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Kalium — Kali.
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Whig schmilzt. Dann giesst man die flüssige Masse in eine Schale von Silher, lässt unterVerkeilung des Schaleninhaltes im Innern der Schale erstarren und Dringt die noch heissenKrusten in vorgewärmte, gut zu verschliessende Gläser. Bei allen Arheiten mitschmelzenden Alkalien oder konc. Alkalilaugen schätze man die Augendurch einen Kneifer mit Fensterglas oder eine Schutzbrille!
Weisse, krystallische Stücke, im übrigen von den Eigenschaften des folgenden, nur
noch reiner als dieses. . .
Prüfung. An dieses Präparat sind mit Rücksicht darauf, dass es nur zu wichtigenund schwierigen analytischen Trennungen verwendet wird, die schärfsten Anforderungenz u stellen:
1) Man löst in einer Platinschale 5,0 g in 10 ccm Wasser, säuert mit Essigsäuredeuffich an, macht mit Ammoniak schwach alkalisch, fügt Wasser bis zum Gesammtvolumvon ca. 100 ccm hinzu, erwärmt im Wassorbade ca. »/. Stunde, bis nur noch schwacherGeruch nach Ammoniak vorhanden ist (vergl. Band I, S. 242 und 332 sub 6) und lasstalsdann mehrere Stunden bei gewöhnlicher Temperatur absetzen. Es darf sich kerne Ab-scheidung von Flocken (Thonerde) zeigen. - 2) Die sub 1 erhaltene Lösung oder dasRitrat derselben werden weder durch Ammoniumoxalat (Calcium, Baryum) noch durchNatriumphosphat (Magnesium) getrübt, noch durch Schwefelammoraum verändert (schwere
Metalle, z B Eisen) — 3) 5 g werden in einer Platinschale in Wasser gelöst, diese Lo-sung wird mit Salzsäure übersättigt und zur Trockne verdampft. Der Ruckstand wirdalsdann 1 Stunde auf 150° C. erhitzt. Er muss in salzsäurehaltigem Wasser klar löslich«ein (Trübung = Kieselsäure). — 4) 6,0 g werden in einem Becherglase in ca. 200 ccmWasser gelöst und mit Salzsäure angesäuert. Die Lösung wird halbirt. Die eine Hälftedarf durch Schwefelsäure (Baryumverbindungen), die andern durch Baryumchlorid(Schwefelsäure) nicht verändert werden. Die Reaktionen sind in den siedenden Flüssig-keiten auszuführen, die Beobachtung ist nach 6 stündigem Stehen bei gewöhnlicher Tem-peratur zu wiederholen. — 5) Die mit Salpetersäure angesäuerte Lösung (1:20) soll aufZusatz von Silbernitrat nur sehr schwach opalisiren. Ein sehr geringer Chlorgehaltist zuzulassen, weil die Darstellung absolut chlorfreier Präparate fast unmöglich ist. —6) 50 g Kalihydrat werden in 200 ccm Wasser gelöst. Zu dieser Lösung giebt man je5 g arsenfreiea Zinkpulver sowie Ferrum Hydrogenio reductum und destillirt, indem mandas Ablaufrohr in 10 ccm einer ca. lproc. Schwefelsäure eintauchen lässt (Apparat s. Bd. I,S. 258), bei kleiner Flamme etwa 20 ccm ab. Die in der Vorlage befindliche Flüssigkeitwird mit dem zu prüfenden Kalihydrat alkalisch gemacht, dann mit 2 ccm NBSSLEn'schemReagens versetzt. Es darf nur eine geringe gelbliche Opalescenz, nicht deutliche gelbrotheFällung auftreten (Salpetersäure und Salpetrige Säure s. S. 170). — 7) 5 g Kali-hydrat geben mit 30 g Alkohol von 0,83 Bpec. Gew. eine klare und farblose Lösung (Ka-liumkarbonat und andere Kalisalze).
Dieses Präparat ist in der Regel nicht wasserfreies Kalihydrat, sondern enthält vondiesem nur etwa rund 75 Proc. neben 25 Proc. Wasser, weil beim anhaltenden Schmelzendieser Verbindung im Silberkessel (zum Zwecke völliger Entwässerung) der Silberkesselstark angegriffen und das Präparat durch Silber verunreinigt werden würde.
Anwendung. Zur therapeutischen Anwendung ist diese Sorte zu theuer; mangiebt sie nur zu chemischen Zwecken ab und auch dann nur, wenn der Besteller aus-drücklich die Lieferung des thunlichst reinen Präparates verlangt und sich bereit erklärthat, den hohen Preis dafür zu zahlen.
t Kalium hydricum e Kalio metalllco. Kalihydrat aus metallischem Kalium.Wird durch Zersetzen von metallischem Kalium mittels destillirtem Wasser und Koncen-tration der Lösung bis zum ruhigen Schmelzen des Rückstandes dargestellt. Es ist dieallerreinste Sorte (100 g = 20 M.) und wird nur nach ausdrücklicher Vereinbarung wie .das vorige abgegeben.
2) f Kalium hydricum alcohole depuratum. Diese Sorte ist das Präparat derPharmakopoen und unter folgenden Namen ofiicinell: Kalium hydroxydatum (Austr.).Kali causticum fusum (Genn.). Kalium hydricum (Helv.). Potasse caustiquea Palcool (Gall.). Potassa caustica (Brit.). Potassa (U.-St.).
Darstellung. Um ein von Kaliumkarbonat, Kaliumchlorid und Kaliumsulfat"^glichst freies Kaliumhydroxyd zu erhalten, löst man 1 Th. des folgenden Präparats(Kali causticum depuratum) in 4 Th. Alkohol von 96 Proc. und überlässt die alkoholischeLösung im gut geschlossenen Gefässe solange der Ruhe, bis sie sich vollständig geklärt