Phenoli praeparata.
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f Vinopyrinum, Vinopyrin, Phenetidinum bitartaricum, saures weinsauresPhenetidin, C g H 4 .OC 2 Hb.NH2.C 4 H 6 0 6 . Wird dargestellt durch direkte Vereinigungmolekularer Mengen der Komponenten, am besten in alkoholischer Lösung. Es scheidetsich dabei direkt kristallinisch ans. Weißes Kristallpulver vom Schmelzp. 186°, löslichin etwa 25 Teilen Wasser, wenig löslich in Alkohol. In seinen Reaktionen verhält es sichganz analog wie das Citrophen. Die Weinsäure wird nachgewiesen durch Erhitzen mitkonz. Schwefelsäure und etwas Resorcin, wobei Violettrotfärhung auftritt.
Anwendung. Als Migräninersatz in Dosen von 0,75—1,25 g, als Antineuralgicumzu 1 g 3—4 mal täglich.
Aufbewahrung. Vorsichtig.
Citrocoll, neutrales citronensaures Amidoacetpara-Phenetidin (Amidophenacetin) vonder Formel (C 6 H 4 .OC ? H 5 .NH.CO.CH 2 NH 2 ) 3 .C 6 H 8 0 7 wird aus den Komponenten erhaltenals in Wasser leicht lösliches, bei 193° schmelzendes Kristallpulver. Es wirkt als Antitebrile,Antirheumaticum, Nervinum und Migränemittel. Dosis 4—6 g täglich. Fabrikant: Chem.Fabrik Falkenberg in Falkenberg-Grünau b. Berlin. Nach Zernik ist das Citrocoll kein ein-heitlicher Körper; es enthält vielmehr reichliche Mengen einfach citronensauren Phenokollsder Formel 2C 10 H 14 N 2 O 3 4- C 6 H 8 0 7 .
Migränetabletten nach Dr. Fuchs (Phenacodin) kommen in zwei Aufmachungen inden Handel. Die rot etikettierten Tabletten enthalten pro dosi 0,5 g Phenacetin, 0,06 gKodein, 0,02 g Coffein und 0,2 g Guarana. Die grün etikettierten Tabletten enthalten prodosi nur die Hälfte. Fabrikant: Wilh. Natteeeb in München II.
Phenoli praeparata. (ZuBd.1s.24u. Bd.ns.585.)
ff Hermophenyl, Hydrargyrum hermophenylicum, Natriumquecksilberphenol-disulfonat. r
Darstellung. Wenn man ein phenoldisulfonsaures Alkali mit Quecksilberoxyd inäquimolekularem Verhältnis behandelt, so erhält man sehr leicht lösliche Verbindungen, indenen die bekannten Qnecksilherreaktionen maskiert sind.
Eigenschaften. Das auf solche Weise gewonnene Natriumtruecksilberdisulfonat(Hermophenyl) ist ein amorphes, weißes, in 5 Teilen kalten Wassers lösliches Pulver mitetwa 40 Proz. Quecksilbergehalt. In wässeriger Lösung wird dasselbe als Wundantisepti-cum angewendet, subcutan hei Syphilis. Fabrikant: Societe anonyme des produits chimiquesspeeiaux in Lyon-Monplaisir und E. Merck in Dannstadt.
Aufbeivahrung. Sehr vorsichtig.
Natrium phenylopropiOÜCUm, Phenylpropiolsaures Natrium, C 9 H 5 0 2 Na.
Darstellung. Durch mehrstündiges Erhitzen von Zimtsäureäthylesterdibromid mitalkoholischem Kali im Sinne der nachstehenden Gleichung:
C 6 H 5 — CHBr — CHBr — C00C 2 H 5 + 3 KOH =C 6 H 6 — C se C — COOK + 2KBr -f C 2 H 5 0H -f 2H 2 0.
Die aus dem Kaliumsalze durch Säurezusatz in Freiheit gesetzte Phenylpropiolsäurewird durch Neutralisation mit Soda in ihr Natriumsalz übergeführt.
Eigenschaften. Dieses bildet ein weißes Pulver von etwas scharfem Geschmack,leicht löslich in Wasser, wenig in Alkohol. Im Handel befindet sich das Präparat in Lösungunter dem Namen
Thermiol. — Liquor Natrii phenylopropiolici. Klare Flüssigkeit von neutraleroder nur schwach saurer Reaktion und etwas scharfem Geschmacke. 100 Teile der Lösungenthalten 25 T. phenylpropiolsaures Natrium. Wird 1 com konzentrierte Schwefelsäuremit 1 com Thermiol überschichtet, so entsteht an der Berührungsfläche der beiden Flüssig-keiten ein brauner Ring, beim Mischen und nachfolgendem gelinden Erwärmen färbtsich das Gemisch erst braun, dann grün unter Gasentwickelung und Abscheidung öligerTropfen; gleichzeitig tritt der Geruch nach Bittermandelöl auf. Beim Verdünnen mitWasser verschwindet die grüne Farbe; durch Äther kann der mit Natronlauge alkalisch