbewahrt. 4 Th.frisches Kraut geben 1 Th. trocknes.

Anwendung. Ein nur noch wenig beachtetes Mittel, das fast ausschliesslich zurDarstellung eines Pflasters und als Bestandtheil von Kräuterkissen und erweichendenKräutern Anwendung findet.

Aqua s. Hydrolatum Meliloti (Gall.). Eau distillöe de melilot. Steinklee-wasser. Aus lUOO g Kraut und q. s. Wasser destillirt man mittels Dampf 4000 g über.

Emplastrum Meliloti. Steinkleepflaster. Melilotenpflaster. Ergänzb.: 4Th.gelbes Wachs, jo 1 Th. Terpentin und Olivenöl schmilzt man im Dampfbade und mischt2 Th. feingepulverten Steinklee unter die halberkaltete Masse. — Austr.: Je 200,0 Colo-phonium und Olivenöl, 400,0 gelbes Wachs schmilzt man, vermischt mit einer Lösung von50,0 auf nassem Wege gereinigtem Ammoniakgummi in 125,0 venetianischem Terpentin undrührt nach dem Erkalten eine Mischung aus 800,0 gepulvertem Steinklee und je 20,0 Wer-rnuth, Kamillen und Lorbeeren darunter. — E. Dieterich: genau wie Empl. Belladonna»Biet. (Bd. I, S. 471. I.)

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