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2 (1920)
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lchthyocolla.

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oder wohlschmeckenden Gallerten für den innerlichen Gehrauch, in welchem Falle gerb-Bäurehaltige Zusätze als unverträglich zu vermeiden sind. Vielfach verwendet man sieals vorzüglichstes, durch Gelatine nicht völlig zu ersetzendes Klärmittel für Wein undBier; man löst sie in heissem Wasser, mischt zunächst mit einem kleinen Theile der znWärenden Flüssigkeit, dann nach und nach mit dem Ganzen. In der Technik ein Haupt-bestandteil vieler Kitte. Die alsFisehleim" bezeichneten Klebmittel des Handels ent-halten gewöhnlich keine Hausenblase, sondern Kölner Leim. Trocken aufbewahrt hält sichHausenblase lange Zeit unverändert.

Eniplastruni Anglicaiium (Austr.). Emplastrum adhaesivum anglicum (Er-gänzt).). Emplastrum Iehthyocollae (U-St). Empl. adhaesivum Woodstockiii. glutinosum. Taffetas adhaesivum s. ichthyocollatum. Sericum anglicum. Englisches oder Englisch-Pflaster. Englisches Heftpflaster. Damen-pilaster. Hausenblasenpflaster. Klebtaffet. Schönheitspflaster. Spara-drap de colle de poisson (Gall.). Taffetas d'Angleterre. Isinglass Plaster.Court Plaster. Ergänzb.: 50 Th. aufs feinste zerschnittene Hausenblase werden zwei-mal mit je 200 Th. Wasser im Dampf bade erhitzt, die durchgeseihte Lösung auf 800 Th.eingedampft und mit 1 Th. Zucker versetzt. Man streicht die Masse mit einem breiten,weichen Pinsel auf ausgespannten Seidentaffet, lässt jeden Anstrich vollständig trocknen, 'und zwar trägt man die ersten drei Anstriche in kühlem, die übrigen in massig geheiztemRäume auf. Obige Menge giebt 5000 Qcm Pflaster, dessen Rückseite schliesslich mitBenzoö-tinktur, mit Spiritus ää verdünnt, bestrichen wird. Austr. lässt 100 g Hausenblase in 2000 gWasser lösen, 100 g Weingeist und 10 g gereinigten Honig zusetzen und damit 4500 QcmTaffet bestreichen. Anstrich der Rückseite: 4 Th. Benzoetinktur, 1 Th. Perubalsam.U-St: 10 g Hausenblase löst man in warmem Wasser q. s. ad 120 g, streicht die Hälfteauf ein Stück Taffet von 38 x 38 cm, mischt zur andern Hälfte 40 g Weingeist und 1 gGlycerin, verfahrt wie vorhin und bestreicht schliesslich die Rückseite mit Benzoetinktur. Gall.: 50 g Hausenblase, 400 g Wasser, 400 g Weingeist (60proc). Die Grösse der zubestreichenden Fläche ist nicht vorgeschrieben. Englisches Pflaster muss, auf der glän-zenden Seite befeuchtet, fest an der Haut kleben. Zu seiner Herstellung nimmt man ge-wöhnlich eine fleischfarbige, schwarze, seltener weisse Marceline, umfasst diese mit einemJjeinwandstreifon und spannt sie in Holzrahmen, die eigens für diesen Zweck in be-stimmter Grösse vorräthig sind. Zweckmässiger sind allerdings Gestelle aus zwei kräftigenLangsstaben die durch zwei eiserne, mit Schrauben versehene Querstäbe verstellbar ver-bunden smd (s Pharm. Zeitg. 1899, S. 127). Zur Ausführung selbst sei bemerkt, dass dieersten Aufstriche um nicht durchzuschlagen, ziemlich kalt (vergl. Ergänzb.) stattfindenmüssen und dass bei jedem neuen, um eine gleichmässige Vertheilung zu erreichen, nacheiner andern Richtung gestrichen werden muss. Man bewahrt das fertige Pflaster, dasvollkommen trocken som muss, in Blechkästen oder auf Holzrollen auf: am besten jedochzwischen den sauberen Blättern eines grossen, starken Buches. Hier behält es seine Glätteund. nimmt nicht die Unart an, sich beim Zerschneiden zu kräuseln. Um ein schön rosagetarbtes Pflaster zu erzielen, kann man der Hausenblasenlösung etwas Eosin zusetzen..< a E ?}l >1 » s 1 t ?" u 1 m Anglicuni impermeabile, ein wasserdichtes, also auch unter Wasserr,~ f ßh Weibendes Pflaster stellt man dar, indem man die Rückseite desÜberzieht P Benzoetinktur, sondern mit Sparadraplack (s. unter Lacca)

br«H J det m f? ^att des Taffet Seidenpapier und behandelt dieses, auf ein Reiss-brett gespannt, in gleicher Weise, so erhält man die Charta adhaesiva pellucida;ebenso aus Goldschlägerhautchen das Emplastrum animale, Baudruche gommee(<jall.), aus feinem Kattun die Percaline adhäsive.

Emplastrum Anglicum arnicatum, Arnikaheftpflaster,Emplastrum Anglicum benzoatum, Benzoesäureheftpflaster,Emplastrum Anglicum salicylatuin, Salicylsäuroheftpflaster bereitet mangenau so, wie Englisch-Pflaster, nach Ergänzb., setzt aber der zuletzt aufzutragendenöaute der Hauaenblasenlösung 25 g Arnikatinktur, oder 1 g Benzoö- oder Salicylsäure zu.Hausenkitt. Edelkitt für Glas und Porcellan. 5 g fein zerschnittene Hausen-DUse lasst man 12 Stunden in etwa 20 Th. kaltem Wasser quellen, giesst letzteres ab,7^L \ S Ammoiiiakgiimmi, 40 g Weingeist und 45 g Wasser hinzu, löst unter Erwärmen,eint durch ein Drahtsieb und vermischt mit einer Lösung von 1,5 g Mastix in 15 g Wein-geist. Der Kitt ist erwärmt auf die Bruchflächen aufzupinseln. Er eignet sich vorzüglichsnm Kitten von Glas- und Porcellangeräthen.

Solutio Iehthyocollae. Solution of Isinglass (Brit.). Golatin Test Solu-lon (U-St.). 1 g Hausenblase löst man unter Erwärmen in destillirtem Wasser q. s. zuocm. Reagens auf Gerbsäure, das jederzeit frisch zu bereiten ist.