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Erg.Bd. (1908)
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593
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Sanguis Draconis. Santalum.

593

Pilulae Haemoglobini cum Extracto Rhcl

(D. Ap.-V.).

Hämoglobin-Rhabarber-Pillen.

Rp. Haemoglobini 10,0

Extract. Rhei 5,0

Mucil. Gummi arab. 2,25

Glycerini 2,25,

M. f. pilul. Nr. 100. Obduce bals. tolutano.

PilulaeHaeinoglobinicumCtuajacolotD.Ap.

Rp. Haemoglobini 10,0

Guajacoli 5,0

Rad. Liquirit. pulv. 1,0

Gummi arab. pulv. 0,5

Mucil. Gummi arab. 5,5.

M. f. pilul. Nr. 100. Obduce saccharo.

V.).

Pilulae Haemoglobini cum Kreosoto (D.Ap.-V.).

HSmoglobin-Kreosot-Pillen.

Rp. Haemoglobini 10,0

Kreosoti 5,0

Rad. Liquirit. pulv. 1,2

Mucil. Gummi arab. 5,5.

M. f. pilul Nr. 100. Saccharo obduc.

Vinum Haemalbumini nach G. Hell.

Rp.

Haemalbumini (Hell)Vini Malacens. alb.Sirup, simpl.Tinct. CitriTinct. Cinnamom.Tinct. Aurant. cort.

20,0900,0100,0

Sanguis Draconis. (zu Bd. n s. m.)

Resina Draconis.

Abstammung. Von Hillier erfahren wir, daß ostindisches oder Palmen-Drachenblut aus den Fruchtschalen verschiedener DaemonoropS-(Calamus-)Artengewonnen wird. Im Malaiischen Archipel liefern es D. didymophyllus, D. micran-thus und D. propinquus, auf Sumatra D. Draco, auf Borneo D. Draconcellus.Die letzten vier Arten kommen hauptsächlich in Betracht.

Unterscheidungsmerkmale. Das von Dracaena-Arten stammendeDrachen-blut in Tränen" (sokotrinisches und auch kanarisches) unterscheidet sich nachK. Dieterich vom Palmendrachenblut durch das völlige Fehlen des für letzterescharakteristischen Bestandteiles, des Dracoalbans. Die Dracoalban-Probe (Bd. II S. 818:Nachweis von Palmendrachenblut) gibt also hierbei genügenden Aufschluß.

Santalum. (Zu Bd. n s. 819.)

Santalum album L. Lignum Santali.

Herkunft, Gewinnung, Kultur. Das ostindische Sandelholz kommt zumgroßen Teile aus den Wäldern von Hysore, woselbst man jährlich eine Ausbeute von etwa2300 t Kernholz erzielt, das ungefähr zur Hälfte nach China, Ägypten, den europäischenHäfen und Amerika ausgeführt wird. Der Baum gedeiht am besten in rotlehmigem oderfeinsandigem Boden mit guter Drainierung, und zwar in einer Höhe von 6001200 m.Die Ernte findet am vorteilhaftesten im 27.30. Jahre statt, also wenn die Bäume völligreif oder abgestorben sind. Man fällt die Bäume und gräbt die dickeren Wurzeln aus.Das Holz wird entrindet, gespalten und sortiert, wobei namentlich die Farbe berücksichtigtwird, da der Ölgehalt des Holzes im allgemeinen um so größer ist, je dunkler es gefärbtist. Kulturen des echten Sandelbaumes befinden sich bis jetzt nur in Indien und auf Java;neuerdings versucht man es damit auch in unseren ostafrikanischen Kolonien. Santalumalbum gehört zu den Wurzelparasiten, worauf bei der Kultur Rücksicht zu nehmen ist.Die parasitäre Lebensweise beginnt schon wenige Monate nach der Keimung, indem dieWurzeln von S. album in die Wurzeln von Gräsern, Kräutern, später auch in die vonSträuchern und Bäumen echte Haustorien treiben. Die jungen Pflanzen werden daher ambesten in gemischten Beständen kultiviert. Westaustralisches Sandelholz, an denUfern des Swan River geschlagen, steht dem ostindischen Holze an Qualität bedeutendnach; das daraus gewonnene Öl riecht harzig und ist für Parfümeriezwecke nicht ver-wendbar.

01. Santali, Ostindisches Sandelholzöl.

Eigenschaften. Farblos bis gelb. Spez. Gew. (15°) 0,9750,985. Opt. Drehung(100 mm-Rohr) 16° bis 20°. Säurezahl 0,58,0. Esterzahl 5,012,0. Gehalt anHandb. d. pharm. Praxis. Ergänzungsband. «°