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2 (1920)
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106
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Jalapa.

eeifungszahl hat, da man nicht nach denselben Methoden arbeitete, bia jetzt übereinstim-mende Zahlen nicht gegeben.

Zur Bestimmung der Säurezahl löst man nach K. Dietebich 0,5 g Harz in 50 ccmWeingeist und titrirt mit alkoholischer '/a-N.-Kalilauge un d Phenolphthalein. GefundeneZahlen: 26,5827,30. Zur Bestimmung der Verseifungszahl löst man nach Dietebich0,5 g Harz in 50 ccm Weingeist, setzt 25 ccm alkoholische 1 / 2 -K-Kalilauge zu, erhitzteine Stunde auf dem Wasserbade und titrirt nach dem Erkalten mit '/a'N.-Schwefelsäureund Phenolphthalein zurück. In beiden Fällen liefert die auf 1 g Harz bezogene AnzahlKubikcentimeter Kalilauge x 28,08 die betr. Zahl. Gefundene Verseifungszahlen: 234,04bis 244,72.

Das Harz wirkt hauptsächlich abführend, und zwar doppelt so stark, wie dieKnollen; grössere Gaben verursachen heftiges Leibschneiden. Man giebt es zur Anregungder Darmabsonderung zu 0,10,2 g, als Abführmittel zu 0,30,5 g in Pulver, Pillen, dannmeistens als Jalapenseifo, oder als Besina Jalapae praeparata (s. S. 108). Jalapenharzist vorsichtig aufzubewahren. Höchstgabe 0,5 g, auf den Tag 1,5 g (Helv.). BeimEinkaufe ist zu beachten, dass die Drogisten das oflicinelle Harz als Besina Jalapae e tu-bere ponderoso bezeichnen, zum Unterschiede von dem aus Jalapenstengeln gewonnenenBesina Jalapae e tubere levi. Beide sind ausserdem durch Knochenkohle gebleicht imHandel, das erstere als Bes. Jal. e tub. pond. alba oder Convolvulin, das letztere als Bes.Jal. e tub. levi alba s. Jalapin (s. S. 105).

Sapo jalapinus (Germ. Helv.). Besina Jalapae saponata. Jalapenseife.Jalapenharzseife. Savon de jalap.Soap of Jalap. Germ.: Je 4 Th. Jalapen-harz und medicinische Seife löst man iD 8 Th. verdünntem (60proc.) Weingeist und dampftim Wasserbade unter beständigem Umrühren auf 9 Th. ein. Helv.: aus je 9 Th. Ja-lapenharz und medicinischer Seife, 1 Th. Glycerin, 12 Th. Weingeist durch Eindampfenauf 20 Th. Braungelbe, in Weingeist klar, in 20 Th. Wasser fast klar lösliche Masse vonExtraktdicke. Säuren, ebenso die meisten Extrakte und Tinkturen sind mit Jalapenseifeunverträglich, da sie dieselbe unter Harzabscheidung zersetzen. Man giebt die Jalapenseifeals Beizmittel zu 0,1 0,3 g, als Abführmittel zu 0,31,0 g mehrmals täglich in Pillen.Wegen ihrer Neigung zum Austrocknen wird sie in gut verschlossenen Gefässen aufbewahrt;eine trotzdem zu hart gewordene Seife löst man in verdünntem Weingeist und bringt siedurch Eindampfen zur richtigen Konsistenz. Vorsichtige Aufbewahrung wird von denArzneibüchern nicht vorgeschrieben.

Die Jalapenseife darf nicht durch ein trockenes Gemisch aus Harz und Seife ersetztwerden. Auch ex tempore lässt sich dieselbe in kurzer Zeit genau nach Vorschrift an-fertigen, doch dürfte in diesem Falle, wenn es sich um eine Pillenmasse handelt, das völligeVerdunsten des Weingeistes unnöthig sein.

f Tinctura Jalapae Besinae (Ergänzb.). Jalapenharztinktur. 1 Th. Jalapen-harz löst man in 10 Th. Weingeist (87proc). Als Abführmittel, für Erwachsene zu 1030Tropfen, für Kinder zu 25 Tropfen auf Biscuits getröpfelt und darauf eingetrocknet(Abführmaccaronen). Vorsichtig aufzubewahren wie die folgenden.

f Tinctura Jalapae Tuberum (Ergänzb.). Tinet. Jalapae (Gall. Nat. form.).Jalapentinktur. Teinture ou Alcoole de jalap. Tincture of Jalap. Ergänzb.:Aus 1 Th. fein gepulverten Jalapenknollon und 5 Th. Weingeist (87proc.) durch Macera-tion. Gall.: Mittels 60proc. Weingeist ebenso. Nat. form.: Aus 200 g fein ge-pulverter Jalape und q. s. einer Mischung von 2 Baumth. Weingeist (91proc.) und1 Baumth. Wasser stellt man im Verdrängungswege 1. a. 1000 ccm Tinktur dar.

Elixir jalapinnm citronatnm.

Citronensäftchen «um Abführen.Ep. Besinae Jalapae 0,5

Spiritus 7,5

Aquae destillatae 3,0

Sirupi communis indici 4,0Olei Citri gtt. I.

Toltsmittel.

Elixir Le Hol.Remede Leroy. Purgatif Leroy. M^de-

cine de Signoret. Leroy-Elixir.Es giebt davon 4 Abstufungen oder Grade mitsteigendem Gehalt an abführendeaBestandtheilen.

Nach Dokvadxt.Ep. I II

1. Resin. Scammonii 48,0 64,08. Radio. Turpethi 24,0 32,0

Tuber. Jalapae 190,0 250,0

m

IV

95,0

125,0

48,0

64,0

375,0

500,0

i n in iv

4. Spiritus Frumentl 6000,0 6000,0 6000,0 6000,0

5. Folior. Sennae 190,0 250,0 375,0 500,0

6. Aquae 750,0 1000,0 1500,0 1500,0

7. Sacchari 1000,0 1250,0 1500,0 1750,0.13 mit 4 zwölf Stunden digeriren, filtriren und

mit einem aus 57 bereiteten Sirup mischen.

Nach Hagkb.

Ep. I n IH IV

Resinae Scammonii 5,0 6,5 9,5 12,5

Tuber. Jalapae 20,0 25,0 37,5 50,0

Spiritus FrumenU 600,0 600,0 600,0 600,0

Folior. Sennae 20,0 25,0 37,5 50,0

Aquae 75,0 100,0 150,0 150,0

Sacchari 100,0 125,0 150,0 175,0.Bereitung wie beim Torigen.