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Lithium jodatum.
Kühlung zu 20 Th. konc. Schwefelsäure von 95 Proc. HjSO^, ferner 4 Th. Salzsäure von25 Proc. HCl. Man neutralisirt diese Flüssigkeit mit Natriumkarbonat bis sie nur nochganz schwach sauer ist. Dann neutralisirt man 1 Th. Lithiumkarbonat mit Citronensaft,fügt die Lösung zur ersten, dampft ein und granulirt. Das fertige Präparat hat folgendeZusammensetzung: Natriumsulfat Na 2 S0 4 27,5 Proc, Natriumchlorid NaCl 1,6 Proc, Natrium-eitrat C„H 6 0,Na 3 67,0 Proc, Lithiumeitrat CaHuOjLij, 1,9 Proc.
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Lithium jodatum.
f Lithium jodatum (Ergänzb.). Lithonum jodatum. Jodure de lithium.Litliii Jodiduin. Lithiumjodid. Jodlithium. Li J. Mol. Gew. = 134.
Darstellung* 1) Man neutralisirt 10 Th. Lithiumkarbonat mit Jodwasserstoff-säure, so dass die Lösung neutral oder ganz schwach alkalisch ist, wozu man ca. 138 Th.von 25 Proc. HJ oder 346 Th. von 10 Proc. HJ gebraucht. Die filtrirte Lösung wird zurTrockne verdampft und der Eückstand bei 100—105° C. nachgetrocknet, schliesslich so-gleich in trockene, gut zu verschliessende Gefässe gebracht. — 2) Das Lithiumjodid kannauch in gleicher Weise wie das Lithiumbromid aus Eisen und Jod mit Lithiumkarbonatdargestellt werden (s. S. 301). Man wendet in diesem Falle an 127 Th. Jod, 33 Th. Bisen-pulver, 300 Th. destillirtes Wasser und 38 Th. Lithiumkarbonat. Ausbeute 134 Th.
Eigenschaften. Ein weisses, an der Luft zerfliesslich.es, geruchloses Krystall-pulver von bitterlich-salzigem Geschmacke und neutraler oder sehr schwach alkalischerReaktion, in Wasser und in Weingeist sehr leicht löslich. — Das Salz ertheilt deT nichtleuchtenden Flamme eine karminrothe Färbung; auch die weingeistige Lösung verbrenntmit der nämlichen rothen Flamme. Wird die wässerige Lösung (1 = 20) tropfenweise mitChlorwasser versetzt und mit Chloroform geschüttelt, so färbt sich dieses violett.
Prüfung. 1) Das Salz sei farblos, nicht gelb gefärbt. Damit es sich farblos er-hält, giebt man ihm zweckmässig eine schwach alkalische Reaktion. — 2) Die wässerigeLösung (1 = 50) werde weder durch Baryumnitratlösung (Sulfate), noch, nach Zusatzvon Ammoniakflüssigkeit, durch Schwefelwasserstoffwasser (Metalle) oder Ammonium-oxalatlösung (Kalksalze) verändert, noch färbe sie nach Zugabe verdünnter Schwefel-säure Chloroform, welches mit der Mischung geschüttelt wird, violett (freies Jod, von zer-setzten oder jodsäurehaltigen Präparaten herrührend). — 3) Werden 0,3 g Lithiumjodidin 1 com Wasser und 1 cem verdünnter Schwefelsäure gelöst, so muss die Flüssigkeit aufZusatz von 5 cem Weingeist klar bleiben (Ausscheidung würde von Kalium- oderNatriumsulfat herrühren). — 4) Löst man 0,2 g des bei 100° C. getrockneten Lithium-jodides in 2 cem Ammoniakflüssigkeit und versetzt unter Umschütteln mit 16 cem 1 \ w -Normal-Silhernitratlösuug, so darf das Filtrat nach Uebersättigung mit Salpetersäure inner-halb 10 Minuten weder bis zur Undurchsichtigkeit getrübt (Chloride), noch dunkelgefärbt erscheinen. Die dunkle Färbung würde von Schwefelsilber herrühren und dadurcherklärt werden, dass dem Lithiumjodid, um eine Gelbfärbung desselben zu beseitigen oderzu verhindern, Natriumtkiosulfat zugesetzt worden ist.
Aufbewahrung. In kleinen, dicht geschlossenen Gefässen, vor Feuchtigkeit thun-lichst geschützt, vorsichtig.
Anwendung. Das Lithiumjodid wird in Gaben von 0,2—0,4 g mehrmals täglichbei Gicht und harnsaurer Diathose angewendet.
Jod-Lithiumwasser des Dr Ewich in Köln a/Rh. besteht aus rund 0,5 Lithium-chlorid, 1,0 Kaliumjodid, 0,5 Calciumchlorid, 0,75 Natriumkarbonat, 1250,0 kohlensauremWasser, Alle Salze wasserfrei.