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Quillaja. Radium.
Quillaja. fzu Bd. n s. 7ie.j
Cortex Qulllajae.
Substitutionen. Als solche ist 1906 eine Rinde beobachtet worden, die dünnerund leichter zerbrechlich als echte Quillaja ist, auf der Oberfläche auch nicht die charak-teristischen zerstreuten, braunen Flecke zeigt, sondern mit einer dünnen, bräunlichen Hautüberzogen ist, auf der sich ein Netzwerk weißer Linien abhebt. Die Innenfläche ist glattund weiß, der Saponingehalt soll geringer sein. Nach Holmes stammt diese Rinde mög-licherweise von Qu. Poeppigii Walp. oder Qu. Smegmadermos D.O.
Anwendung. Auf die vorzügliche Wirkung der Abkochung von Quillajarinde alsGnrgelwasser bei chronischer Bronchitis und Emphysem mit schwer losgehendem, zähemAuswurf weist Zickgraf von neuem hin, nachdem schon früher damit gute Erfolgehei Spitzenkatarrh und Lungenerweiterung erziehlt worden sind. Auch bei sogenannterXerose der oberen Luftwege (trockener Katarrh u. dgl.) hat sich Quillajaabkochung alsausgezeichnetes Lösungsmittel bewährt. Man beieitet das Dekokt aus 100 g Rinde mit1 Liter siedendem Wasser und erhitzt diesen Aufguß so lange im Dampfbade, bis er einehellbraune Farbe annimmt. Die filtrierte Flüssigkeit verwendet man als Gurgelwasser oderzu gleichen Teilen mit warmem Wasser verdünnt zum Nasenspülen.
Javol-Haarwasser. Ein dem Javol an Wirkung gleichkommendes, im Aussehen undder bequemen Anwendungsart ihm aber überlegenes Präparat soll man nach Spintleb wie folgterhalten: Man zieht 4 Teile Quillajarinde mit 36 T. Wasser mehrere Tage hindurch aus, versetztdie Kolatur mit 4 T. Spiritus und filtriert nach dem Absetzen. 40 T. dieses Auszuges schütteltman bei einer Temperatur, bei der Wollfett flüssig wird, mit 12 T. wasserfreiem Lanolin.Man ergänzt mit Wasser, dem 15 Proz. Spiritus zugesetzt sind, auf 300 T. Zusätze vonChinaextrakt, Perubalsam, Chinin, Cantharidentinktur, Bayöl, Ammoncarbonat, Menthol usw.können ad libitum gemacht werden.
Schaumerzeugungsmittel für die Limonadenindustrie: 500,0 Quillajarinde werdenmit 1500,0 Wasser einige Stunden maceriert, dann einige Stunden erwärmt und abgepreßt.Die Preßflüssigkeit dampft man nach dem Filtrieren auf 800,0 ein und setzt 200,0 Glycerinzu; oder: 100,0 Saponin löst man in 1500,0 Wasser, fügt 500,0 Weingeist 90 proz. hinzu undfiltriert. Die saponinhaltigen Auszüge sollen besonders weißen Schauin geben, sind aber imSinne des Nahrungsmittelgesetzes nicht ganz einwandfrei.
TInctura Quillayae (Dresd. Vorschr.).Seifenrindentinktur.Rp. Cort. Quillayae conc. 1,0
Spiritus dilutl 5,0.
Radium, Ra=226,2.
Zur Darstellung der MadiumverMndungen dient vorzugsweise die Pech-blende von Joachimstal in Böhmen, die seit langem auf Uransalze verarbeitet wird. DieRückstände dieser Verarbeitung werden mit Alkali ausgekocht, um den größten Teil derunlöslichen Sulfate zu zersetzen. Dabei bleibt das Barium-Radiumsulfat unangegriffen.Der ungelöste Rückstand wird mit Salzsäure behandelt und das darin Unlösliche mit kon-zentrierter Sodalösung' anhaltend gekocht. Dabei wird das Barium-Radiumsulfat in Car-bonat umgewandelt. Dies löst man aus dem sorgfältig gewaschenen Rückstande durchreine Salzsäure und läßt das gelöste Salz wie Chlorbarium kristallisieren. Eine Tonne derJoachimstaler Rückstände soll, so behandelt, 8 kg Barium-Radiumsalz liefern, dessen Gehaltan Radiumsalz schätzungsweise 0,3 °/ 00 beträgt. Durch mehrhundertfach wiederholtefraktionierte Kristallisation läßt sich das Ra in den schwerer löslichen Anteilen des Ge-menges anreichern; besser gelingt die Anreicherung bei den Bromiden. Reines Radiuni-salz soll bei der spektroskopischen Prüfung höchstens Spuren Barium erkennen lassen.Durch Bestimmung des Uhlorsilhers, das aus dem hei 100° getrockneten Radiumchloriderhalten werden konnte, und unter der Annahme der Formel RaCl 2 wurde das Atomgewichtdes Radiums zu 226,2 bestimmt (Ag= 107,8; Cl = 35,4).