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2 (1920)
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113
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Ichthyolnm.

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Eine rothbraune, klare, sirupdicke Flüssigkeit von brenzlichem Geruch und Geschmack,beim Erhitzen unter starkem Aufblähen eine Kohle gebend, welche bei fortgesetztem Glühenohne Bückstand verbrennt. Die klare Mischung von Ichthyol mit Wasser röthet blauesLackmuspapier schwach. In Weingeist, sowie in Aether löst sich Ichthyol nur theilweise,vollständig jedoch in einer Mischung beider zu gleichen Kaumtheilen, nur zu einem kleinenTheile in Petroleumäther.

Die wässerige Lösung (1 = 10) lässt, mit Salzsäure vermischt, eine dunkle, harz-artige Masse fallen, welche in Aether, sowie in Wasser löslich ist, aus letzterer Lösungaber durch Zusatz von Salzsäure oder Kochsalz wieder ausgeschieden wird. Mit Kali-lauge erwärmt, entwickelt Ichthyol Ammoniak; diese Mischung hinterlässt nach dem Ein-trocknen und Glühen eine Kohle, welche beim Uebergiessen mit Salzsäure den Geruch nachSchwefelwasserstoff verbreitet.

Beim Eintrocknen im Wasserbade soll das Ichthyol höchstens 50 Procent seinesGewichtes verlieren. Im allgemeinen beträgt der Wassergehalt bez. Trockenverlust etwa45 Proc.

Dieses Präparat ist zu dispensiren, wenn Ichthyol schlechthin ver-ordnet wird.

Natrium SUlfoichthyol'lCUm (Ergänzb.). Natrium-Ichthyol. Natrium sulfo-ichthyolat. Ichthyolsulfosaures Natrium. C S9 H a6 S. (SO,Na) a . Mol. Gew. = 610 (?).

Dieses Präparat wurde früher als Ichthyol schlechthin verstanden. Es kommtebenfalls nicht im wasserfreien Zustande, sondern als extraktähnliche Masse in denHandel. Seine Darstellung erfolgt durch Neutralisation der freien Ichthyolsulfosäuremit Natronlauge.

Braunschwarze, theerartige Masse von brenzlichem Gerüche, beim Erhitzen unterAufblähen eine alkalisch reagirende Kohle gebend, welche die Flamme stark gelb färbtund bei fortgesetztem Glühen zu einer Asche verbrennt, deren wässeriger, mit Salpeter-säure übersättigter Auszug durch Baryumnitratlösung sofort stark getrübt wird. Wasserlöst das Natrium-Ichthyol zu einer etwas trüben, dunkelbraunen, grünschiUernden, nahezuneutralen Flüssigkeit auf. In Weingeist, sowie in Aether löst es sich nur theilweise, da-gegen voUständig und klar mit tiefbrauner Farbe in einer Mischung beider, ebenso inBenzol, kaum in Petroleumbenzin. Die wässerige Lösung scheidet beim Uebersättigenmit Salzsäure eine dunkle Harzmasse auB, die, nach dem Absetzen von der überstehendenFlüssigkeit getrennt, sowohl in Wasser als auch in Aether löslich ist, aus ersterer Lösungaber durch Zusatz von Salzsäure oder von Natriumchlorid wieder abgeschieden wird.Beim Erwärmen mit Natronlauge soll Natrium-Ichthyol einen Geruch nach Ammoniak nichterkennen lassen (Unterschied von dem Ammonium-Ichthyol). Der Wassergehalt des Prä-parates beträgt 25-30 Proc, die Bestimmung desselben erfolgt durch Eintrocknen überSchwefelsaure, am besten im Vacuum-Exsikkator.

r W a Lit / h j" m j 3 ulf0ichth y°"'C"'n. Ichthyolsulfosaures Lithium. Lithium-Ichthyol.C M HS . (SO.LI),. MoL Gew. = 578 (J).

Die Darstellung erfolgt durch Neutralisation der freien Ichthyolsulfosäure mitijitnmmkarbonat.

Braune, theerartige Massen, welche in ihren physikalischen Eigenschaften demjatrium-Ammoniumsak völlig gleichen. Der beim Veraschen auf dem Platinbleche hinter-ieioende Rückstand erzeugt, mit Salzsäure befeuchtet in die nichtleuchtende Flamme ge-weht, eine karminrothe Färbung derselben. Sollte die Färbung durch Natrium ver-k Mungen verdeckt sein, so würde man das Lithium durch das Spektroskop nachzuweisen

Der Wassergehalt des Präparates beträgt 3035 Proc.

(C ff Z ' nCUm su| faichthyolicum. Ichthyolsulfosaures Zink. Zink - Ichthyol.

J- a»H M S. S 2 0 8 H) 2 Zn. Wird durch Neutralisation der freien Ichthyolsulfosäure mit Zink-

y dar gestellt. Es gleicht in seinen physikalischen Eigenschaften völlig dem vorigen.

"«"»>. d. pharm. Praxis. II. g