Lithium salicylicum.
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Lithium salicylicum.
Lithium salicylicum (Germ. Helv.). Lithii Salicylas (U-St). Salicylate delithine (Gall.). Lithonum salicylicum. Salicylsaures Lithium. Lithiumsalicylat.C,H 6 0,Li. Mol. Gew. = 144.
Darstellung. In eine geräumige, völlig saubere Porcellanschale giebt man 10 Th.feingepulvertes LitMumkartonat, sowie 38 Th. Salicylsäure und rührt diese mit so viel60—70 Th.) warmem destillirten Wasser an, dass die Mischung einen Brei "bildet. Es er-folgt sogleich unter Entwickelung von Kohlensäure die Salzbildung, welche man durchErwärmen im Wasserbade auf ca. 60° C. unterstützt. Wenn alles Lithiumkarbonat gelöstist, entnimmt man eine Probe, verdünnt diese mit Wasser und prüft mit Lackmuspapier.Die Reaktion muss schwach, aher deutlich sauer sein. Ist dies nicht der Fall, so giebtman noch so viel Salicylsäure hinzu, dass die Reaktion schwach sauer ist. Alsdann filtrirtman die Lösung durch einen Bausch Ashest, der mit Salzsäure ausgezogen ist, oder durcheisenfreies Filtrirpapier, und dunstet sie auf dem Wasserbade hei etwa 60° O. ein. DenSalzrückstand trocknet man im Trockenschranke vollständig aus.
Um ein farbloses Lithiumsalicylat zu erzielen, muss die Neutralisation des Lithium-karbonats so geleitet werden, dass man eine schwach saure (!), nicht alkalische Lösungerhält, ausserdem muss Eisen bei der Darstellung sorgfältig fern gehalten werden, endlichmuss das Eindunsten der Lösung bei nicht über 60° C. erfolgen.
Eigenschaften. Ein farbloses oder einen schwachen Stich ins Röthliche zeigendes,krystallinisches Pulver ohne Geruch, welches sich unter dem Mikroskop als aus nadeiför-migen Krystallen bestehend erweist, in etwa 1 Th. Wasser oder 1 Th. Weingeist löslich.Die wässerige Lösung reagirt schwach sauer (nur saure Lösungen der Alkalisalicylatohalten sich farblos, alkalische Lösungen färben sich durch Aufnahme von Sauerstoff ausder Luft) und schmeckt wie diejenige des Natriumsalicylates ekelhaft süsslich.
Die wässerige Lösung (1=20) scheidet auf Zusatz von Salzsäure ein weissesKrystallmagma von freies Salicylsäure aus, welches sowohl in Aether als auch in ge-nügenden Mengen heissen Wassers löslich ist. Noch in starker Verdünnung wird diewässerige Lösung durch wenig Eisenchloridlösung blauviolett gefärbt (Reaktion derSalicylsäure).
Beim Erhitzen verkohlt das Salz; es hinterbleibt schliesslich ein im wesentlichenaus Lithiumkarbonat bestehender Rückstand, dessen Lösung in Salzsäure die nicht leuch-tende Flamme prachtvoll karminroth färbt. — Das genügend ausgetrocknete Lithium-salicylat enthält kein Krystallwasser.
Prüfung. 1) Das Lithiumsalicylat selbst sei farblos; die 20procentige Lösungdesselben sei farblos oder schwach gelblich und färbe sich nach einigem Stehen höchstensschwach röthlich, nicht deutlich roth. Rothfärbung kann von Eisen herrühren, indessennehmen alkalische Präparate Rothfärbung auch ohne Gegenwart von Eisen an. Man halteLösungen des Salzes nicht vorräthig. — 2) Von konc. Schwefelsäure werde es ohne Auf-brausen (Lithium karbonat) und ohne Färbung (Kohlehydrate und fremde organische Bei-mengungen) aufgenommen. — 3) Die 5procentige Lösung darf durch Schwefelwasserstoff-wasser (Metalle) und durch Baryumnitratlösung (Sulfate) nicht verändert werden. —Versetzt man 2 Volumen der 5procentigen Lösung mit 3 Volumen Weingeist und säuertmit Salpetersäure an, so darf die klare Lösung durch Zusatz von Silbernitratlösung nichtgetrübt werden (Chloride). — 4) Wird der Verbrennungsrückstand von 0,3 g Lithium-salicylat in 1 ccm Salzsäure aufgenommen und die flltrirte Lösung zur Trockne verdampft,8 ° muss der verbleibende Rückstand in 3 ccm Weingeist klar löslich sein. Abscheidungschmieriger Massen würde auf Kaliumchlorid, solche krystallinischer Massen auf Natrium-ohlorid hinweisen.
Aufbewahrung. In gut verschlossenen Gefässen. Reine Präparate von schwachsaurer Reaktion sind gegen Lichteinwirkung nicht empfindlich.
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