Jalapa.
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seiht durch
dem andern und
Gabe 0,1—0,5 g. -
Mannicht
werden (ausgenommen in Form der Jalapenpillen der Pharm. Germ, innerhalb des Geltungs-bereichs der letzteren).
t Extractum Jalapae (Brit. U-St.). Jalap en extrakt Extract of JalapBrit: 1000 g grob gepulverte Jalape zieht man 7 Tage lang mit 5 1 90vd.- P roc Weingeistaus, presst, filtrirt, destillirt den Weingeist ab, so dass ein weiches Extrakt übrig bleibtDen Pressrückstand zieht man 4 Tage mit 101 destül. Wasser aus, presst,Flanell, verdampft zu einem weichen Extrakt, vermischt dasselbe rdampft nun bei höchstens 60° C. zu einem dicken Extrakt ein.
U-St.: Aus 1000 g Jalapenpulver (No. 60) und 91proc. Weingeist im Verdrangungswege.Man befeuchtet mit 350 ccm, fängt die ersten 900 ccm für sich auf, erschöpft 1. a., ae-stillirt von dem zweiten Auszuge den Weingeist ab, so dass 100 ccm übrig bleiben, undverdampft die vereinigten Auszüge zur PillenkonsisteDz.
t Extractum Jalapae fluidum (Nat. form.). Fluid Extractof Jalap.bereitet genau so, wie bei vorigem angegeben, 1000 ccm Flüssigkeit, die natürlichweiter eingedampft werden.
t Resina Jalnpae (Austr. Gall. Germ. Helv. U-St.). Jalapae Resina (Brit.).Extractum s. Magisterium Jalapae. — Jalapenharz. — Resine de jalap. —Jalap Resin. Resin of Jalap Root. Die Arzneibücher stimmen darin überein, dasssie die Jalapenknollen mit Weingeist ausziehen, letzteren abdestilüren, das zurückbleibendeHarz mit warmem Wasser waschen und zuletzt trocknen lassen; doch zeigen die einzelneuVorschriften kleine Abweichungen untereinander. Germ, lässt 1 Th. grob gepulverte Ja-lape je 24 Stunden bei 35—40° C. zuerst mit 4, dann mit 2 Th. Weingeist (87proc.) aus-ziehen, vom Filtrat den Weingeist abdestilliren, den Harzrückstand, nachdem der Wein-geist vollständig verjagt ist, mit warmem Wasser waschen, bis es sich nicht mehr färbt,dann im Dampfbade trocknen, bis eine erkaltete Probe sich zerreiben lässt. — Helv. lässtdas erste Mal nur 3 Th. Weingeist (94proc.) nehmen und den Auszügen vor dem Ab-destilliren die doppelte Menge Wasser zusetzen, sonst ebenso. — Kach Austr. wird 1 Th.grob gepulverte Jalape mit q. s. heissem Wasser übergössen, nach 3 Tagen ausgepresst,getrocknet und nun dreimal mit je 2 Th. Weingeist (87proc.) je 24 Stunden lang digerirt.Nach Abdestilliren des Weingeistes wird das Harz in siedendes, destülirtes Wasser ein-getragen, der "Weingeist weggekocht (die wässerige Flüssigkeit muss völlig klar sein) unddas Harz wie nach Germ, behandelt. — Brit.: 1 Th. Jalapenpulver (No. 40) wird mit2 Th. Weingeist (90 vol.-proc.) 24 Stunden digerirt, dann im Verdrängungswege mit q. s. Wein-geist erschöpft; 1 ) dem Auszuge setzt man */, Th. destül. Wasser zu, destillirt den Wein-geist ab und verfährt weiter wie nach Germ. — U-St.: Aus 1000 g Jalapenpulver (No. 60)und q. s. Weingeist (91proc.) sammelt man im Verdrängungswege (zum Befeuchten 300 ccm)etwa 2500 ccm Perkolat 1 ), destillirt den Weingeist ab, so dass 400 g Rückstand bleiben,und rührt diesen unter 9000 ccm Wasser, wäscht durch Dekanthiren, presst aus und trock-net in der Wärme. — Gall.: 1 Th. grob gepulverte Jalape wird auf einem Haarsiebedurch 2tägiges Einstellen in kaltes, destillirtes Wasser ausgewaschen, stark gepresst, dannnach einander mit 4 darauf mit 2 Th. Weingeist (9öproc.) je 4 Tage macerirt. Die vomWeingeist befreiten Auszüge giebt man zu 2 Th. siedendem Wasser und verfährt weiter,wie nach Germ. — E. Dietbkich empfiehlt das Verdrängungsverfahren, weil es diegrösste Ausbeute giebt (1000 Th. feines Jalapenpulver, mit 250 Th. Weingeist befeuchtet,werden durch 4000 Th. Weingeist erschöpft), für Darstellung im grossen dagegen die Ma-ceration (dreimaliges Ausziehen unter jedesmaligem Auspressen). — Das noch warme Harzrollt man in Stangen aus und lässt diese in möglichst kaltem Wasser erhärten. Für dieHandelswaare ist die Form der Zöpfe beliebt. Ueber die Ausbeute vergl. oben.
Jalapenharz ist gelbbraun bis braun, oder wenn es beim Ausrollen schon erkaltetwar, aussen grau und glanzlos; auf dem Bruch ist es glänzend, gepulvert grau bis blassbraun.Unter dem Namen Jalapin stellt man ein gereinigtes Harz dar, indem man demalkoholischen Auszuge der Knollen Wasser bis zur leichten Trübung hinzufügt, mit Thier-kohle versetzt, digerirt und endlich aufkocht. Nach dem Erkalten wird filtrirt, zurIrockne gebracht, der Rückstand mit heissem Wasser ausgewaschen und getrocknet.
Das Jalapenharz wird mit minderwerthigem Harz, dann mit Kolophonium, Guajak-harz, Aloö etc. verfälscht. Die zum Nachweis dieser Verfälschungen angegebenen Metho-den sind sämmtlich nicht in allen Fällen zufriedenstellend. 1) So soll man Kolophoniumdaran erkennen, dass 1 Th. Res. Jalapae mit 5 Th. Salmiakgeist im verschlossenen Glaseerwärmt, eine Lösung geben, die beim Erkalten nicht gelatinirt. Es sind mit dieser Me-thode nur grössere Mengen Kolophonium nachweisbar. 2) Gepulvert, mit Spiritus befeuchtetind danach mit Eisenchlorid soll das Harz mit Eisenchlorid nicht blaugrun werden(öuajakharz). 3) Die verschiedentlich vorgenommene Bestimmung der Säure- und Ver-
') Die Jalape ist erschöpft, wenn das Abtropfende mit Wasser keine deutliche Ttü-bu ng mehr giebt.