Plumbi praeparata. Plumieia. Podophyllum. 555
Plumbi praeparata. (ZuBd.n s.m-we.)
Akremninseife ist eine Alkalisnlfide enthaltende Seife, welche beim Waschen Schwefel-wasserstoff entwickelt. Sie wird als Schutzmittel gegen Bleivergiftungen angewendet, da derentwickelte SH 2 jede geringe dem Körper noch anhaftende Menge einer Bleiverbindung durchDunkelfärbung der Haut deutlieh anzeigt. Fabrikant: Chem. Werke vorm. Dr. Zekbe inFreiburg i. B.
Antibleiseife nennt Sarason eine mit Schwefelwasserstoff gesättigte flüssige Kaliseife,welche analog der Akremninseife (siehe diese) und Eusulfinseife von Bleiarbeitern benutztwerden soll. Die Seife wird von der Berliner Apparatebau-Gesellschaft m. b. H. in Berlin SW.geliefert.
Injectio composita (Form. Berol. 1907).Rp. Zinci sulfuric.
Plumbi acetic. äü 1,0Aquae destill. qu. s. ad 200,0.
Vieh-Pepsin.
Plumb. acetic. 10,0
Aquae Menth, pip. 200,0
Tinct. Carvi 10,0
Tinct. Opii croe. gtts. X.
Plumbum stearinicum (Ergänzb. III).Stearinsaures Blei.Rp. /Sapon. stearinici (Ergänzb.! 1,5
\Aquae 6,0
TT /Plumbi acetiei 1,0
VAquae 4,0.
Lösung I wird mit Lösung II versetzt, der Nieder-schlag ausgewaschen, bis Eisenchlorid nur nochschwache Färbung gibt, dann abgepreßt undbei gewöhnlicher Temperatur getrocknet.
Wilhelm Dicks Wundensalbe
von W. Dick in Zittau stellt man nach Angabedes Fabrikanten nach folgender Vorschrift her:Rp. Ol. Olivar. 1000,0
Minii 500,0
Cerae flav. 300,0
Cetacei 30,0
Mastichis 50,0
Olibani 30,0
coque ut fiat massa e fusco nigra, tume addeCamphorae oleo tritae 35,0
Terebinth. venetae 15,0.
Plumiera,.
Gattung- der Apoeynaceae-Plumerioideae-Alstoninae.
Plumiera aCUÜfolia Poir., Plumiera acuminata Ait., in Mexiko heimisch, imtropischen Asien gebaut, liefert
Cortex Plumierae acutifoliae, eine indische Droge, die bei Wechselfieber, Diarrhöeund Gonorrhoe Anwendung finden soll; sie enthält nach E. MEBCK einen kristallinischen Bitter-stoff von der Formel: C 37 H 72 N 33 -|- 2H 2 0. Die Droge besteht aus ringförmigen, bis 3 mmdicken Stücken, die innen hellbraun gefärbt und schwach gestreift, außen mit weißlichemKorke bedeckt sind. Auf diesem sind reichlich Flechten als dunkle Punkte wahrzunehmen.
Podophyllum. (Zu Bd. n s. 686.;
Podophyllum peltatum L. I. Rhizoma Podophylli. Nach Dott und Lohmannenthält die frisch gegrabene Wurzel kein Harz; dasselbe bildet sich erst beim Trocknenund Lagern und erreicht seinen Höchstgehalt nach zwei Jahren. Hieraus erklären sichauch die von verschiedenen Autoren beobachteten Schwankungen im Harzgehalt von 1,6 bis6,6 und mehr Prozent. Es wird daher der besseren Ausbeutung wegen vorgeschlagen, dieWurzel vor der Blüte der Pflanze zu sammeln und erst nach zweijährigem Lagern aufHarz zu verarbeiten.
Nach Dott verhält sich das Harz von Podophyllum peltatum gegen Ammo-niakflüssigkeit anders als dasjenige von P. Emodi; ersteres ist darin löslich oder doch fastlöslich, letzteres gibt damit eine gelatinöse Masse. Dott führt hierauf auch die schwächereWirksamkeit des Emodi-Harzes zurück und gründet gleichzeitig eine Methode zur Unter-scheidung beider Harze auf dieses abweichende Verhalten gegen Ammoniak (siehe unterPodophyllin).