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Phosphorus.
Zwecke ein Zusatz von Limonen empfohlen worden. Ä. Keemel hat im absoluten Alkoholein Mittel gefunden, welches die Oxydation des Phosphors zu verhindern vermag-, eine Be-obachtung, die von der neuen schweizerischen Pharmakopoe berücksichtigt worden ist. Weiterkonnte Kremel feststellen, daß sich Olivenöl zur Herstellung von Phosphoröl weit bessereignet als Mandelöl. Man löst den Phosphor in üblicher Weise durch Erwärmen des Ölesauf ca. 50°, schüttelt kräftig um, wiederholt die Erwärmung, wenn nötig, nochmals, läßt,wenn die Lösung vollzogen ist, erkalten, und versetzt dann mit 5 Proz. absolutem Alkohol.Da das Öl bei 15° C bis zu 8 Proz. Alkohol aufzunehmen vermag, tritt bei Anwendungvon 5 Proz. keine Trübung ein.
Da jeder Gehalt an Feuchtigkeit die Oxydation des Phosphors beschleunigt, wirdvon einigen Pharmakopoen vorgeschrieben, das Öl vor dem Eintragen des Phosphors einigeZeit auf 150° zu erhitzen. Von anderer Seite wurde zu demselben Zwecke und zur gleich-zeitigen schnellen Verteilung des Phosphors das Schütteln des Öles mit Natr. sulfuric. sicc.empfohlen. Weiter geht aus einer über den Gegenstand geführten, in Pharm. Ztg. 1901,Nr. 7, 10, 23 u. 62 wiedergegebenen Diskussion hervor, daß das Öl möglichst wenig freieSäure und keine atmosphärische Luft enthalten darf. Auch für Lichtabschluß ist zusorgen und die Darstellung des Phosphoröls tunlich zu beschleunigen. Die Aufbewah-rung geschieht am besten in kleinen, gänzlich gefüllten dunklen Flaschen, die man vor-her trocken sterilisiert oder mit Kohlensäure gefüllt hat. C. Stich gelangte auf Grundvergleichender Untersuchungen zu dem praktisch wichtigen Schluß, daß verdünnte öligePhosphorlösungen lange Zeit unzersetzt haltbar sind.
•{• Oleum phosphoratum (Ergänzb. III., Austr., Helv., Ital.), Phosphoröl (Er-gänzb. III), Phosphoratum Oleum, Huile phosphoree (Belg.), Olio fosforato (Ital.):Ergänzb. III: 1 Teil gut abgetrockneter Phosphor und 99 T. Mandelöl werden in einemGlaskolben im Wasserbade erwärmt, bis der Phosphor geschmolzen ist, worauf man durchSchütteln die Lösung desselben herbeiführt und noch 900 T. Mandelöl beimischt. — HöchsteEinzelgabe 1,0, höchste Tagesgabe 3,0 gr. — Austr.: 1 T. Phosphor wird bei 50° in 949 T.Olivenöl gelöst. Nach dem Erkalten gibt man unter Umschütteln 50 T. absol. Weingeist zuund filtriert sofort durch gereinigte Baumwolle. — Höchste Einzelgabe 1,0, höchste Tages-gabe 5,0 g. — Belg.: Man erhitzt 99 T. Mandelöl 5 Minuten in einer Schale auf 150°, gießtes nach dem Erkalten in einen Kolben, mischt eine Lösung von 1 T. Phosphor in 5 T.Schwefelkohlenstoff hinzu und erwärmt im Wasserbade, bis letzterer sich verflüchtigt hat. —Ital.: 1 T. Phosphor und 100 T. Olivenöl. Im Bedarfsfalle frisch zu bereiten. Helv.:96,0 Mandelöl werden mit 5,0 entwässertem Natriumsulfat eine halbe Stunde lang unteröfterem Umschütteln erwärmt. Nach Abkühlung auf 50—60° wird 1,0 durch Schmelzen unterWasser gereinigter Phosphor durch kräftiges Schütteln in dem Öl gelöst und nach völligem Er-kalten 3,0 absoluter Alkohol zugefügt. Nach mehrtägigem Stehen wird das öl klar abgegossen.
Phosphorwachs, Cera phosphorata, empfiehlt sich an Stelle des Phosphoröls inallen Fällen, wo Phosphor zu Pillen verarbeitet werden soll. Man schmilzt 8 Teile BesinaPini, 2 T. Cera flava und 1 T. Ol. Amygdalar. zusammen, koliert, füllt ein Weithalsglas etwazum dritten Teil mit der Mischung an, gibt 10 Proz. gut getrockneten Phosphor zu, ver-schließt das Gefäß gut und erwärmt im Wasserbade, bis die Mischung eben flüssig gewordenist, und schüttelt, bis eine gleichmäßige, zähflüssige Masse entstanden ist, die man in Tafelnoder Stangen ausgießt und unter Wasser aufbewahrt.
Phosphorintabletten sind Schokoladepastillen mit je 0,00025 g Phosphor. Fabrikant:F. Reichelt (Inh. Apoth. E. Jungfer) in Breslau.
Pilulae Phosphori werden dargestellt, indem man den vorgeschriebenen Phosphor inSchwefelkohlenstoff löst, Vaselin zugibt und bis zur Verdunstung des Lösungsmittels rührt.Dann werden mit Hilfe von Kaolin Pillen geformt. — Auch Phosphoröl, Phosphorwachs,Adeps. Lanae und Bad. Althaeae geben eine Pillenmasse.
Rhachisan ist eine Phosphorlebertran und Eigelb enthaltende Emulsion, die als Toni-cum empfohlen wurde.
Oleum phosphoratum (Hambg. Vorschr.).Phosphoröl.Ep. Phosphori 1,0
Ol. Amygdalar. 189,0.Bas Mandelöl wird in offener Schale 5 Minutenauf 150° erhitzt, in einem Glaskolben erkaltenlassen und mit dem Phosphor bis zur Lösungdesselben auf dem Wasserbade erhitzt.
Pilulae Phosphori.Rp. Phosphori qu. v.
Aquae 2—3,0
Boli alb.Bad. Liquirit.Succ. Liquirit. ää qu. s.Man läßt den Pposphor unter dem Wasser schmel-zen, gibt mit einem Glasspatel nach und nachBolus zu, bis eine knetbare Masse gebildet ist,und formt mit Rad. und Succus Liquirit. dievorgeschriebene Menge Pillen.