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2 (1920)
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Linum.

trockneten Schwefel erhitzt man in einem geräumigen, eisernen oder irdenen Gefässe mit600 Th. Leinöl unter beständigem Rühren auf höchtens 130° C. (Thermometer am Spatelbefestigen!), bis die Masse gleichmässig geworden ist und eine herausgenommene Probebeim Erkalten glänzend schwarzbraun bleibt und keinen Schwefel mehr auskrystallisirenlässt. Ueberhitzung ist zu vermeiden; es entsteht dann unter Aufschäumen eine zäheMasse, die sich nur unvollkommen und trübe in Terpentinöl löst; durch vorsichtigesSchmelzen ist sie bisweilen wieder brauchbar zu machen. Während des Kochens halteman einen passenden Deckel bereit, um bei etwaiger Entzündung der Masse die Flammesofort ersticken zu können. Ausbeute etwa 670 Th. Dient lediglich zur Darstellung de»Oleum Terebinthinae sulfuratum (s. dort).

Aquarium-Cement. Je 30 Th. Bleiglätte, feiner Sand und Gipspulver, 10 Th. Colo-phoniumpulver und q. s. Leinölfirniss.

Fensterkitt. 100 Th. Schlämmkreide, 30 Th. Bleiweiss, 15 Th. Gurjunbalsam, q. s.Leinölfirniss. Man färbt mit Mennige, Ocker, Caput mortuum etc.

Gusseisen-Schutz. 1 Th. Graphit, 4 Th. Bleisulfat, 1 Th. Zinksulfat, 16 Th.Leinölfirniss.

Künstlicher Kautschuk. Man erhitzt Leinöl bis zur Butterkonsistenz und ver-mischt mit Schellack. Die Masse soll sich mit Schwefel vulkaniseren lassen.

Linoleum, Korkteppich. Leinöl wird durch Einblasen von überhitzter Luft inoxydirtes Leinöl, d. h. eine zähe, gallertartige Masse verwandelt. Diese wird mittelsbesonderer Maschinen unter Erwärmen mit Korkpulver gemischt. Diese Mischung wirdauf ein Gewebe aus Jute aufgewalzt. Nach längerem Trocknen kann das Linoleum nochgefärbt oder bedruckt werden.

Siccativ. a) bleihaltliges. 1000,0 Leinölfirniss I, II oder m erhitzt man mit20,0 gepulvertem Bleizucker 4 Tage im Wasserbade, setzt 200,0 Terpentinöl zu und lässtabsetzen. b) bleifreies. 1000,0 Leinölfirniss V versetzt man mit 2,0 rauchenderSalpetersäure, schüttelt öfter, fügt nach 1 Stunde 100,0 Terpentinöl hinzu und lässt absetzen.

Vernisium Lini. Vernix Lini. Oleum Lini oxydulatum. Leinölfirniss.a) bleihaltiger. I. 30 Th. geschlämmte Bleiglätte, 15 Th. Zinkvitriol, 1000 Th. altesLeinöl werden gekocht, bis alle Feuchtigkeit verdampft ist. LT. 20 Th. geschlämmte Blei-glätte, je 10 Th. Mennige und Bleizucker und 1000 Th. Leinöl erhitzt man 2 Stunden auf etwa120° C. und lässt absetzen, b) bleifreier: III. 1000 Th. Leinöl von 50° O, 1,5 rauchendeSalpetersäure (Vorsicht!), c) manganhaltiger. IV. 1000 Th. Leinöl, 2 Th. Mangansuper-oxydhydrat (Rückstand von der Chlorbereitung mittels Chlorkalklösung gefällt) erhitzt man, bisdas Oel Dämpfe ausstösst. V. 1000 Th. Leinöl, 3 Th. Kaliumpermanganat in 70 Th. Wassergelöst, mischt man, setzt nach 24 Stunden 2 Th. rohe Salpetersäure zu, schüttelt und lässtabsetzen. Das zur Bereitung von Firnissen zu verwendende Leinöl muss in dünner Schichtan einem lauwarmen Orte in wenigen Tagen zu einer nicht klebrigen Haut eintrocknen.

Stempelfarbe für Metallstempel, zum Stempeln des Fleisches in Schlachthäusern.Hierzu eignet sich Carmin oder Zinnober mit Leinölfirniss angerieben.

Wachstuch, Wachsleinwand, nennt man Gewebe, die durch Ueberzüge von Firnis»und Oelfarbe undurchlässig für Wasser gemacht sind.

Wasserdichter Kitt, a) bleihaltig. Je 50 Th. Mennige und Bleiglätte, je 25 TU.Gips und Caput mortuum mischt man mit Leinölfirniss zur knetbaren Masse und erwärmteinige Stunden im Dampfbado in verschlossenem Gefäss. Unter Wasser aufzubewahren. b) bleifrei. Je 50 Th. präcip. Schwerspath, gebrannten Gips und Zinkweiss mischtman und macht mit bleifreiem Siccativ zur Masse. Jedesmal frisch zu bereiten.

Cataplasma emolllens (Gall.).Leinmehlumschlag. Cataplasme defarine de lin.Bp. Seminis Lini pulveratiAquae äa q. s.

mischt man und dampft bis zur geeigneten Kon-sistenz ein.

Charta Ternicea.Gefirnisstes Papier.

Geleimtes, holzfreies Papier bestreicht man mitLeinölfirniss und trocknet an der Luft.

Emplastrnm sulfuratum.Emplastr. nigrum Eeohholz. Emplastr.

Diasulfuris Ruland.Ep. 1. Colophonii 30,0

2. Asphalti

3. Myrrhae

4. Ammonäaci

5. Galbani U 7,5

6. Terebir »hinae 12,5

7. Olei Lini sulfurati

8. Olei Terebinth. sulfurati 12,5

9. Camphorae tritae 2,5.Man schmilzt 1, mischt mit der geschmolzenen

Mischung von 26 und fügt 79 hinzu.Fllegenleim.Bp. Olei Lini q. s.Man kocht das Oel in einem eisernen Gefässe, bises sich entzündet und lässt es brennen, bis eineProbe Fäden zieht. Man fügt etwas gelbes Wachshinzu und verdünnt, wenn nöthig, mit Terpentinöl.Lack für Bllderrahnieu.Ep. Olei Lini

Spiritus äa 120,0

Aetheris

Terebinth. venet. ää 15,0.Lederschmiere.Leder-Konservirungspasta (Vomacka).Rp. Olei Lini

Saponis zincici Zinkseife) ää.löst man unter Erwärmen.