Rheum.
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Extractum Cascarae Sagradae siccum(D. Ap.-V.).Rp. Cort. Rhamni Purshiani 1,0
werden mit
Spiritus diluti 5,0
6 Tage lang bei 15 bis 20° unter wiederholtemUmrühren ausgezogen und schließlich aus-gepreßt. Der Rückstand wird in gleicherWeise mit
Spiritus diluti 3,0
3 Tage lang behandelt. Die abgepreßten Flüssig-keiten vereinigt man, läßt 2 Tage laug stehen,filtriert und dampft zu einem trockenenExtrakte ein.
Pihilae Cascarae Sagradae (Dresd. Vorsehr.).Sagradapillen.
Rp. Extr. Cascarae Sagradae s':cci 10,0Cort. Cascarae Sagradae 3.0
f. pilul. 100, mit Tolubalsamlösung zu überziehen.
Pilulae apcrientes Kleewein.
Pilulae laxantes Kleeweinnach S. E. Ktjcewkin in Krems bei Wien.Rp. Extract. Cascarae Sagrad.
Extract. Rhei chinens. ää 3,0
Podophyllini
Extract. Belladonnae ää 0,5
Pulv. cort. Cascar. Sagr. qu. s. adpil. Nr. 50obduce argento. S. Abends 1—2 Pillen.
Pilulae Cascarae Sagradae (Ergänzb. III).
Sagradapillen.
Rp. Extract. Cascar. Sagrad. sicc. 10,0
Rad. Liquirit. pulv. 5,0
Mucil. Gummi arab. ca. 2.0
M. f. pilul. Nr. 100.
Vinum Cascarae Sagradae (Dresd. Vorsehr.).
Sagr adawein.Rp. Extr. Cascarae Sagradae examarati 30,0Vini Malacensis 65,0
Tinct. Aurantii comp. 5,0.
Rheum. (zu Ba.n s.730.)
I. Rheum officinale Baill. usw.
Stammpflanze, Herkunft, Handel, Gewinnung. Es kann nunmehr alsfeststehend angenommen werden, daß von allen bekannt gewordenen Rheumarten an derLieferung der chinesischen Handelsware nur Rh. officinale Baill. und Rh. palmatum L.(var. tanguticum) beteiligt sind, vielleicht noch (nach Tschiech) Rh. hybridum Murr.(var. Coliniana). Wilson ist auf Grund seiner an Ort und Stelle vorgenommenenForschungen der Ansicht, daß der chinesische Rhabarber in der Hauptsache von Rh.officinale stammt, ein kleinerer Teil von Rh. palmatum. Damit stimmen die neuerenAngaben Tschibchs insofern überein, als dieser in der Handelsware den Palmatum- undOfficinaletyp (die Rhizome der beiden Arten besitzen voneinander abweichende Maser-strahlenkreise, die dem Querschnitte je ein typisches Gepräge verleihen) vorherrschendfand; allerdings soll sich nach Tschiech der Palmatnmtyp beim chinesischen Rhabarberam häufigsten finden, zumal im Canton- und Shanghairhabarber. Tschiech glaubt, daßder „südliche" Rhabarber aus Szetschwan von Rh. officinale, der nördliche aus Kuku-Norvon Rh. palmatum var. tanguticum stammt. Jedenfalls aber — dies gilt als sicher — sinddie Handelssorten in der Regel mehr oder weniger Gemische der beiden genannten Arten.
Das Heimatgebiet der Droge erstreckt sich im Osten von der chinesischen ProvinzShansi bis nach Osttibet im Westen, also vom 94,—113. Grad östlicher Länge, und zwarist es in der Hauptsache das Kwenlungebirge zwischen den Strömen Hwang-ho undJangtsekiang mit seinen westlichen Ausläufern gegen Tibet und seinen nordwestlichenAusläufern um den Bergsee Kuku-Nor (Blauer See). Auch in Südchina im Zentrum derProvinz Szetschwan auf den Bergen bei Kwanhien ist der Rhabarber zu Hause. Amhäufigsten findet er sich in nächster Nähe des Sees Kuku-Nor, etwa in einer Höhe von3300 m über dem Meeresspiegel. Hauptmärkte sind Siningfu, Kwanhien und Tschung-king; Hauptausfuhrhafen ist Shanghai. Die Namen der Handelssorten sind mehr willkür-lich gewählt; sie bezeichnen lediglich Drogentypeu und mit Sicherheit weder die Herkunftnoch den Ausfuhrhafen. Für den Handel kommen jetzt in Betracht: Shansi-, Canton- undShanghairhabarber; von diesen ist ersterer die beste and teuerste Sorte, letztere beidensind von geringerem Werte.
Beim Einsammeln der Droge werden mir ältere Pflanzen berücksichtigt. Vomgegrabenen Wurzelstocke werden alle schwächeren Wurzeln beseitigt und nur die starkenweiter bearbeitet, d. h. gereinigt, oberflächlich geschält, in Stücke geschnitten, auf Leinengezogen und teilweise oder ganz getrocknet: im Schatten, durch Hängen an die Sonneoder auch auf heißen Steinen, in feuchten Gegenden sogar unter Zuhilfenahme von Feuer.