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Phenoli praeparata.
gemachten Flüssigkeit ein Öl entzogen werden, das beim Destillieren gegen 200° farblostibergeht und in einer Kältemischung erstarrt. Es besteht aus Acetophenon; die Reaktionvollzieht sich im wesentlichen im Sinne der nachstehenden Formulierung:
SO4H0
C ß tL
•C = C — COOH
S0 4 H 2;CH-fC0 2 •—> C 6 H 6 —CO —CH 3
Phenylpropiolsäure
Phenylacetylen
Acetophenon
Prüfung. Die durch verdünnte Salzsäure aus dem Thermiol abgeschiedene freiePhenylpropiolsäure zeige nach dem Auswaschen und Trocknen den Schmelzpunkt 136—137°.Nach dem Verdünnen mit 4 Teilen Wasser soll Thermiol weder durch Bariumnitratlösungnoch durch Schwefelwasserstoffwasser verändert werden. 1 ccm Thermiol werde mit je4 ccm Wasser und Weingeist versetzt; in dieser Lösung soll Ferrocyankalium nach demAnsäuern mit Salzsäure höchstens eine schwache Grünblaufärbung hervorrufen, ebensosoll mit Silbernitrat nach dem Ansäuern mit Salpetersäure höchstens eine opalisierendeTrübung entstehen.
Anwendung. Zur Inhalation bei Kehlkopf- und Lungentuberkulose. Mittelseigens konstruierter Inhalationsapparate „Guttafer" und „Thermo-Variator" sollenzweimal täglich je 200 ccm einer mäßig erwärmten 1 / 2 —3 proz. Lösung des Präparatesinhaliert werden; die Stärke der Lösung wird allwöchentlich um 1 Proz. gesteigert, biszu einem Maximum von 3 Proz.
t Phenylum Chloratum, Monochlorphenol. C 6 H 4 C1.0H(4:1), die Paraverbindung,bildet farblose, in Alkohol, Äther und Alkalien leicht, in Wasser schwer lösliche, bei37° schmelzende Kristalle. Es ist ein starkes Antisepticum und als solches zu medi-zinischen Zwecken empfohlen worden.
Karbolysin der Chem. Fabrik Hohenzollern in Aachen besteht aus 51,80 Proz. Phenol,2,74 Proz. Natriumbicarbonat und 46,06 Proz. Weinstein. (Aufrecht.)
Mikrosol, ein Desinfektionsmittel, enthält neben etwa 75 Proz. Kupfersulfat zirka10 Proz. phenolschwefelsaures Kupfer. (Fendlek.)
Phenolum suifo-ricinicum erhält man durch Lösen von beliebigen Mengen chemischreinem Phenol in Ricinolschwefelsäure. Das so gewonnene Phenol, sulforicinicum ist nurein Gemisch. Es bildet eine hellgelbe, wässerige, nach Äther riechende Flüssigkeit vonwechselndem Phenolgehalt und soll Anwendung bei chronischen Erkrankungen des Rachens,der Nase und des Kehlkopfes finden.
Phenosalyl (siehe auch Bd. II S. 796). Zu diesem besonders in Frankreich geschätztenAntisepticum liegen folgende neuere Vorschriften vor:
I. Nach Vossens:
II. Nach MAEIXEKT
Acid. carbolic.
90.0
190,0
Acid. lactic.
20,0
40,0
Acid. salicylic.
10,0
20,0
Eoracis
—
4,0
Eucalyptol.
5,0
gtts. X
Ol. Citri
—
gtts. X
Menthol.
1,0
—
Glycerini
—
200,0
Aq_uae
—
ad 1000,0.
Bei I werden die Säuren erwärmt, bis sie zusammenschmelzen, und dann die Öle zugefügt. Bei II erwärmtman die Säuren mit dem Borax auf dem Wasserbade und fügt alles übrige hinzu.
Chlorolphenol-Pasta gegen Lupus besteht aus Lanolin, Vaselin, Amylum Titrici undParachlorphenol zu gleichen Teilen.
Phosphatol, Phosphotal, Phosphorsäurekreosotester bildet eine dicke, rötlich-gelbe Flüssigkeit mit schwachem Kreosotgeruche, scharfem Geschmacke und ist in Wasserleicht löslich, ferner in starkem Alkohol, Äther, Chloroform und in fetten ölen löslich. Esenthält ca. 90,5 Proz. Kreosot und wurde als Kreosotpräparat empfohlen.
Sirupus Acidi carbolici (Antwerp. Ap.-V.). Unguentum carbolisatum (Ergänzb. III).
Rp. Acid. carbolic. cryst. 1,0 Oarbolsalbe.
Sirup. Menthae pip. 999,0. Rp- Acid. carbolic. cryst.
Adipis
2,098,0.