Lippia. Lithii praeparata.
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des Öles beobachtete toxische Wirkung zuzuschreiben ist. Visser fand als Verfälschungvon Leinsamenkuchen Kleber, den eiweißreichen Bestandteil des Cerealienmehles, derzum größeren Teile in der Kleie zurückbleibt. Der Zusatz war jedenfalls deshalb gemacht,um dem Leinsamenmehle einen höheren Stickstoffgehalt bzw. Nährwert als Futtermittel zuverleihen. Der Kleber zeigte sich unter dem Mikroskope in Form kleiner, strukturloserStückchen, die, in Wasser und Alkohol unlöslich, deutliche Biuretreaktion gaben.
II. Linum CarthartlCUm L. findet unter der Bezeichnung „Purgierlein" nochals Volksheilmittel Verwendung; er enthält als wirksames Prinzip das in langen weißenNadeln kristallisierende Linin. Die Abführwirkung des Linins ist kürzlich von Hill an-gezweifelt worden, jedoch zu Unrecht, wie Kobekt mitteilt.
Damps Lungenheilmittel, von Ed. Damp in Berlin, gegen Lungen- und Kehlkopf-leiden empfohlen, besteht nach dem Berliner Polizeipräsidium aus Leinsamen und Spartium-tee. Letzterer wirkt giftig!
Langbeins Symphonbalsam besteht im wesentlichen aus parfümiertem Schwefelleinöl.(Beythien.)
Oliophen besteht aus etwa 15 Proz. Salol und mit Pfefferminzöl versetztem Leinöl.Fabrikant: Vereinigte ehem. Fabriken Julius Norden & Co. in Berlin. (Zernik.)
Linoleumkitt. I. Man schmilzt 20 Teile gemahlenes Kolophonium bei sehr schwachemFeuer mit 5 T. Spiritus zusammen und setzt der erhaltenen Lösung 2—4 T. Ricinusöl zu.— II. 4 Teile dicker Terpentin werden mit 1 T. Kolophonium zusammengeschmolzen undbeim Gebrauche die feste Masse bis zum Flüssigwerden erwärmt. — III. Man löst unterschwachem Erwärmen in 19,2 Teilen Spiritus 8,8 T. Schellack; diese Masse ist gut, stellt sichaber ziemlich teuer. — IV. Man löst 20—30 kg Guttapercha in 100 kg Schwefelkohlenstoffund 65—125 kg Mastix in 200 kg Äther. 58 T. der ersteren Lösung werden dann mit 1 T.der letzteren gemischt und das Ganze gekocht. Im Kochen soll die Hauptbedingung dieserKittherstellung liegen. — V. Man löst 16 Teile Rohguttapercha in 72 T. Schwefelkohlenstoff.
Rezepturtiscllbelag. Ein Belag von starkem, einfarbigem Linoleum soll sich sehr gutbewährt haben. Derselbe wird jede Woche einmal mit Seifenwasser abgewaschen und danngewichst. Ferner ist der schwarze Belag von J. M. Eckakt in Ulm a. D. empfohlen worden.Derselbe wird von Spiritus, Äther, Säuren usw. gar nicht, von konzentrierten Ätzlaugen nurWenig angegriffen. Auch die Steinholzindustrie Hanau soll gute Beläge liefern.
Kälbermehl. Bestes Hafermehl 40,0, Leinkuchenmehl 40,0, Leinsamen, gemahlen 15,0,Futterkalk 1,5, Chlornatrium 0,75, Natrium bicarbonicum 0,5, Süßholzpulver 0,25, Anis- oderFenchelpulver 0,25. Die letzten drei Teile können auch fortgelassen werden.
Kitt für Metallbuchstaben.
Ep. Mastix 9,0
Bleiglätte 18,0
Bleiweiß 9,0
Leinöl 27,0.
Schmelzen und heiß anwenden.
Lippia. (Zu Bd. ii s. 300.)
Lippia SCaberrittia Sonder, eine in der Orangeflußkolonie heimische Verbenacee,
wird in ihrer Heimat infolge ihrer hämostatischen Wirkung zur Behandlung von Hämorrhoiden,sowie als Tonikum und Laxans verwendet. Zur Anwendung gelangen die getrocknetenStengel und Blätter, welche einen angenehmen Geruch nach Lavendel und Salbei besitzen.Hestandteile. Das Kraut enthält nach Power und Tutin eine noch nicht nähergekennzeichnete glukosidartige Verbindung, 5,5 Proz. Gerbstoff, 0,25 Proz. ätherisches Öl,Ameisensäure und Buttersäure sowohl frei wie verestert, ferner eine geringe Menge einerkrist. Substanz, Lippianol genannt, welche die Formel C 25 H 36 0 4 und die Eigenschafteneines monohydrischen Alkohols besitzen soll. Das ätherische Öl ist nach Schimmel & Co.gelbbraun, riecht deutlich kampherartig und ist in 50 proz. Weingeist löslieh.
Lithii praeparata. (zuBd.ns.300-308.)
f Lithium agaricilliCUm. Ein farbloses Pulver von der ZusammensetzungC 14 H 27 0H(C00Li) 2 , in Wasser leicht löslich zu einer etwas trüben, stark schäumenden,schwach alkalisch reagierenden Flüssigkeit. Das Präparat färbt sich bei Temperaturen
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