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Erg.Bd. (1908)
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581
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Saccharum. Sajodinum.

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Saccharum. (zu Bd. n s. 769.)

Natriumfructosat, C 6 H n Na0 6 , ein gelbliches, sehr hygroskopisches, in Alkohol undÄther unlösliches Pulver, löst sich leicht in Wasser und soll an Stelle der physiologischenKochsalzlösung zur Belebung der Herztätigkeit Anwendung finden. Am wirksamsten er-weist sich eine 0,7 proz. Natriumchloridlösung mit Zusatz von 0,040,05 g Natriumfructosatnebst 0,0250,035 g Calciumsaccharat.

Tinctura Sacchari tosti (Dresd. Vorschr.).Zuckerfarbentinktur.Rp. Sacchari tosti venalis 2,0SpiritusAquae ää 1,0.

Sajodinum.

Sajodin 1 ), Calcium monojodobehenicum, monojodbehensaures Calcium,(C 22 H4 2 0 2 J) 2 Ca.

Darstellung. 20 Teile Erucasäure (eine ungesättigte Säure der Ölsäurereihe,vgl. Bd. II S. 718) werden nach D. R. P. Nr. 180 087 bzw. dem französischen PatentNr. 362370 mit einer Lösung von 1011 T. phosphorfreiem Jodwasserstoff in Eisessigeinige Tage lang im Autoklaven auf 6070° erwärmt. Nach beendeter Reaktion, währendwelcher die ungesättigte Erucasäure durch Addition von HJ in eine monojodsubstituierte,gesättigte Säure übergeht, wird mit viel Wasser verdünnt, die überschüssige Jodwasser-stoffsäure mit schwefliger Säure zerstört und die beim Abkühlen festwerdende Monojod-behensäure abfiltriert. Sie bildet eine nahezu farblose Masse, die bereits unterhalb derBluttemperatiir schmilzt. Zur Darstellung des Calciumsalzes wird eine Lösung von 25 T.Chlorcalcium in 120 T. Alkohol zunächst mit gasförmigem Ammoniak behandelt, sodannwerden weitere 130 T. 92 proz. Alkohol hinzugefügt und endlich eine Lösung von 44 T.Monojodbehensäure mit 120 T. Alkohol. Es scheidet sich dann das Calciumsalz der letzt-genannten Säure ab, das abgesaugt und mit Alkohol gewaschen wird.

Eigenschaften. Die Darstellung eines Sajodins von der theoretischen Zusammen-setzung (C 22 H 42 0 2 J) 2 Ca ist für die Fabrikation im großen mit technischen Schwierigkeitenverknüpft, die das Mittel erheblich verteuern würden. Das Sajodin des Handels besitztvielmehr einen garantierten Mindestgehalt von 24,5 Proz. Jod (theoretisch 26 Proz.), undzwar bezieht sich dieser Mindestgehalt auf ein bei 100° getrocknetes Sajodin, da dasHandelspräparat stets 12 Proz. Wasser, in der Regel 1,71,8 Proz., enthält. Diesergeringe Feuchtigkeitsgehalt ist bedingt durch Hygroskopizität des Präparates. Sajodinist ein weißes, etwas fettig sich anfühlendes Pulver ohne Geruch und Geschmack; unlös-lich in Wasser, kaum löslich in kaltem Alkohol und Äther, löslich in Chloroform. BeimErhitzen von 0,1 g Sajodin auf dem Platinblech entweichen violette Dämpfe; der Rück-stand, in verdünnter Salzsäure aufgenommen und mit Ammoniak übersättigt, gibt mitAmmoniumoxalatlösung eine weiße Fällung.

Prüfung. Werden 0,25 g Sajodin in 5 ccm Chloroform unter Umschüttelnund gelindem Erwärmen gelöst und zur Klärung der Lösung mit 12 Tropfen absolutemAlkohol versetzt, so soll die Flüssigkeit höchstens opalisierend getrübt sein und nach24 Stunden einen nur sehr geringen Bodensatz abgeschieden haben. 0,5 g Sajodin werdenmit 10 ccm heißem Wasser angeschüttelt; das Filtrat soll Lackmuspapier nicht verändern,auf Zusatz eines Tropfens Silbernitratlösung sich nicht trüben und beim Verdunsten einenRückstand nicht hinterlassen. Beim Erhitzen auf 100° soll 1 g Sajodin höchstens 0,02 gan Gewicht verlieren. 1 g bei 100° getrocknetes Sajodin wird in einem mit Steigrohr ver-sehenen Kölbchen mit 50 ccm alkoholischer n/ 2 -Kalilauge 7« Stunde lang auf dem Dampfbade

') Kombiniert aus Sapo und Jod, weil das Präparat in der theoretischen Zusammen-setzung Ähnlichkeit mit der Konstitution der Seifen besitzt.