Salvia. Sambucus.
IL Hamburger Vorschrift.
Kp.
(Coccionellar.
I < Tart. depur.
(.Spiritus vini
Saloli
Ol. Menth, pip.
Ol. Eosar.
3,03,01000,010,01,21,6.
585
I wird 24 Stunden mazeriert, filtriert und imFiltrat das übrige gelöst.
Stuttgarter Wassersuchtstee.
Species diureticae Kkeusek.Kp. Flor. Sambuci 10,0
Fructus Carvi
Fructus Juniperi Sa 3,0
Bulb. Scillae
Fructus Petroselini ää 2,0.
D. S. Eine solche Portion Tee wird mit '/a LiterWasser einige Minuten aufgekocht, l ' ii Stundeziehen gelassen, durchgeseiht und der Tee imLaufe eines Tages getrunken.
(Zu Bd. II S. 798.)
Salvia.
I. Folia Salviae.
Wirkung und Anwendung. Auf die außerordentlich günstige Wirkung derSalbeibl'ätter bei Bekämpfung des Nachtschweißes weist Baimakoee von neuem hin.Ton 16 Fällen wurden 13 vollständig geheilt, 3 gebessert. Zur Anwendung kamen dasInfus 8:200, 4mal täglich ein Eßlöffel voll, oder die Tinktur, 3—4mal täglich 20 bis30 Tropfen. Auch in Fällen mit profusem Schweiße konnte Genesung bzw. Besserung er-zielt werden.
II. 01. Salviae, Salbeiöl. (Zu Bd.II S. 799.)
Eigenschaften. Spez. Gew. (15°) 0,915—0,930. Opt. Drehung (100 mm-Hohr)+ 9° bis +25°, in vereinzelten Fällen auch niedriger. Verseifungszahl 6—18.
Bestandteile. H. Seyler isolierte aus Salbeiöl einen zwischen 142 und 145°siedenden Kohlenwasserstoff, C 10 H 18 (Dihydrotanaceten?), den er Salven nennt. Einweiterer Bestandteil des Salbeiöls ist Kampher.
Für den Handel kommt nur das aus dalmatischen Blättern destillierte Ol inBetracht. Die spanischen Salbeiöle gleichen in ihrem Verhalten mehr dem Bosmarinöleund werden wahrscheinlich nicht von Salvia officinalis, sondern von einer anderen Salvia-art gewonnen.
Sambucus. cz™ Bd. n s. soo.)
I. Sambucus nigra L
GriGNAKD fand im schwarzen Hollunder ein Glukosid, das Blausäure ab-spaltet; es ist hauptsächlich in den frischen Blättern und den noch in der Entwickelungbegriffenen grünen Früchten enthalten, gar nicht oder doch nur wenig in reifen Früchten.Zugleich ist das Vorkommen von Emulsin in der Pflanze festgestellt worden. Bottrquelotund Dan.joüs bestätigen die Gegenwart des Glukosides im schwarzen Hollunder; sie fandenes bis zu 0,016 Proz. in frischen Blättern. Das Glukosid, Sambunigrin genannt,kristallisiert in weißen Nadeln und schmilzt bei 151—152°; es ähnelt sehr dem Amygdalin.
Es ist noch zu erwähnen, daß Sambucus pyramidalis am meisten Sambunigrinenthält, S. Ebulus und S. racemosa führen kein Sambunigrin, wohl aber ein anderes,nicht Blausäure abspaltendes Glukosid.
II. Sambucus racemosa L.
Das fette Öl aus dem Fruchtfleische des rotfrüchtigen Holländers findet zuweilenals Volksheilmittel Anwendung. Nach neueren Untersuchungen Zellneks ist es von tief-rotgelber Farbe und läßt beim Erwärmen deutlichen Hollundergerucn erkennen. Das nichttrocknende Öl besteht aus etwa 79 Proz. flüssigen Fettsäuren (Ölsäure, Linolsänre) und21 Proz. festen Fettsäuren (Palmitinsäure, Arachinsäure).
III. Sambucus Ebulus L.
Nach Radulscu enthalten die reifen Attigbeeren 345 Proz. Zucker und 0,83 Proz.Gesamtsäure. Man verwendet sie auch zum Färben von Weiß- bzw. Rotwein.