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2 (1920)
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Mel.

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bez. 1 Th. Wasser auf, klären die Lösung durch Erwärmen mit Filtrirpapier, filtriren unddampfen das Filtrat zum Sirup von 1,33 spec. Gew. ein. Einen schönen gereinigten Honigerhält man nach folgender Vorschrift:

1000 Th. Honig werden mit 2000 Th. Wasser bis fast zum Sieden erhitzt, hierzu20 Th. mit Wasser angerührte kolloidale Thonerde (sog. Patent-Thonerde aus der chemi-schen Fabrik Goldschmieden bei Deutsch-Lissa) zugesetzt, zur Abstumpfung der Säure eineKleinigkeit mit Wasser angeriebenes Magnesiumkarbonat zugegeben, und das Ganze ineinem Topfe zum Absetzen bei Seite gesetzt. Die klar filtrirte Flüssigkeit wird mit einigenTropfen Essigsäure angesäuert und schliesslich bis zum spec. Gewicht 1,33 eingedampft.Der so gereinigte Honig ist hellgelb und blank.

Setzt man kein Magnesiumkarbonat hinzu, so reisst die Thonerde nicht alle trübendenBestandtheilo nieder, säuert man das Filtrat vor dem Eindampfen nicht mit Essigsäure an,so fällt der Honig dunkel aus, weil schon schwache Basen beim Erwärmen den Honig,bez. die Lävulose, verändern.

Eigenschaften^ Eine klare gelbbräunliche, dicke sirupartige Flüssigkeit vonangenehmem honigartigem Geruch und Geschmack und vom spec. Gew. 1,33. Die Prüfungerfolge nach den unter Honig angegebenen Methoden.

Mit gleichviel 90procentigem Weingeist gemischt, soll der gereinigte Honig eine fastklare Mischung geben, durch Ferrichloridlösung und mit Gerbsäurelösung kaum violettgefärbt, auch durch Kaliumferrocyanidlösung nicht verändert werden. Er darf wederalkalisch noch stark sauer reagiren. Eine schwach säuerliche Reaktion findet mangewöhnlich.

Anwendung. Obgleich der Honig kein Medikament ist, wenigstens nicht mehrwie der Zucker, so hat er sich dennoch im Arzneischatz erhalten. Man hält ihn innerlichgenommen für ein mildes Laxativum und Antiphlogisticum, äusserlich als ein die Geschwürereif, die Haut weich und zart machendes, die Wunden heilendes Mittel. Meist dient erals ein angenehmes Vehikel der Arzneikörper.

Aqua Mellis.

Honey- Water.

Bp. Mellis depurati 60,0

Boracis 10,0

Spiritus Rum 100,0

Aquae Rosae 600,0

Aquae Aurantii florum 200,0

Tincturae Quillajae 50,0.

Ceratum Mellis.

Honigpflaster.

Rp. 1. Emplastri Plumbi compositl

2. Cerae flayae ää 20,0

3. Mellis 20,0

Man schmilzt 1 Und 2 im Wasserbade und rührtS darunter.

Gargarisma emolliens.Gargarisme emollient (Gall.).Ep. Mellis 50,0

Decocti Hordei excortieati 6,0 : 250,0.

Rp.

Hjdromel siinplex.

Mellis depurati 20,0Aquae 180,0.

Oxymel Simplex (Austr. und Germ. I).

Rp. Aceti (6 Proc.) 100,0Mellis depurati 200,0.Zum Sirup einzudampfen.

Sapo mellitus.Honig-Seife.

Ep. Saponis kalini 100,0

Mellis depurati 10,0

Parfüm ad libitum.Soll die Haut zart und weich erhalten.

Schweizer Alpenhonig von Dr. Eschmanm. Enthält 22 Proc. Feuchtigkeit, 15 Proo.Honig, 10 Malzextrakt und 62 Proc. Kohlehydrate. Diese bestehen aus Zucker, Dextrinund Stärke und sind jedenfalls entstanden durch Einwirkung von Malzauszug aufStärkekleister.

Honig-Meth. Man löst 15 kg Honig in 50 Liter Wasser, kocht kurze Zeit auf,lässt erkalten und setzt Weinhefe zur Gährung zu. In einen Beutel eingeschlossen hängtman in die Flüssigkeit ein: eine zerstossene Muskatnuss, 15,0 g grob zerstossenen ZimmLNach beendigter Gährung lässt man 3 Monate auf dem Fasse liegen.

LCck's Gesundheits-Krauterhonig. Mellis 1500,0 werden mit Succi Sorborumrecentis und Aquae 400,0 erhitzt und abgeschäumt. Die Kolatur wird mit Viru 400,0vermischt. Mit diesem Gemisch werden Radicis Gentianae, Rhizomatis Iridis florentinae je25,0, Radicis Carlinae 75,0, Herbae Mercurialis 36,0 und Herbae Anchusae sowie HerbaePulmonariae arboriae je 18,0 digerirt. _

Türkischer Honig. Guter Rohrzucker wird mit Wasser zu einem dicken Breiangerührt und unter Zusatz von etwas Weinsäure durch Erhitzen auf 80—90° C. invertirt.Nach dem Wiederabstumpfen der Säure wird der Brei mit einem Dekokt der Seifenwurzelgründlich durchgearbeitet, dann setzt man etwas Honig zu und lässt erkalten.