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2 (1920)
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337
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Magnesium tartaricum.

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bis sich das Magnesiumthiosulfat in Krystallen abgesondert hat und nnr noch 2030 Th.Mutterlauge abgegossen werden können. Ausbeute ca. 70 Th. Die Krystalle werden ge-sammelt und durch Drücken zwischen Lagen Fliesspapier abgetrocknet.

Eigenschaften. Kleine, luftbeständige Krystalle von unangenehmem Geschmack,löslich in zwei Theilen Wasser, unlöslich in Weingeist.

Prüfung. Das Magnesiumthiosulfat, mit verdünnter Chlorwasserstoffsäure Über-gossen, giebt unter Freiwerden von schwefliger Satire eine von ausscheidendem Schwefeltrübe werdende Lösung. Es ist genügend thiosulfalthaltig, wenn eine Lösung von 1,0 desSalzes eine Lösung von 0,5 Jod in Jodkaliumlösung entfärbt.

Aufbewahrung wie vom Magnesiumsulfit angegeben ist

Anwendung. Diese ist dieselbe, wie die des Magnesiumsulfits, es soll aber diesemin der Wirkung nachstehen. Es ist bisher wenig in den Gebrauch gekommen.

Magnesium tartaricum.

Magnesium tartaricum. Magnesiumtartrat. Magnesia tartarica. Wein-saure Magnesit*. C 4 H 4 0 6 Mg + 4EL.O. Mol. Gew. = 244.

Darstellung. 100 Th. Weinsäure werden in 1000 Th. destillirtem Wasser gelöst.Zu der auf dem Wasserbade erhitzten Lösung bringt man nach und nach soviel Magnesium-karbonat (ca. 60,0 Th.), als zur Neutralisation erforderlich ist. Die neutrale FlüssigkeitwiTd noch heiss filtrirt, durch Abdampfen koncentrirt und entweder durch Abkühlen zumKrystallisiren gebracht, oder auf dem Wasserbade zur Trockne verdampft.

Eigenschaften. Weisses luftbeständiges Pulver ohne Geruch, von erdigem, spätermildsalzigera Geschmack, bei 15° C. in 130 Th. Wasser löslich, während das saure Salznur 55 Th., das basische Salz dagegen 4100 Th. Wasser zur Lösung bedürfen. Ver-dünnte Essigsäure oder Salzsäure lösen das Salz leicht. Die essigsaure Lösung giebt mitKaliumacstat einen weissen, krystallinischen Niederschlag von Kaliumbitartrat, darf aberweder durch Oxalsäure, noch durch Schwefelwasserstoff oder Schwefelammonium verändertwerden. Beim Erhitzen schwärzt sich das Salz, beim fortgesetzten Glühen hinterlässtss schliesslich einen weissen, lockeren Bückstand, der an Wasser kein Alkali abgeben darfund sich in Schwefelsäure klar auflösen muss.

Das hier beschriebene, in Wassei massig schwer lösliche Salz ist die Magnesia tartaricaBademachek. Bademacher empfahl das Magnesiumtartrat in Gaben von 0,5 bis 1,02,0 gin Pulverform bei Milzleiden. In stärkeren Gaben bewirkt es vermehrten Stuhlgang.

Magnesium boro-tartaricum. 100,0 Weinsäure in 300,0 destillirtem Wasser gelöstwerden mit gebrannter Magnesia (26,0) neutral gemacht, dann mit 44,0 Borsäure versetztand im Dampfbade unter Umrühren eingetrocknet.

Magnesium-Kalium Doro-tartaricuin. 100,0 Tartarus boraxatus, gelöst in 500,0destillirtem Wasser, werden allmählich mit 20,0 gebrannter Magnesia versetzt, nach einstün-diger Maceration filtrirt und durch Abdampfen im Wasserbade zur Trockne gebracht.

Magnesium-Kalium tartaricum. 100,0 gepulvertes Kaliumbitartrat und 10,5 ge-brannte Magnesia werden mit 35,0 kaltem destillirtem Wasser gemischt und mehrere Tagean einen kalten Ort gestellt, bis die Mischung in eine krystallinische Masse übergegangenist. Zu Pulver zerrieben wird sie in Glasflaschen aufbewahrt.

Liquor Magnesii-Kalii tartarici. 17,5 Kaliumbitartrat und 2,0 gebrannte Magnesiawerden mit 80,0 kaltem destillirten Wasser gemischt und nach geschehener Lösung filtrirt.Das Filtrat wird durch Zusatz von Wasser bis auf 100,0 gebracht. Es enthält 25 Pro*wasserhaltige« Magnesium-Kaliumtartrat. Ex tempore zu bereiten!

Potu» laxatlvus Garot. Pulvis aerophorns enm Magnesia.

.. , n __ Pulvis Magnesiae tartaricun.

Limonade purgative de Garot. f

Rp. Acidi tartanciEp. Magnesii-Kalii borotartanci S0,0 Sacchari albi ää 15,0

Natrii bicarboniciMagnesii subcarbonld ää 10,0

Olei Citri gtt IIX

Acidi citrici

2,0Sirupi Citri 60,0

Aquae destillatae 300,0.

Täglich 12mal einen halben Tassentopf voll.

Detur ad vitrum.

Handb- d, pnann. Praxis. 11.

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