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Erg.Bd. (1908)
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732
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Uranü praeparata. Urea. Urethanum. Unna.

Uranii praeparata. (zu Bd. n s. 1069.)

Ammonium UratliCUm, das sog. Uranoxyd des Handels (Ammoniumuranatj, welchesbisher nur in der Porzellanmalerei Verwendung fand, haben Aillatjd und Jullibn inSproz. Verreibung mit sterilisiertem Vaselinöl mit gutem Erfolge bei Syphilis angewendet.Man injiziert allwöchentlich 1 com (= 0,05 g Ammonuranat) der Ölverreibung. Es handeltsich hierbei um die Verbindung (NH 4: ) 2 U 2 0 7 , welche aus Uranpecherz gewonnen wird undein gelbes, in Wasser schwer lösliches Pulver bildet. Nicht zu verwechseln mit demUrang-elb des Handels. Letzteres ist Natriumuranat NajUaO, und kann zur Darstellung desAmmonsalzes verwendet werden.

Uranwein, Vin Urane Pesqui, ist ein von Apotheker Pesqui in Paris hergestellterMedizinalwein gegen Diabetes mellitus, der ganz unschädlich und ungefährlich sein soll ('>.).Er enthält Uran, nitr., Pepsin usw.

Urea, (zu Bd. n s. 1070.)

UrOCOl oder Urol-Colchlcin-Tabletten enthalten 0,5 g Urol (chinasaurer Harnstoff),0,5 g Milchzucker und 0,001 g Colchicin (Mekck) in genauer Dosierung. Sie dienen vor-nehmlich zur Kupierung des akuten Gichtanfalles. Fabrikant: Dr. Schütz & Dr. v. Cloedtin St. Vith (Rhld.).

UrSal, Urea salicylica, salicylsaurer Harnstoff, soll in denselben Dosen wie Natriumsalicylicum gegen Gicht und Rheumatismus Anwendung finden. Fabrikant: Chem. FabrikC. Eedmann in Leipzig-Lindenau.

Urethanum. (zu Bd. n s. 1073.)

Urethan (Bd. II S. 1073). Ph. Hisp. VII: Carbamatum aethyli oder Aether.carbamious C 3 H,N0 2 , bei 4750° schmelzende, bei 180° siedende Kristalle, in Wasser,Alkohol und Äther leicht löslich. Es ist auf Identität zu prüfen und soll ohne Rückstandflüchtig und frei von Chloriden und Harnstoff sein.

Euphorinum (Bd. II S. 1074), das Phenylurethan der Chem. Fabrik von Heyden inRadebeul-Dresden, nennt die Ph. Hisp. VII Euphorina, Phenilurethanus, Aethercarbanilicus, C 6 H 5 (NH)C0 2 .C 2 H 5 . In Wasser schwer, leichter in Alkohol lösliche Kristalle.Schmelzp. 50 °; Identitätsreaktionen.

Urina.

(Zu Bd. II S. 1076.)

Zur Untersuchung des Harnes, aber auch des Blutserums und anderer Flüssig-keiten, die im Körper gebildet oder ausgeschieden werden, zieht man jetzt vielfach dasphysikalisch-chemische Verfahren der Molekulargewichtsbestimmung durch Ermittelungder Gefrierpunktserniedrigung nach Raottlt-Beckmann heran, und zwar in einer ent-sprechenden Umformung, die KryOSkOpie genannt wird. Die Grundlagen sind folgende:

Der Gefrierpunkt einer Flüssigkeit sinkt, wenn in ihr irgend ein Stoff gelöst wird.Das war schon den alten Griechen bekannt; sie wußten, daß das salzhaltige Meerwasser nichtgefror bei Temperaturen, die Süßwasser in Eis verwandelten. Es hat lange gedauert, bisman fand, daß ganz allgemein der Gefrierpunkt eines Lösungsmittes durch Auflösung äqui-molekularer Mengen beliebiger Stoffe um gleich viel erniedrigt wird. Die Gefrierpunkts-erniedrigung eines Lösungsmittels, die nach dem Auflösen gleicher Moleküle beliebiger Stoffeeintritt, ist also gleich, man kann sie durch eine Konstante k ausdrücken. Bezeichnet manmit /\ die beobachtete Gefrierpunktserniedrigung, mit m das Molekulargewicht und mit pden Prozentgehalt des gelösten Stoffes, und berücksichtigt man, daß die Gefrierpunkts-erniedrigung gelöster Stoffe der Konzentration proportional wächst, so gelangt man zu der

Formel k= oder m =-----. Die letztere Formel wird, wie bekannt, zur Bestimmung des

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